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EIP-Agri

Was ist EIP-Agri?

Die EU möchte mithilfe der Europäischen Innovationspartnerschaft "Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit" (EIP-Agri) frischen Wind ins landwirtschaftliche Innovationsgeschehen bringen. Durch diesen neuen Bottom-up-Ansatz sollen sogenannte Operationelle Gruppen (OGs) einen besseren Austausch zwischen Praxis und Forschung fördern. Die OGs werden künftig zu Keimzellen einer innovativen Projektarbeit, die eine nachhaltige und produktive Land- und Forstwirtschaft zum Ziel hat.

Der Gedanke der EU-Kommission ist einfach: Künftig soll "Mehr mit Weniger" produziert werden. Das heißt, die Land- und Forstwirtschaft soll zum einen produktiver werden, aber zum anderen gleichzeitig bei der Produktion weniger Ressourcen verbrauchen, also nachhaltiger werden. Ziel ist die quantitative und qualitative Lücke, die zwischen der derzeitigen Produktionsweise und einer ressourcenschonenderen klafft, durch Innovationen zu schließen. Dabei kann es sich um Produktinnovationen handeln, wie zum Beispiel einen neuen Abluftfilter im Stall, und auch um Prozessinnovationen, die vorhandene Technologien in einen neuen Kontext bringen. Als Beispiel mag hier GPS dienen, das einst vom Militär entwickelt wurde, dann mit precision farming in der Landwirtschaft zum Einsatz kam und heute in jedem PKW als Navigationshilfe zu finden ist.

Der endgültige Start von EIP-Agri in Deutschland beginnt erst nach der Notifizierung und Genehmigung der EPLR durch die Europäische Kommission. Erst auf dieser Grundlage können OGs anerkannt werden und mit der Arbeit beginnen, die maßgeblich an den Empfang von Fördergeldern gebunden ist.

Was sind Operationelle Gruppen?

Operationelle Gruppen heißen die Arbeitseinheiten für innovative Projekte. Eine OG soll sich aus Mitgliedern der praktischen Landwirtschaft, Forschungseinrichtungen, Verbänden, Beratung, Verwaltung und weiteren, für ein konkretes Projekt benötigten Partnern zusammensetzen. Ziel im Sinne des Bottom-up-Ansatzes ist, dass die Gruppe ein konkretes (praktisches) Problem aufgreift und an seiner Lösung arbeitet. Durch die heterogene Zusammensetzung der Gruppe soll zum einen auf der Ebene der Gruppe selbst der Austausch zwischen Praktikern und Theoretikern (Forschern) befördert werden, zum anderen soll diese Konstellation dazu beitragen, die Ergebnisse schneller als bisher in die Praxis und in die Forschungswelt zu transferieren. Zudem nutzt EIP-Agri Instrumente des EU-Forschungsprogramms Horizont 2020 wie staatenübergreifende Multi-Akteur-Forschungsvorhaben und thematische Netzwerke.


Bild: DVS

Finanzierung von EIP-Agri

EIP-Agri wird zukünftig aus zwei unterschiedlichen Finanzierungsquellen gespeist: In der Ländlichen Entwicklung stehen Operationellen Gruppen, die Innovationen in den Bundesländern verwirklichen, die Mittel des ELER-Fonds zur Verfügung. Die Gelder der Forschungsförderung von Horizont 2020 können nur für mitgliedstaatenübergreifende Projekte genutzt werden, bei denen Partner aus mindestens drei Mitgliedstaaten beteiligt sind.

Rechtsgrundlage und Leitlinien von EIP-Agri

Die ELER-Verordnung (EU) Nr. 1305/2013 (Artikel 14, 17, 35, 53, 55 und 56) sowie die Guidelines on Programming for Innovation and the Implementation of the EIP for Agricultural Productivity and Sustainability (Stand Dezember 2014, nur Englisch) und das "Draft guidance document Co-operation" (Stand Sept. 2013) sind die Rechtsgrundlage von EIP-Agri. Die Programme zur Ländlichen Entwicklung der einzelnen Bundesländer implementieren EIP-Agri in die Ländliche Entwicklung.

EIP-Agri in Deutschland; Bild: DVS

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