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Wasser & Haushalte

Um Grund- und Oberflächengewässer vor verschmutzten Einträgen aus Haushalten, Gewerbe und Industrie zu schützen, wird Abwasser in Kläranlagen behandelt. Wenn Gebiete nicht an das Abwassernetz angeschlossen sind oder die Kapazitäten der Kanalysteme und der Kläranlagen unzureichend sind, können Probleme entstehen.

Herausforderung Abwasserbewirtschaftung

Aufgrund der hohen Versiegelung in Städten, kann Regenwasser selten vor Ort versickern und muss abgeleitet werden. Bei der Siedlungsentwässerung überwiegt das Mischwassersystem bei dem Schmutz- und Regenwasser in einem gemeinsamen Kanalsystem abgeleitet werden. Sinnvoll ist das, da Regenwasser in Städten häufig mit Ölen, Abfällen und Salz verschmutzt ist.

Bei Starkregenereignissen, auf die Kanalsysteme nicht ausgelegt sind, müssen schell große Wassermengen abgeleitet werden. Zur Entlastung der Kläranlagen gibt es gewässernahe Überläufe an denen im Notfall Abwasser ungeklärt in Gewässer gelangt. Auswirkungen des Klimawandels begünstigen Starkregenereignisse. Dadurch wird es voraussichtlich häufiger zu Kanalnetzüberlastungen  und somit zu direkten Schmutzwassereinträgen kommen. Die Herausforderung besteht darin die zentral organisierte Siedlungsentwässerung an Veränderungen anzupassen. Insbesondere die Kanalsysteme wurden für lange Abschreibungszeiträume angelegt. Kurzfristige Anpassungen sind meist nur unter hohem finanziellen Aufwand möglich.

Maßnahmen zum Gewässerschutz

Für Neu- oder Umbauten von Kläranlagen und Kanalsystemen sind die Kommunen in der Verantwortung. Die Kosten hierfür werden von den kommunalen Entsorgungsbetrieben über Gebühren an die Verbraucher, also an alle angeschlossenen Einwohner, das Gewerbe und die Industrie, umgelegt.

Für eine nachhaltige Stadtplanung ist eine frühzeitige und abstimmte Zusammenarbeit zwischen den Fachdisziplinen notwendig. Durch dezentrale Regenwasserbewirtschaftung kann die Menge an abzuleitendem Abwasser deutlich gesenkt werden.

Praxisbeispiele

Um-, Aus- und Neubauten

  • In Berlin wird ein neuer Stauraumkanal gebaut in dem 7,4 Millionen Liter Abwasser zurückgehalten werden können. Derzeit kommt es in Berlin zu 30-40 Überläufen pro Jahr, die durch diese Maßnahme auf rund 10 Überläufe reduziert werden sollen.

Dezentrale Regenwasserbewirtschaftung

  • Im Rahmen der EXPO-Austellung wurde am Kronsberg in Hannover ein naturnahes Regenwasserkonzept für den neuen Stadtteil entwickelt. Dabei wurden Retentionsflächen und das Mulden-Rigolen-System eingeplant.
  • Das Projekt KURAS stellt modellhaft dar, wie die zukünftige Regenwasserbewirtschaftung in Berlin aussehen kann. Insgesamt werden im Steckbrief der Grünen Liga 19 Maßnahmen vorgestellt.

Forschung

  • Die Behörde für Umwelt und Energie und HAMBURG WASSER haben mit dem Projekt RISA gemeinsam Konzepte und Lösungen für einen Umgang mit Regenwasser erarbeitet.
  • Ziel eines DBU Projektes der Universität Hamburg-Harburg ist es die Reinigungsleistung von Klärwerken zu verbessern. Die Universität Kassel betreibt aktuell ein Forschungsprojekt zur Phosphorreduzierung in Klärwerken.
  • Um verminderte Schmutzwasserfrachten der Kanalnetze den Klärwerken gezielter zuzuführen, wurden im Rahmen eines DBU-Projektes verlässliche Steuerungselemente entwickelt.

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