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Resiliente Dörfer – Eigenständigkeit, Selbstbestimmtheit und Beteiligungskultur in schrumpfenden Regionen

Veranstaltung im Rahmen des Zukunftsforums Ländliche Entwicklung, 21. Januar 2016 in Berlin

Deutsche Vernetzungsstelle Ländliche Räume (DVS), Bundesarbeitsgemeinschaft der LEADER-Aktionsgruppen (BAGLAG) und Agrarsoziale Gesellschaft e.V. (ASG)

Diskussionen im Dorf Café, Zukunftsforum 2015, Bild: DVS

Lebendige Dörfer sind ein Pfund, mit dem ländlich geprägte Regionen wuchern können. Wie aber behaupten sich Dörfer bei zunehmender Zentralisierung von Funktionen? Wie ist es mit der Selbstbestimmung, wenn immer größere politische Einheiten gebildet werden? Und wie sieht eine Beteiligungskultur aus, die Menschen befähigt, das Schicksal ihrer Dörfer selbst in die Hand zu nehmen?

Diese Fragen standen im Zentrum der gemeinsamen Veranstaltung auf dem Zukunftsforum Ländliche Entwicklung 2016. Angeregt durch kurze Impulse wurde in sechs Diskussionsrunden über die Themen Eigenständigkeit, Selbstbestimmtheit und Beteiligungskultur von und in Dörfern in 'größer' werdenden Regionen diskutiert.

Fotodokumentation der Diskussionsrunden (PDF-Datei, 3 MB)

Funktional eigenständig?

Erfordert der mit dem demografischen Wandel verbundene Schrumpfungsprozess in ländlichen Räumen eine Konzentration der öffentlichen Infrastruktur auf zentrale Orte? Oder bedarf es vielmehr eines alternativen Konzepts, damit diese Konzentration nicht zu einem weiteren Attraktivitätsverlust peripherer Orte führt? Zu diesen Fragen bezüglich der  Eigenständigkeit von Dörfern äußerten sich Klaus Einig von der Staatskanzlei Schleswig-Holstein und Prof. Dr. Gerhard Henkel (Universität Duisburg-Essen).

Demokratisch selbstbestimmt?

Wie ist es um die Selbstbestimmtheit der Dörfer bestellt, wenn der Rückgang der Einwohnerzahlen im ländlichen Raum kleine Orte und Gemeinden dazu zwingt, die Verwaltung in größeren Einheiten zu konzentrieren, auch wenn damit ein Bedeutungsverlust der lokalen Gremien verbunden ist? Oder müssen neue politische Strukturen geschaffen werden, damit der Bedeutungsverlust lokaler politischer Gremien und der Rückgang der Bereitschaft zur Mitarbeit in diesen Gremien gestoppt wird? Andreas Brohm, der Bürgermeister von Tangerhütte in Sachsen-Anhalt und Prof. Dr. Claudia Neu (Hochschule Niederrhein) lieferten hier mit ihren Impulsen Stoff für die Diskussion.

Lebendige Beteiligungskultur!

Die Bedeutung der Beteiligungskultur für das Aufrechterhalten von Daseinsvorsorge und gesellschaftlichem Leben ist nicht zu unterschätzen. Dr. Annett Steinführer vom Thünen-Institut für Ländliche Räume und Stefan Pletziger, Regionalmanager aus der LEADER-Region "4 mitten im Sauerland", regten mit ihren Inputs die Diskussion an.

Das Engagement von Bürgerinnen und Bürgern leistet einen wichtigen Beitrag für die Attraktivität von Dörfern. Gerät es aber in Konkurrenz zu den Aktivitäten der Verwaltung und zu den demokratisch legitimierten Gremien, da es zunehmend außerhalb traditioneller Strukturen stattfindet? Oder müssten bürgerschaftlich getragene Projekte professionelle Unterstützung durch die Kommunen bekommen, da sie, insbesondere in strukturschwachen ländlichen Räumen, maßgeblich zur Attraktivität und Sicherung von Infrastruktureinrichtungen in den Dörfern beitragen?

Auf der Veranstaltung konnten Argumente für verschiedene Wege der Dorfentwicklung zusammengetragen, abgewogen und ein Meinungsbild zu den aufgeworfenen Fragen erstellt werden.


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