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Europäischer Landwirtschaftsfonds
für die Entwicklung des
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Naturschutz und Regionalentwicklung

Regionalentwicklung ist ein vielfältig zu begreifendes Themenfeld, das nicht nur LEADER-Aktionsgruppen, sondern auch in Großschutzgebieten oder Naturschutzprojekten verfolgt wird. Natur und Landschaft sind nicht nur ihrer selbst willen schützenswert, sondern auch ein wichtiger Standortfaktor für die Region. Beide Ziele können in Aufgaben wie beispielsweise der Regionalvermarktung, dem Naturtourismus und der Umweltbildung zusammengebracht werden.

chance.natur: Naturschutzgroßprojekte mit Regionalbezug

Grundidee des Modellvorhabens: Natur stellt eine Chance für Regionen dar. In vier Modellregionen wurden zwischen 2009 und 2016 Naturschutzgroßprojekte mit insgesamt fünf Millionen Euro unterstützt.

Voraussetzung: Regionalentwicklung muss Teil der Strategie sein.

  • Allgäuer Moorallianz
    Damit Moore und Streuwiesen in der Region erhalten bleiben, müssen Landwirte ihre Nutzung anpassen. Bei der dafür notwendigen Anschaffung von Maschinen, die eine naturverträgliche Bewirtschaftung ermöglichen, wurden Landwirte unterstützt. So wurden verhärte Fronten gebrochen und eine hohe Akzeptanz der Öffentlichkeit für das Projekt erzielt werden.
  • Hohe Schrecke
    Die Struktur der Region kann als sehr ländlich und strukturschwach beschrieben werden. Der großflächige und reich strukturierten Buchen-Eichen-Mischwald bringt aber Potenzial für touristische Angebote, Infrastrukturen und regionale Wirtschaftskreisläufe, die im Rahmen des Projekts etabliert werden sollen.
  • Nordvorpommersche Waldlandschaft
    Im ausgedehnten Walgebiet sollen naturnahe Bereiche etabliert werden, insbesondere um dem vom Aussterben bedrohten Schreiadler Lebensräume zu bieten. Um die regionale Wertschöpfung anzukurbeln, wurde ein Regionalfonds eingerichtet, der es ermöglicht nachhaltige Vorhaben durch zinsgünstige Darlehen umzusetzen. Auch Rad- und Wanderwege wurden für naturverträglichen Tourismus erweitert.
  • Schwäbisches Donautal
    Geschützt werden soll Deutschlands größtes zusammenhängendes Auwaldgebiet, das eine hohe Bedeutung als Vogelbrut- und Rastgebiet, Grundwasserreservoir und Retentionsraum hat. Interessensgruppen wie Tourismus, Jagd, Fischerei und Landwirtschaft wurden im Projekt einbezogen und unter der Dachmarke „Schwäbisches Donautal – wasserreich“ an einen Tisch gebracht.

Beispiele für naturverträgliche Regionalvermarktung

Regionalvermarktung kann die Wertschöpfung einer Region voranzubringen. Einen weiteren Vorteil bringt es, wenn bei der Erzeugung der Naturschutz Berücksichtigung findet. Erzeuger und Initiativen, die dafür Kriterien hinterlegt haben, finden sich hier:

Mehr Informationen zu Regionalinitiativen und -siegeln.

Projektbeispiele aus Großschutzgebieten

 Regionale Einbindung von Nationalparken:

  • Im Nationalpark Hunsrück-Hochwald wurde 2016 ein Regionalentwicklungsverein gegründet, der es sich zum Ziel setzt die wirtschaftliche Situation in der Region zu stärken und den Menschen eine Identifikation mit ihrer Region ermöglichen soll.

Biosphärenreservate fördern nachhaltige Regionalentwicklung:

  • Während sich seltende Tierarten im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe in Brandenburg wieder ansiedeln, kehren immer mehr Menschen der Region den Rücken. Angebote wie die Natur-Erlebnis-Route bringen Urlaubern die Schönheit der Landschaft nahe und kurbeln die regionale Wirtschaft an.

Nachhaltige Regionalentwicklung in Naturparken:

    • Im Schwarzwald haben rund 50 Naturpark-Wirte ein gemeinsames Ziel: sie bieten so oft wie möglich Gerichte aus Produkten der Region an. Damit erhalten sie nicht nur ihren eigenen Betrieb, sondern auch die Offenhaltung der typischen Landschaft im Schwarzwald, die regelmäßig beweidet werden muss.

     

    Zum Weiterlesen

     

    Stand: September 2019

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