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Natürlich mit LEADER!? Zusammenarbeit im Natur- und Landschaftsschutz in der Region stärken

Workshop am 16. und 17. Oktober 2018 in Bad Herrenalb

Kooperationsveranstaltung mit dem Verband Deutscher Naturparke e. V. und dem Deutschen Verband für Landschaftspflege e. V.

Die Teilnehmer in den Arbeitsgruppen

Rund 60 Teilnehmer aus LEADER-Regionen, Naturparken und Biosphärenreservaten trafen sich in Bad Herrenalb zu einer Kooperationsveranstaltung von der DVS, dem Verband Deutscher Naturparke und dem Deutschen Verband für Landschaftspflege.
Wo liegen mögliche Schnittstellen und Vorteile bei der Zusammenarbeit von LEADER-Akteuren und Naturschutz in Großschutzgebieten? Bei der Tagung „Natürlich mit LEADER?!“ wurden vielfältige Synergie-Effekte herausgearbeitet – denn es können vorhandene Netzwerke genutzt, gemeinsame Strategien entwickelt und auch Projekte umgesetzt werden.

Ansätze und Erfahrungen der Zusammenarbeit

Um verschiedene Erfahrungen und Ansätze in der Zusammenarbeit ging es am ersten Tag in vier Input-Vorträgen. Dabei wurde deutlich, dass sicher nicht jeder Ansatz auf jede Region übertragbar ist, es aber doch viele Ansätze der Zusammenarbeit gibt, die Inspiration auch für andere Regionen bieten.

Dr. Friedericke Weber, Marion Klein, Udo Reiss Jürgen Windgasse und Stephanie Müller

Die Präsentationen zum Download

Eine kurze Zusammenfassung der Vorträge finden Sie hier.

In der anschließenden Diskussion wurden die Möglichkeiten der Kombination von Fördermitteln noch einmal betont. Für Naturschutzprojekte können außerdem auch vorhandene LEADER-Netzwerke genutzt werden. Eine Naturschutz-Projektförderung ist schwierig bzw. auch abhängig vom Programm des Bundeslandes. Allgemein bedauert wurde die Bürokratie von LEADER, der Zeitaufwand und die Notwendigkeit der Vorfinanzierung, die für kleinere Initiativen schwierig ist.

Speeddating: Kennenlernen, Austausch und Themensammlung

Wer sind die anderen Teilnehmer, warum sind sie bei der Veranstaltung und welche Erfahrungen haben sie in ihrer Region gemacht? Jedes Kennenlerngespräch beim Speeddating dauert nur ein paar Minuten - dann geht es in die nächste Runde. So knüpft man in wenig Zeit viele neue Kontakte. Außerdem wurden Themen für das anschließende World-Café gesammelt.

Beim Speeddating

World-Café: Ihre Fragen im Fokus!

An zehn Tischen wurde intensiv über die folgenden Fragen diskutiert:

  • Wie kann ich Naturschutz als Handlungsfeld in den LEADER-Prozess einbringen?
  • Inwieweit eignet sich Naturschutz als Thema für LEADER?
  • Welche Ziele kann LEADER im Naturschutz konkret unterstützen? Und welche nicht?
  • Eine Region – eine gemeinsame Strategie mit Naturschutzakteuren, wie gelingt das?
  • Wie bekomme ich die entscheidenden Akteure meiner Region an einen Tisch?
  • Was können wir durch Zusammenarbeit in der Region gemeinsam im Naturschutz erreichen?
  • Was sind die Erfolgsfaktoren für Naturschutzprojekte? (Best-Practice-Beispiele)
  • Wie kann Naturschutz in Wert gesetzt werden (Ökonomie, ihn „attraktiv machen“?)
  • Wenn es für Naturschutzprojekte verschiedene Fördermöglichkeiten gibt, warum sollte man sich für LEADER entscheiden?
  • Welche Finanzierungsquellen sind neben LEADER wirklich sinnvoll im Naturschutz
    (z.B. auch für Umweltbildung)? 

Die Ergebnisse zu den World-Café-Tischen finden Sie hier.

Die Teilnehmer diskutieren im WorldCafe
Suche nach Antworten beim WorldCafe

Eindrücke aus Österreich und Deutschland

Kerrstin Friesenbichler

 

 

Kerstin Friesenbichler, vom Umweltdachverband Österreich, stellte in ihrem Vortrag unter anderem die Ergebnisse der Initiative „Biodiversität & LEADER“ vor. Im Rahmen der Initiative wurden neben einer Statuserhebung, mehrere Begleitveranstaltungen durchgeführt und auch eine Best-practice-Broschüre von in LEADER umgesetzten Biodiversitätsprojekten veröffentlicht. Bei der Statuserhebung wurden auch Hürden identifiziert und es zeigt sich auch in Österreich, dass die Schnittmenge zwischen LEADER und Naturschutz vor allem über Projekte im Naturtourismus, der Bewusstseinsbildung und der Inwertsetzung regionaler Produkte besteht. Klassische Naturschutzprojekte sind hier ebenfalls weniger präsent.


Der Vortrag „Naturschutz mit LEADER: Was ist möglich?“ zum Download

Mehr Informationen zur Initiative "Biodiversität & LEADER" einschließlich der Projektbroschüre zum Download


Hartmut Berndt

 

 

Auf seinen eigenen Erfahrungen aufbauend stellte Hartmut Berndt (Vorsitzender der BAGLAG und Regionalmanager vom Göttinger Land) vor, wie die Zusammenarbeit zwischen Naturschutz und LEADER gelingen kann. Darüber hinaus gab er einen Ausblick zu LEADER in der kommenden Förderperiode.

Der Vortrag „Naturschutz mit LEADER: Was ist möglich?“ zum Download


Kurzvorstellung von LEADER-Projekten

In der Naturpark-Region „Moor ohne Grenzen“ an der niederländischen Grenze, werden im Rahmen eines LEADER-Projekts erstmals die Flora und Fauna in allen moortypischen Naturschutzgebieten vollständig erfasst. Ein für das Projekt eingestellter Biologe koordiniert das Projekt, in das auch ein Netzwerk von Ehrenamtlichen eingebunden ist. Ziel ist es eine Übersicht der im Gebiet vorkommenden Moorbewohner zu erstellen. Diese dient sowohl als Grundlage für eine naturschutzfachliche Bewertung der Gebiete aber darüber hinaus auch für die Umweltbildung im touristischen Bereich des Naturparks.

Im Rahmen des LEADER-Projekts wird ein Monitoring von Rebhühnern durchgeführt, auf dessen Grundlage Schutzmaßnahmen umgesetzt und Umweltbildungsangebote entwickelt werden. Im Rahmen des Projekts gelang es, verschiedene Interessengruppen zusammenzubringen und zur Mitarbeit zu bewegen- etwa Jäger, Landwirte, Förster oder den Landschaftspflegeverband. Das Projekt wird nun auch in anderen Landkreisen adaptiert.

Das "ErlebnisReich Bienenstraße" rückt die Ursachen des Insektensterbens und Handlungsmöglichkeiten ins Bewusstsein der Bevölkerung – mit einer Fahrradroute. Wissenswertes erfahren die Radtouristen an verschiedenen Station – etwa am Bienen-Baumlehrpfad, in zwei Ausstellungen, in Schau-Imkereien und -Gärten und auf einem Spielplatz mit Bienen-Geräten. Außerdem können geführte Touren gebucht und Honig- und Bienenwachsprodukte erworben werden. Damit verknüpft das Projekt Umweltbildung, Tourismus und Regionalvermarktung.

Weitere Infos zum "Erlebnisreich Bienenstraße" auf der Website des Landschaftspflegeverbands

Sechs LEADER-Regionen (Antragsteller: GießenerLand e. V.) haben sich zusammengeschlossen, um für die Landschaftspflege im heckenreichen Mittelhessen ein Schnittgutmanagement aufzubauen.

Weitere Infos zum Heckenprojekt auf der Website der Region

Im Biosphärenreservat Rhön werden Betriebe bei der Vermarktung ihrer Produkte unter dem Motto „Schutz durch Nutzung“ unterstützt. Insbesondere das Rhönschaf gilt hier als Sympathieträger für die Region. Verschiedene Märkte in Gersfeld bieten Landwirten die Möglichkeit ihre regionalen Erzeugnisse anzubieten: alle zwei Jahre der Milch- & Honigmarkt bzw. der Biosphärenmarkt und der regelmäßig stattfindende Gersfelder Bauernmarkt. Über LEADER wurden in dem Projekt „Märkte für die Stadt Gersfeld“ zehn Verkaufshütten für die Märkte angeschafft.

Der Naturpark Diemelsee ist nicht nur hoch frequentierte Tourismus-Destination sondern gleichzeitig Gebiet zweier LEADER-Gruppen. Ziel des LEADER-Projekts „Land.Schnuppern“ ist es, die Landwirte und Gästen näher zueinander zu bringen. Dafür gibt es Angebote, bei denen die Gäste erleben, was die Arbeit auf dem Hof eigentlich bedeutet: etwa beim Ausmisten des Stalls. Auch die Beherbergungsbetriebe profitieren durch die Verzahnung von Landwirtschaft und Naturtourismus, da sie nun mit einem weiteren Angebot werben können und es eine gemeinsame Vermarktungsplattform gibt. Bei dem Projekt kooperiert die LEADER-Region mit der Naturparkgesellschaft und dem Bauernverband. Ein Dienstleister wurde damit beauftragt, geeignete Betriebe zu identifizieren und die zusammengeführten Angebote zu vermarkten.

Zur Website von "Land.Schnuppern"

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