Mit LEADER den sozialen Zusammenhalt stärken!

Civil society contribution to socioeconomic cohesion and resilience in rural areas

Online-Workshop am 13. Oktober 2021 im Rahmen der European Week of Regions and Cities #EURegionsWeek

Kooperationsveranstaltung mit dem EKD-Büro Brüssel und Eurodiaconia

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Organisationen der Zivilgesellschaft spielen eine entscheidende Rolle für das soziale Gefüge und die Widerstandsfähigkeit ländlicher Gemeinschaften. Den Auftakt der 90-minütigen Veranstaltung machte Alistair Adam Hernández, Experte für lokale und regionale Entwicklung. In seinem Beitrag zu den Bedingungen und Möglichkeiten, lokale Gemeinschaften resilient zu gestalten, kam er unter anderem zu dem Schluss, dass zivilgesellschaftliche Organisationen (CSO) zur notwendigen sozial-ökologischen Transformation im ländlichen Raum beitragen können. Sie helfen, die Wirtschaft in regionalen Kreisläufen zu diversifizieren und zu erneuern, dabei die Umwelt zu schonen und zu sozialer Gerechtigkeit beizutragen. Dabei ging er von Resilienz als Empowerment-Konzept aus, das dazu einlädt, Veränderungsprozesse aktiv mitzugestalten und auf bisher nicht vorstellbare Alternativen hinzuarbeiten. (Video-Mitschnitt, Minuten 5:10 – 30:30)

 

Projekte aus der Praxis

Um einen Blick in die Praxis zu werfen, lernten die Teilnehmenden drei LEADER-Projekte aus Schweden, Deutschland und Österreich kennen, in denen gezeigt wurde, wie die Resilienz ländlicher Gemeinden gestärkt werden kann.

Gegen Lebensmittelverschwendung und für die Gemeinschaft

Das SAVED-Projekt aus Staffanstorp in Schweden betreibt eine Kantine, in der Menschen beschäftigt sind, die Schwierigkeiten beim Zugang zum Arbeitsmarkt haben. Die Kantine verwendet vor allem Lebensmittel, die sonst im Abfall landen würden. Die Mahlzeiten werden zu einem regulären Preis an Kunden mit ausreichenden finanziellen Mitteln verkauft. Aus diesen Erlösen werden Mahlzeiten finanziert, die bedürftige Menschen kostenlos bekommen. (Video-Mitschnitt, Minuten 31:30 – 34:40)

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Digitale Möglichkeiten nutzen

Die „Telehebammen“ sind ein Online-Dienst der Diakonie Bad Kreuznach in Deutschland, der Hebammendienste per Videotelefonie in dünn besiedelten ländlichen Gebieten zur Verfügung stellt. Das Konzept trägt dazu bei, den durch die Covid-19-Krise verschärften langfristigen Mangel an Hebammendiensten auf dem Land zu mildern. (Video-Mitschnitt, Minuten 35:10 – 38:30)

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Praktische Schritte zu einer inklusiven Gesellschaft

Ziel der Stadtwerkstatt St. Veit/Glan der Diakonie de La Tour in Österreich, ist es, qualitativ hochwertige Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen anzubieten und Dienstleistungen wie einen Bügelservice oder einen Kopier- und Grafikleistungen für die lokale Gemeinschaft zu erbringen. Damit die Menschen in St. Veit Dienstleistungen und lokale Produkte erwerben können, nutzt die Stadtwerkstatt leerstehende Läden. Dort kann die regionale Bevölkerung den Menschen mit Behinderungen unmittelbar begegnen; dieser Austausch ist wichtig für die Förderung einer inklusiven Gesellschaft. (Video-Mitschnitt, Minuten 38:30 – 40:55)

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Abschlussdiskussion

mit Alistair Adam Hernández; Maggie Nath, SAVED-Projekt; Michael Mellitzer, Stadtwerkstatt St. Veit und Achim Kistner, LEADER-Aktionsgruppe Hunsrück (Telehebammen)

Die Podiumsteilnehmer betonten die entscheidende Rolle von zivilgesellschaftlichen Organisationen bei der Umsetzung von Projekten, die zur Resilienz ländlicher Gemeinschaften beitragen. Darüber hinaus hat sich der CLLD-Ansatz des LEADER-Programms sowie die Unterstützungsstrukturen, die es den Partnern während des gesamten Projektverlaufs bietet, für die Projektträger insbesondere in Zeiten von Covid-19 bewährt. Vorschläge der Panelteilnehmer zur Förderung der Innovationsfähigkeit in ländlichen Gemeinden waren unter anderem die Einbeziehung unterrepräsentierter Gruppen in die Diskussion um Resilienz in der ländlichen Entwicklung, die Kontaktaufnahme mit weniger informierten Organisationen über Fördermöglichkeiten und die kontinuierliche Unterstützung durch die Programmleitung sowie die weitere Anpassung der Projekte an die Bedürfnisse der Gemeinschaft durch ihre Umsetzungsprozesse. (Video-Mitschnitt, Minuten 47:50 – 1:25:10)

 

 

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Stefan Kämper
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