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Biologische Vielfalt - Ziele, Programme, Beispiele

EU-2020-Biodiversitätsziel

Die EU-Kommission hat am 3. Mai 2011 eine Strategie vorgelegt, um in den darauffolgenden zehn Jahren die Biodiversität in Europa zu bewahren.

Die Strategie umfasst sechs Ziele und 20 priorisierte Aktivitäten, die auf die Hauptursachen für den Biodiversitätsverlust eingehen und die die größten Belastungen für die Natur und die Ökosystemleistungen in der EU reduzieren, indem Biodiversitätsziele in wichtigen Politikbereichen verankert werden. Außerdem werden auch die globalen Aspekte des Biodiversitäts­verlusts berücksichtigt.

Neben der vollständigen Umsetzung der Ziele der Vogelschutzrichtlinie und der Natura-2000-/FFH-Richtlinie ist die Sicherung der Finanzierung der Biodiversitätsmaßnahmen über den ELER sowie die Fischerei- und Köhasionspolitik der EU ein zentrales Ziel, das gegenwärtig überarbeitet wird:

"Landwirtschaft: Bis 2020 Maximierung von landwirtschaftlich genutzten Flächen (Grünland, Anbauflächen und Dauerkulturen), die von biodiversitätsbezogenen Maßnahmen im Rahmen der GAP betroffen sind, um den Schutz der Biodiversität zu gewährleisten ..."
"Wälder: Bis 2020 Einführung von Waldbewirtschaftungsplänen oder gleichwertigen Instrumenten, die mit der nachhaltigen Waldbewirtschaftung (NWB) in Einklang stehen für alle staatlichen Wälder und für Waldbestände, die über eine bestimmte Größe hinausgehen ..."

Nationale Biodiversitätsstrategie

Die Bundesregierung hat am 7. November 2007 die Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt (pdf) beschlossen. Damit liegt für Deutschland eine umfassende und anspruchsvolle Strategie zur Umsetzung des UN-Übereinkommens über die biologische Vielfalt vor, die rund 330 Ziele und rund 430 Maßnahmen zu allen biodiversitätsrelevanten Themen enthält. Ausführliche Informationen zum Umsetzungs- und Dialogprozess finden Sie auf der Internetseite www.biologischevielfalt.de.

Naturschutz-Offensive 2020

Am 14. Oktober 2015 hat Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks eine Umsetzungsinitiative des BMUB  zur Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt – die Naturschutz-Offensive – vorgestellt. Mit neuen Maßnahmen und Handlungsimpulsen setzt die Umsetzungsinitiative dort an, wo sich bei der bisherigen Umsetzung Defizite gezeigt haben und wo zusätzliche Anstrengungen notwendig sind, um die Ziele der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt bis 2020 zu erreichen.

2011-2020 - UN-Dekade der Biodiversität

Am 20. Dezember 2010 erklärten die Vereinten Nationen die Jahre 2011 bis 2020 auf Empfehlung der Vertragsstaatenkonfernez von Nagoya zur UN-Dekade der Biodiversität.

Dekadeprojekt werden

Die Bewerbung als Dekadeprojekt oder -einrichtung ist erprobt aus der UN-Dekade zur nachhaltigen Bildung. Die Auswahl als Dekadeprojekt ist eine Auszeichnung für Engagement, aber mit keiner finanziellen Förderung verbunden.

Bundesprogramm Biologische Vielfalt

Seit 2011 unterstützt das Bundesprogramm zur Biologischen Vielfalt die Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt.

Es fördert Vorhaben, denen eine gesamtstaatlich repräsentative Bedeutung zukommt oder Projekte, die die Nationale Strategie in besonders beispielhafter und maßstabsetzender Weise umsetzen. Die geförderten Maßnahmen sollen dazu beitragen, den Rückgang der biologischen Vielfalt in Deutschland zu stoppen und mittel- bis langfristig in einen positiven Trend umzukehren.

Außerdem soll durch Kommunikation und Information das gesellschaftliche Bewusstsein für die biologische Vielfalt gestärkt werden.

Projektbeispiele

Projektbeispiel: Rotmilan – Rhön

Mehr als die Hälfte des Bestandes des seltenen Rotmilans ist in Deutschland beheimatet – mit der Rhön als bedeutsamer Brutregion. Jedoch ist der Bestand seit Jahren rückläufig, hauptsächlich infolge des Verlustes von Grünland als Nahrungsquelle. Diesen Trend aufzuhalten und umzukehren, ist Ziel des Projekts.

Projektbeispiel: Naturschutzberatung für den Rotmilan in Deutschland

Mit vereinten Kräften wollen drei große Naturschutzverbände den Rückgang der Bestände des Rotmilans stoppen. Dazu haben der Deutsche Verband für Landschaftspflege e. V. (DVL), der Dachverband Deutscher Avifaunisten e. V. (DDA) und die Deutsche Wildtier Stiftung (DeWiSt) ein gemeinsames bundesweites Verbundvorhaben gestartet.

Projektbeispiel: Summendes Rheinland – Landwirte für Ackervielfalt!

Mit dem Projekt setzt sich die Stiftung Rheinische Kulturlandschaft gemeinsam mit Landwirten für den Schutz und die Förderung von bestäubenden Insekten in der intensiv ackerbaulich geprägten Köln-Aachener Bucht ein. Produktionsintegrierte Maßnahmen sollen im Sinne des Naturschutzes dazu dienen, ein ausreichendes Nektar- und Pollenangebot für Wildbienen und weitere zum Teil gefährdete Insektenarten zu schaffen.

Projektbeispiel: Arnika – Revitalisierung und Wiedernutzung als Heilpflanze im Bayerischen Vogtland und im nördlichen Fichtelgebirge

Die Echte Arnika gehört zu den ausgewiesenen Verantwortungsarten Deutschlands. Das Arnikaprojekt des Landschaftspflegeverbands Stadt und Landkreis Hof e. V. verbindet den Schutz der Heilpflanze, ihrer Lebensräume und der dazugehörigen Kulturlandschaft mit nachhaltiger Nutzung und regionaler Vermarktung.

Hintergrundinformationen zur Biologischen Vielfalt

HNV-Indikator

HNV steht für High Nature Value Farmland-Indikator - ein Indikator für Landwirtschaftsflächen mit hohem Naturwert in Deutschland. Dieser wird seit 2009 anhand eines Stichprobenverfahrens erhoben und ist einer der wichtigen Indikatoren, die unter anderem die Europäische Agrarpolitik begleiten.

Schon für den Zeitraum 2009 bis 2013 zeigt der Indikator einen weiteren Verlust von für den Naturschutz wertvollen Agrarflächen:

Ergebnis des HNV-Indikators Naturschutzfachlich wertvolle Agrarflächen und Biotope

Es besteht also weiterhin Handlungsbedarf im Bereich der Landwirtschaft und Landnutzung, naturschutzgerechte Nutzungen und damit Biotope und Lebensräume für spezialisierte Arten zu erhalten und zu fördern.

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