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Grünland nutzen, Milch und Fleisch vermarkten – Dokumentation

Transferbesuch am 4. und 5. Juli 2017 im südlichen Baden-Württemberg

1. Exkursionsziel: Sulzburghof, Lenningen

Betriebsleiter Michael Kuch

Der Sulzburghof liegt auf der schwäbischen Alb. Neben ca. 45 ha Ackerbau mit einer viergliedrigen Fruchtfolge, liegt der Schwerpunkt des Betriebes auf der Milchviehaltung mit Direktvermarktung. Im Hofladen und Hofcafé sowie einem Café in Kirchheim werden Milchprodukte, Backwaren, Pralinen, Apfelsaft und Obst und Gemüse und weitere Produkte vermarktet. Der Betrieb hält ca. 100 Kühe mit eigener Nachzucht und bewirtschaftet 100 ha Grünland wovon 55 ha Streuobstwiesen sind. Das Grünland verteilt sich über eine Vielzahl von Parzellen, Teile liegen im FFH-Gebiet.

2015 hat der Betrieb einen neuen Stall gebaut, der erhöhte Anforderungen an den Tierkomfort erfüllt. Er verfügt über ein vollautomatisches Melksystem. Den Tieren wird Weidegang gewährt, darüber hinaus gibt es einen Laufhof für den ganzjährigen Freigang.

Der Betrieb ist Mitglied in der Operationellen Gruppe des EIP-Agri-Projektes "Nachhaltige Grünlandnutzung in ausgewählten Problemgebieten Baden-Württembergs". Das Projekt hat das Ziel, innovative sowie bereits bestehende Produktionstechniken einer nachhaltigen Grünlandnutzung auf Praxisbetrieben zu untersuchen. (siehe unten, Vortrag Dr. Kiefer)

Fleckviehherde im neugebauten Tierwohl-Stall
reichhaltiges gastronomisches Angebot in der Direktvermarktung

2. Exkursionsziel: Biolandhof Häußler, Schwörzkirch

Betriebsleiter Franz Häußler

Der Biolandhof Häusler auf der Schwäbischen Alb hält ca. 60 Milchkühe mit eigener Nachzucht. Die Futterration enthält kein Kraftfutter, die Tiere werden grünlandbasiert gefüttert, ergänzt um Zwischenfrüchte vom Acker (z.B. Futterraps, Rotkleegras). Herzstück der grünlandbasierten Fütterung ist die Koppel, auf der die Herde Schwarzbunter ab April weidet. Der Weidegang ist entscheidend für die Langlebigkeit und Fruchtbarkeit der Tiere. Der Betriebsleiter führt eine Verdrängungskreuzung mit Braunvieh durch und selektiert auf fruchtbare Tiere und gute Grundfutterverwertung. Die Milchleistung liegt bei rund 5900 kg/Jahr.

Das Denken und Wirtschaften in Kreisläufen ist dem Betriebsleiter ein besonderes Anliegen. Daher kommen in die über 20 Jahre alte Biogasanlage (40 KW) lediglich Abfälle wie Mist, Gülle und schlechte Silage. Die anfallende Wärme wird für die Getreide-, Heu- und Linsentrocknung sowie für die eigenen Wohnhäuser genutzt. Zwei Drittel des Stroms werden verkauft.

Milchkühe im 40 Jahre alten Laufstall

3. Exkursionsziel: Hofgut Rengoldshausen, Überlingen

Betriebsleiterin Mechthild Knösel

Das Hofgut wird von zwei Betriebsleiterfamilien biodynamisch bewirtschaftet. Neben 90 ha Acker werden 70 ha Grünland bewirtschaftet und 50 Milchkühe, 45 Mastbullen sowie eigene Nachzucht der Rasse Schweizer Braunvieh gehalten. Die Mastbullen werden mit 2 Jahren geschlachtet.

Es gibt eine Gärtnerei, Saatgutvermehrung, einen Hofladen und online-shop, darüber hinaus ist der Betrieb als "Lernort Bauernhof" pädagogisch aktiv.

Der Betrieb erzeugt Vorzugsmilch, die direkt vermarktet wird. Er praktiziert eine muttergebundene Aufzucht der Kälber. Die grundfutterbetonte Ration besteht im Winter aus reiner Heufütterung ergänzt durch Chicoreewurzeln und Ausschussmöhren. Im Sommer kommen die Tiere auf die Weide, und fressen im Stall Grünfutter und Heu. Auf ein leistungsbezogenes Kraftfutter wird vollkommen verzichtet. Lediglich bei Energie- oder Eiweißmangel wird zum Ausgleich Getreide- oder Ackerbohnenschrot gefüttert.

Milchkühe der Rasse Schweizer Braunvieh im großzügigen Laufstall auf Stroh
Stallbereich für muttergebundene Kälberaufzucht

alle Bilder: DVS

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