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Netzwerktreffen Dorferneuerung und -entwicklung – mobil in Dorf und Region

Exkursion und Zülpich-Enzen
Foto: DVS

Workshop am 4. und 5. April 2017 in Euskirchen

Kooperationsveranstaltung mit dem Zukunftsnetz Mobilität NRW und der Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung

Theoretische und praktische Mobilitätslösungen kamen bei der Kooperationsveranstaltung "Netzwerktreffen Dorf – mobil in Dorf und Region" zur Sprache. Die DVS hatte gemeinsam mit dem Zukunftsnetz Mobilität NRW und der Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung zum vierten Netzwerktreffen eingeladen.

Was bedeutet Mobilität auf dem Land?

Wie wichtig es für Landbewohner ist, ihre Mobilität sicherzustellen, machte Thomas J. Mager vom Verkehrsverbund Schwarzwald-Baar zum Auftakt der Veranstaltung deutlich, zu der rund 90 Teilnehmer aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Praxis gekommen waren. Dabei hob er die Bedeutung eines vernetzten öffentlichen Verkehrs hervor, bei dem sich Angebote wie Busse und Sharing-Systeme ergänzen. Um die Herausforderungen zu meistern, müsse ein Umdenken stattfinden: Elektromobilität und autonomes Autofahren werden nicht die Probleme des ländlichen Raums lösen, könnten aber ein Schritt in die richtige Richtung sein. Der öffentliche Verkehr, so Mager, wird in Zukunft individueller und der Individualverkehr öffentlicher.

Mobilität – was heißt das im Dorf?

Die Teilnehmer aus ganz Deutschland erfuhren im weiteren Verlauf durch Pecha Kucha – bei dieser Vortragstechnik wird nach jeweils 20 Sekunden eine neue Folie gezeigt – mehr darüber, was Nahmobilität und die Gestaltung von Plätzen und Straßen für das Leben im Dorf und für seine Einwohner bedeutet. Dabei wurde die Notwendigkeit thematisiert, das Zufußgehen zu ermöglichen und zu fördern. Beispiele aus Sachsen zeigten, wie dazu Ortsdurchfahrten ansprechend gestaltet werden können. Der dritte Vortrag zum Thema behandelte die Rolle des "shared space", des geteilten Raums im Dorf.

Im zweiten Block widmeten sich die Referenten in Kurzvorträgen der Frage, wie Mobilität im Dorf und der Region sichergestellt werden kann. Dazu erfuhren die Teilnehmer mehr über das Modellvorhaben "Langfristige Sicherung von Versorgung und Mobilität in ländlichen Räumen" des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und über integrierte und innovative Mobilitätskonzepte, die alle Verkehrsträger einbeziehen. Außerdem kam der mögliche Einsatz von Elektrofahrzeugen im ländlichen Raum zur Sprache.

Innovationsbörse und Exkursion

Bei einer sogenannten Innovationsbörse präsentieren sich verschiedene Projekte aus dem Bundesgebiet. Die Bandbreite der Themen erstreckte sich vom Bürgerbus über die Mitfahrerbank und Mobilitätspaten bis hin zur mobilen Kirche. Die Teilnehmer nutzten die Möglichkeit, sich direkt bei den Initiatoren über die Projekte zu informieren. Es entwickelten sich ein lebhafter Austausch und zahlreiche Diskussionen.

Um Theorie und Praxis zu verzahnen, starteten etwa 35 Teilnehmer zu einer Exkursion in den Zülpicher Ortsteil Enzen und das historische Städtchen Bad Münstereifel. In Zülpich-Enzen erlebten die Teilnehmer bei einem Ortsrundgang mit dem Ortsvorsteher und fünf Senioren samt Rollatoren, was Barrierefreiheit im Alltag bedeutet. Schon ein hoher Bordstein auf dem Weg zur Haltestelle, hohe Geschwindigkeiten auf Ortsdurchfahrten oder schlicht am Straßenrand geparkte Autos können große Hindernisse für mobilitätseingeschränkte Menschen darstellen.

In Bad Münstereifel konnten sich die Teilnehmer ein Bild machen, was eine Kommune tun kann, um solche Hindernisse zu beseitigen. Begleitet durch zwei Verwaltungsmitarbeiter wurde gezeigt, wie beim Mobilitätscheck 2016 begutachtete Mängel beseitigt wurden – etwa, indem der Zugang zum Ratssaal durch einen Treppenlift barrierefrei gestaltet wurde. Darüber hinaus Erfuhren die Teilnehmer mehr über das Konzept des City-Outlets Bad Münstereifel.

 

 

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