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LandInForm 1.2015- Klimaschutz braucht Kommunen

Starke Kommunen mit Erneuerbaren Energien

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Klimaschutz und -anpassung in Kommunen und Regionen

Die eigentliche Umsetzung eines sozial- und wirtschaftsverträglichen Klimaschutzes erfolgt vor Ort in den Kommunen und Regionen. Dabei sind an die örtlichen Begebenheiten angepasste Strategien erforderlich. Für den Klimaschutz werden vor allem im Energiebereich bereits zahlreiche Projekte realisiert. Neben der Minimierung von Treibhausgasen im Energiebereich sind der angemessene Umgang mit den natürlichen Ressourcen und eine nachhaltige Flächennutzung wichtige Maßnahmenbereiche, in denen Regionen, Kommunen, Unternehmen, Land- und Forstwirtschaft und letztendlich jeder Einzelne aktiv werden können.

Maßnahmen zur Klimaanpassung hängen vor allem von den örtlichen Auswirkungen des Klimawandels ab. Dabei ist es sinnvoll, sowohl auf bereits eingetretene Veränderungen zu reagieren als auch vorbeugend Maßnahmen etwa beim Waldumbau oder der Stabilisierung des Landschaftswasserhaushaltes umzusetzen.

Damit der Klimaschutz und die Anpassung an die Klimaveränderungen vor Ort gelingen, ist eine breite Bürgerbeteiligung erforderlich, um Akzeptanz zu schaffen, Partner zu finden und Synergien zu nutzen.

Energiewende

Eines der vorrangigen Klimaschutzziele ist die Emissionsminimierung von Treibhausgasen im Energiesektor, die durch Energieeinsparungen, höhere Energieeffizienz und die Erzeugung von regenerativen Energien erreicht werden. Neben technischen Lösungen zur Minimierung der Treibhausgasemissionen und der Erhaltung natürlicher Kohlenstoffspeicher, ist eine ressourcenschonende und somit auch energiesparsame Lebensweise (Suffizienz) grundlegend für den Klimaschutz.

Die treibende Kraft der Energiewende ist die Bevölkerung, denn fast die Hälfte der aus erneuerbarer Energien erzeugten Leistung stammt aus Anlagen von Privatpersonen und Landwirten. Aber auch zahlreiche Kommunen bieten gute Beispiele im Bereich einer nachhaltigen Energieversorgung. Um auf kommunaler Ebene handlungsfähig zu bleiben, kann es für Kommunen und Regionen von Vorteil sein, eigene Konzepte zu erstellen, die häufig Voraussetzung für Förderungen durch EU, Bund und Länder sind.

Die Einspeisung von Strom aus erneuerbarer Energien erfolgt vor allem dezentral, was aufgrund der zu überbrückenden Entfernungen zwischen den zahlreichen Anlagen und dem Ort des Energieverbrauchs eine technische und organisatorische Herausforderung darstellt.

Aber auch bei der Erzeugung von erneuerbaren Energien stellt sich die Frage, ob eher eine verbrauchsnahe oder –ferne (z. B. in Form großer Wind- oder Solarparks) Erzeugung, angestrebt wird. Ein dezentraler Ausbau hat den Vorteil, dass aufgrund des örtlichen Verbrauchs der Ausbau der Verteilernetze reduziert werden kann. Zudem fördern kommunale Konzepte die Akzeptanz in der Bevölkerung, weil hier vor allem Strom für den eigenen Verbrauch produziert wird. Bundesweit gibt es mittlerweile zahlreiche Betreibergesellschaften und Energiegenossenschaften, die dezentrale Konzepte umsetzen. Bei dezentralen Energiesystemen haben Speicher und Reservekraftwerke für die Versorgungssicherheit eine hohe Priorität.

Die Handlungsfähigkeit der Kommunen und der Bürger ist maßgeblich bestimmt durch gesetzliche Vorgaben und Fördermöglichkeiten. Eine Übersicht zu den gesetzlichen Rahmenbedingungen bietet die Internetseite des BMWI sowie die Gesetzeskarte für das Energieversorgungssystem.

Wertvolle Informationen im Bereich Energiewende in Kommunen hält die Seite "Gute Nachbarn. Starke Kommunen mit Erneuerbaren Energien" bereit.

Publikationen

Energiewende vor Ort

  • Handbuch Finanzierung von Erneuerbare-Energie-Projekten (Herbes & Friege, 2015, UVK Verlagsgesellschaft mbH, ISBN 978-3-86764-494-5)
  • Deutschland: Erneuerbare Energien entdecken (Autor: Frey, Karl Baedeker Verlag; 2014; ISBN 9783829714952)

Weitere interessante Publikationen zum Thema Erneuerbare Energien erhalten Sie auf folgenden Seiten:

Bürgerbeteiligung & Akzeptanz

Klimaschutz in der Raumplanung

Klimaanpassung

  • Anpassung an den Klimawandel – regional umsetzen! Ansätze zur Climate Adaption Governance unter der Lupe (Hrsg.: Buchholz et al.; 2011; oekom-Verlag; ISBN-13: 978-3-86581-261-2)

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