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Demokratie anders denken

Neue Formen der Mitsprache in ländlichen Kommunen

Fachforum im Rahmen des Zukunftsforums Ländliche Entwicklung, 24. Januar 2019 in Berlin

Eine Veranstaltung von DVS, Bundesarbeitsgemeinschaft der LEADER-Aktionsgruppen (BAG LAG), Agrarsoziale Gesellschaft (ASG) und vom Thünen Institut für Regionalentwicklung

Die Demokratie ist in Not. Aber was fehlt, damit zivilgesellschaftliches und demokratisches Engagement sich entfalten kann? Wie kann demokratische Teilhabe in einer sich wandelnden Gesellschaft konkret gestärkt werden? Möglicherweise sind – besonders im Dorf – neue Formen und Institutionen nötig, damit Bürgerinnen und Bürger ihren Bedürfnissen gemäß mittun können. Und zwar auf Augenhöhe mit kommunalen Institutionen.

Die Veranstaltung lenkt das Augenmerk auf die Tatsache, dass Dörfer in den vergangenen Jahren zunehmend weniger Gehör fanden. Ob nun durch kommunale Gebietsreformen, an deren Ende abhängige Ortsteile statt sich selbst vertretende Dörfer stehen, oder durch den allgemeinen gesellschaftlichen Wandel. Ob durch neue Bürgerbewegungen, die nicht immer aus der „richtigen“ Richtung kommen: Die lokale Demokratie ist in Bewegung und es bedarf vielerorts neuer Impulse.
Wir fragen, gibt es eine Krise der lokalen Demokratie und wenn ja, wie äußert sich das? Was sind die Alternativen oder Ergänzungen zur repräsentativen Vertretung der BürgerInnen? Was sind Aktionsformen? Welche Rolle spielt die Zivilgesellschaft, welche spielen die Kommunen? Ziel der Veranstaltung ist es, den Befund zu klären.

  • Ralf-Uwe Beck (angefragt), der Bundesvorstandssprecher von Mehr Demokratie e.V., erläutert, dass Demokratie kein Selbstläufer ist und wie sie sich weiterentwickeln kann.

Beispiele verschiedener Ebenen zeigen, wie konkret mehr und breitere Beteiligung funktionieren kann:

  • Gelebte Demokratie – die Mitmachsatzung von Weyarn
    Dr. Katja Klee, Mitmachamt Weyarn (Oberbayern)
  • Vegane Hipster und Freiwillige Feuerwehr – Schnittstellen zwischen Stadt- und Dorfkultur für ein lebendiges Landleben
    Julia Paaß, Netzwerk Zukunftsorte
  • Die Stimme der Dörfer – eine bundesweite Bewegung als Vertretung der Dörfer auf landes-, bundes- und europapolitischer Ebene
    Grit Körmer, Netzwerk der Dörfer Brandenburg
  • Dorfgemeinschaften und neue Formen der Bürgeraktivität – die ungenutzten Potentiale der Zukunftsentwicklung
    Silvia Ufer, Leader PoKo (LAG von Ylä-Pirkanmaa, Finnland)

Mit den TeilnehmerInnen werden wir anschließend diskutieren, wo und wie man ansetzt, die Beteiligung der Menschen in den Dörfern neu zu organisieren.

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