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Den Sprung aus der Region wagen!

Bundesweites LEADER-Treffen am 8. und 9. November 2016 in Blaubeuren

Das diesjährige Schwerpunktthema hieß"Kooperation". Auch LEADER-Gruppen aus Österreich, Luxemburg und Spanien haben an der Veranstaltung teilgenommen.

Vorträge zum Download

Bilder von den Exkursionen

Transnational und gebietsübergreifend kooperieren

In LEADER über die eigene Grenze hinaus zu kooperieren, ist eine Herausforderung. Langfristig wirkt es sich aber sehr positiv auf die Region und die Akteure aus. Viele LAGs in Deutschland müssen sogar einen Teil Ihres Budgets für Kooperationsprojekte einsetzen. In Hessen sind es beispielsweise 10 Prozent des Gesamtbudgets, in Bayern sind es 0,4 Millionen Euro. In Sachsen-Anhalt stehen den Regionen zusätzlich zu ihrem Grundbudget unbegrenzt Mittel zur Kooperation zur Verfügung.

Am Anfang bedeutet Kooperation viel Engagement und Einsatz, eine umfassende Administration und Kommunikation – alles in allem gilt es also, viel Zeit zu investieren, die bei Managements von LEADER-Regionen häufig knapp ist. Aber: Gerade weil Kooperationsprojekte länger brauchen bis sie antrags- und umsetzungsfähig sind, kann nicht früh genug an sie gedacht werden.

Anschauliche Beispiele

Mehr als 200 LEADER-Akteure aus Deutschland, Österreich, Luxemburg und Spanien konnten deshalb am ersten Tag des diesjährigen bundesweiten LEADER-Treffens konkrete Anregungen für Kooperationsprojekte sammeln: anhand von Beispielsprojekten zu ausgewählten Themen der Regionalentwicklung wie touristische Routen, Mobilität und historisches, kulturelles und natürliches Erbe. Neben dem Kennenlernen ging es darum, eigene Kooperationsideen zu entwickeln sowie potenzielle Partner zu treffen. Daneben gab es Exkursionen in die Regionen der LAG Brenzregion, Schwäbisches Donautal und Oberschwaben.

Mit einem Überblick über Kooperationsprojekte der letzten Förderphase startete der zweite Tag: Die meisten drehten sich um das Thema Tourismus; und es war sehr beliebt, mit einer benachbarten Region zu kooperieren – sowohl innerhalb Deutschlands als auch darüber hinaus. Etwas absurd mutet es dabei an, dass Kooperationen zwischen Bundesländern oftmals komplizierter sind als eine Zusammenarbeit von Regionen aus unterschiedlichen EU-Mitgliedsstaaten. So hat die LAG Moselfranken aus Rheinland-Pfalz kein gemeinsames Entwicklungskonzept mit einer anderen deutschen Region, sondern mit der LAG Miselerland aus Luxemburg erstellt. Daraus gehen inzwischen diverse transnationale Kooperationen hervor.

Verschiedene Vorgaben

In Deutschland gibt es 13 verschiedene Kooperationsvorgaben. Diese sowie die aus Österreich und Luxemburg wurden vorgestellt – und welche Rolle der Europäischen Vernetzungsstelle (ENRD Contact Point) bei Kooperationen spielt. Ein Fazit: Regionen sollten sich gleich am Anfang mit den Vorgaben in ihrem eigenen, als auch mit denen im Partnerland vertraut machen. Sonst kann es leicht passieren, dass eine Anbahnungsreise durchgeführt wird, deren Kosten die LAG nicht – oder nur zu einem kleinen Teil – erstattet bekommt. Das ist für viele LAG-Kassen eine Herausforderung. Nur in Sachsen-Anhalt müssen sich die Akteure darüber keine Gedanken machen: Dort stehen in einem landesweiten Topf jeder LAG 3 500 Euro für eine Projektanbahnung innerhalb Deutschlands und 8 000 Euro innerhalb Europas zur Verfügung.

Suchen und finden

Zum Finale präsentierten sich auf der Kooperationsbörse Projekte, die noch auf der Suche nach möglichen Partnern sind. So sucht beispielsweise die LAG "Rund um den Fläming Skate" gezielt Partnerregionen zum Thema Leerstand und Leerstandmanagement. Auch der Jakobusweg, der bereits seit mehreren Förderphasen als LEADER-Kooperationsprojekt mit Regionen aus ganz Europa umgesetzt wird, bleibt ein aktuelles Thema für grenzübergreifende Zusammenarbeit.

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