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Vermarktung von Milch

Transferbesuch am 13. und 14. Juli 2016 in Niedersachsen und Schleswig-Holstein

Die Milchkrisen 2009 und 2012 saßen vielen Bauern noch in den Knochen, dann fiel der Preis erneut – die Bauern erhielten zwischen Januar 2014 und Januar 2015 statt rund 40 nur noch 30 Cent pro Kilogramm Milch. Im Sommer 2015 sank er weiter und liegt aktuell immer noch unter 30 Cent.

Ein Ende des Preistiefs ist nicht in Sicht, Betriebe jeder Größe kämpfen um ihre Existenz. Landwirtschaftliche Unternehmer müssen sich Gedanken machen, wie sie zukunftsfähig bleiben. Je nachdem, wie der Betrieb aktuell ausgerichtet ist und welche Unternehmerpersönlichkeit samt Familie oder Angestellten dahinter steht, gibt es verschiedene Wege, mit der Krise und mit möglicherwiese dauerhaft niedrigen Erzeugerpreisen umzugehen.

Unterschiedliche Wege der Vermarktung von Milch hat die DVS den Teilnehmern des Transferbesuchs vorgestellt. Die unternehmerischen Konzepte der Exkursionsziele bleiben natürlich singuläre Lösungen, sollten aber zur gemeinsamen Diskussion über Vermarktungs- und damit auch Lösungswege in der Milchwirtschaft anregen.

Bilder von den Exkursionszielen

Exkursionsziele

Ehepaar Steffens in ihrer Eisstube

Bauernhof-Eis Steffens

Der Hof von Familie Steffens wird heute in dritter Generation geführt. Der Milchviehbetrieb bewirtschaftet 47 ha Eigenland und baut Gerste, Weizen, Raps, Mais und Gras für die Milchviehfütterung an. Mit der Herstellung von Bauernhofeis hat die Familie 2011 einen zusätzlichen Betriebszweig eingeführt. Eis und Frischmilch werden in der eigenen Eisstube und dem Hofladen vermarktet sowie über den Einzelhandel, andere Hofläden, Cafés und Restaurants.

Bauernhof-Eis Steffens


Annette Tenthoff (links) von der Betriebsgemeinschaft Kattendorfer Hof

Kattendorfer Hof

Seit 1995 ist der Hof eine Betriebsgemeinschaft nach Demeter-Richtlinien. Heute bewirtschaften mehr als 50 Menschen 240 ha, mit Kühen, Schweinen und Ziegen. In der Hofkäserei wird die Milch zu Käse, Quark, Joghurt und Butter verarbeitet. Der Hof arbeitet als Solidarische Landwirtschaft. Mit FoodCoops (Abholstellen für Mitglieder) und dem freien Verkauf der Produkte im Hofladen wird die gemeinschaftliche Bewirtschaftung des Hofes ermöglicht.

Die Hofkäserei besteht seit 1998, es werden pro Jahr 220.000 Liter Kuhmilch und 7000 Liter Ziegenmilch zu insgesamt 40 verschiedenen Produkten verarbeitet.

Kattendorfer Hof


Ehepaar Peper vor dem Melkhus

Melkhus Ardestorf

Der Milchviehbetrieb mit Hofladen der Familie Peper in Ardestorf bewirtschaftet in der vierten Generation 100 Hektar Land und hält 90 Milchkühe. Sämtliche Futtermittel wie Getreide oder Mais stammen aus dem Eigenanbau. Seit April 2012 bietet der Betrieb über sein Melkhus neben einer Auswahl an regionalen, immer frisch zubereiteten Spezialitäten aus Milch, wie Buttermilch, Quark, Käse und Joghurt, auch Milchspeisen und Obstkuchen für Radfahrer, Wanderer und sonstige Gäste an. Interessierte haben die Möglichkeit, den landwirtschaftlichen Betrieb zu besichtigen und beim Melken zuzuschauen.

Melkhus Ardestorf


Torben Köster, Mitarbeiter der Molkerei Hasenfleet

Molkerei Hasenfleet

Die genossenschaftliche Molkerei Hasenfleet verarbeitet seit 1919 in Handarbeit die Milch von mehr als 50 Landwirten aus der Ostemarsch zwischen Stade und Cuxhaven. Die Produkte werden im regionalen Einzelhandel, auf Wochenmärkten und in Hofläden verkauft.

Neben einer Reihe von landwirtschaftlichen Betrieben ist die Molkerei Hasenfleet in die Niedersächsische Milchstraße integriert. Die Niedersächsische Milchstraße ist ein Tourismuskonzept, das Einblicke in die Milcherzeugung, -verarbeitung und -vermarktung mit Radtourismus verbindet.

Molkerei Hasenfleet


alle Bilder: DVS

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