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Ein Webangebot der:

Europäischer Landwirtschaftsfonds
für die Entwicklung des
ländlichen Raums:
Hier investiert Europa in die
ländlichen Gebiete.

 

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Maßnahmen integrativ umsetzen

Bei der Umsetzung von Maßnahmen im Rahmen der WRRL können folgende Aspekte Berücksichtigung finden:

Naturschutz

Viele Tier- und Pflanzenarten sind auf Gewässerlebensräume angewiesen. Die Renaturierung von Flusslandschaften, die Wiederherstellung natürlicher Strukturen und die Minderung von Belastungen ermöglicht die (Wieder-)Ansiedlung gebietstypischer Arten und trägt zu deren Schutz bei.

Strategien und Programme

Finanzierung

  • Der EU-Förderbereich "LIFE Natur und Biodiversität" dient dem Schutz von Arten und Lebensräumen gemeinschaftlicher Bedeutung. Dabei steht das europäische Schutzgebietsnetz Natura 2000 im Vordergrund.
  • Durch die Bundesförderung "chance.natur" werden Mittel bereitgestellt, die zur dauerhaften Sicherung von schutzwürdigen Gebiete beitragen. Die Bundesmittel werden vom Projektträger und dem jeweiligen Bundesland kofinanziert.
  • Wenn die Ziele der Eingriffsregelung übereinstimmen, können Kompensationsmaßnahmen zur Umsetzung der WRRL beitragen. Eine Arbeitsgemeinschaft in Niedersachsen hat hierzu Hinweise erarbeitet.

Beispiele

Klimaschutz

Der Klimaschutz wird seit dem zweiten Bewirtschaftungszyklus der WRRL stärker berücksichtigt. Dafür wurde Maßnahmenkatalog einem "Klimacheck" unterzogen und konkrete Empfehlungen für die Anpassungen der Bewirtschaftungspläne ausgesprochen.

Beispiele

  • Das Projekt GLOWA-Elbe betrachtet modellhaft die Auswirkungen des Klimawandels im Elbegebiet. Die Maßnahmen des Bewirtschaftungsplans für die FGE wurden in Hinblick auf ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber klimatischen Veränderungen evaluiert.
  • Im Einzugsgebiet Este wurden klimaangepasste Maßnahmen zur Gewässerentwicklung im Projekt KLEE identifiziert und pilothaft umgesetzt.

Hochwassermanagement

Für FGE werden Hochwasserrisikomanagementpläne erarbeitet. Diese berücksichtigen die Ziele der WRRL. Bei der Maßnahmenplanung kann es dabei zu Synergien und Konflikten kommen. Eine Auenentwicklung kann zum Beispiel den Hochwasserrückhalt verbessern. Naturnahe Gewässerentwicklung kann aber auch zu erhöhter Hochwassergefahr in Ortslagen führen, da natürliche Gewässer eine geringere hydraulische Abflussleitung besitzen.

Beispiele und weitere Informationen

  • In Stadtlohn wird seit mehreren Jahren an einem umfassenden Hochwasserschutzkonzept gearbeitet. Neben technischen Maßnahmen des Hochwasserschutzes werden auch ökologische Maßnahmen gemäß WRRL berücksichtigt. Des Weiteren wird der Aufbau eines regionalen Flusszentrums angestrebt. Vorbild hierfür sind die Biologischen Stationen in NRW.
  • Die Stadt Dortmund setzt kooperativ mit der Emschergenossenschaft, einem Wasserwirtschaftsverband, Maßnahmen zum Hochwasserschutz um. Gewässer wurden ökologisch umgestaltet und Auen ausgeweitet wodurch der Hochwasserabfluss gesenkt werden konnte.
  • Der Wuppertalverband bietet auf seinem Hochwasserportal Raum für Daten- und Wissenstransfer.

Meeresschutz

Meere sind Lebensräume mit hoher Artenvielfalt und steuern wichtige globale Funktionen wie die Klimaregulation. Durch Stoffeinträge über Flüsse kommt es zu immer größeren ökologischen Problemen. In dieser Konsequenz ist 2008 neben der WRRL die Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie in Kraft getreten. Diese fordert einen "guten Zustand" der Meeresumwelt bis 2020. Die Umsetzung beider Richtlinien ist inhaltlich verknüpft. Neben der Eutrophierung stellen auch Einträge von Plastikmüll ein großes Problem für Meeresgewässer dar.

Weitere Informationen

  • Die deutschen Meeresgebiete in Nord- und Ostsee werden seit 2012 im Rahmen des Bund-Länder-Messprogramms (BLMP) durch regelmäßige Bestandsaufnahmen überwacht.
  • Aktuell plant die EU-Kommission eine Strategie zur Verringerung von Plastikeinträgen. Insgesamt soll Müll im Meer um bis zu 30 % reduziert werden. Für Deutschland gibt eine Pilotstudie über das Vorkommen von Mikroplastikpartikeln in Gewässer in fünf Bundesländern.

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