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Fachkräfte für die Region!

Foto: Regionalmanagement Erzgebirge

Transferbesuch am 6. und 7. Dezember 2016 im Erzgebirge/Chemnitz

Durchgeführt in Kooperation mit der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH

Vorträge zum Download

Unternehmen – insbesondere im ländlichen Raum – stehen bei der Suche nach qualifizierten Mitarbeitern zunehmend vor Herausforderungen. Rund 30 Teilnehmer, vornehmlich Regionalmanager und Mitglieder Lokaler Aktionsgruppen, trafen sich Anfang Dezember 2016 im Erzgebirge, um Möglichkeiten kennenzulernen, wie sich mit dem Thema Fachkräftesicherung umgehen lässt.

Vier Unternehmen - vier Ansätze

Die Fachexkursionen im ländlich geprägten Erzgebirge führten zu vier kleinen und mittelständischen Unternehmen, die bereits eigene Strategien für die Fachkräftegewinnung entwickelt haben.

Die erste Station war das Unternehmen Norafin in Mildenau, das technische Textilien herstellt und bereits Erfahrungen in der Beschäftigung von ausländischen Fachkräften gesammelt hat. Marc Jolly, selbst vor einigen Jahren aus dem französischen Elsass ins Erzgebirge gezogen, erklärte, dass es dem Unternehmen vor allem um die Motivation der Mitarbeiter gehe und um einen respektvollen sowie vertrauten Umgang miteinander.

Anschließend führte die Fachexkursion zu Normteile Lindner in Ehrenfriedersdorf, wo präzise hergestellte Metallteile hergestellt werden. Das Unternehmen beschäftigt vergleichsweise viele körperlich beeinträchtigte Mitarbeiter. Man legt viel Wert auf deren Integration und eigens angeschaffte Spezialgeräte sorgen dafür, dass die Beeinträchtigungen technisch ausgeglichen werden können.

Das dritte besuchte Unternehmen kümmert sich vor allem um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf: die micas AG, ein Unternehmen, das Sensortechnik für die Steuerung von Licht- und Sanitäranlagen produziert, setzt auf flexible Arbeitszeiten und Kinderbetreuung im betriebseigenen Kindergarten und Hort.

Zuletzt wurde Pulsotronic angesteuert, ein Unternehmen der SKS holding. Pulsotronic stellt Verpackungsmaschinen und Sensortechnik für die Qualitätssicherung von verpackten Lebensmitteln her. Die SKS holding ist ein schnell gewachsener Unternehmensverbund in Niederdorf, wo versucht  wird, neue Mitarbeiter über Ausbildung, Praktika und attraktive Angebote für die Belegschaft zu binden.

Fachkräftesicherung auf regionaler Ebene

Die Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH bietet den Unternehmen in der Region zahlreiche Möglichkeiten, um neue Fachkräfte zu gewinnen und betreibt unter der Dachmarke Erzgebirge ein umfassendes Regionalmarketing - sowohl zum Wirtschaftsstandort als auch zur Region als attraktivem Lebensraum. Wie sich in den besuchten Unternehmen zeigte, werden diese Angebote sehr gut angenommen und wertgeschätzt. Peggy Kreller, Regionalmanagerin der Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH, stellte die Aktivitäten zur Fachkräftesicherung vor: angefangen bei einem Fachkräfteportal mit den Stellenangeboten der Region, über zahlreiche Aktionen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Regionalmarketing bis hin zu Events und Messen. Dazu gehören der Pendleraktionstag, eine Woche der offenen Unternehmen oder Hochschulkontakt- und Ausbildungsmessen. Auch koordiniert die Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH die Vernetzung der Akteure durch eine Fachkräfteallianz, in der sich beispielsweise auch die LEADER-Regionen im Erzgebirge thematisch vernetzen.

 

Ergänzend stellte Stefan Hinterleitner von der Coburg Stadt und Land aktiv GmbH die Aktivitäten seiner Region vor. Im Rahmen eines regionalen Partnernetzwerks werden in der Region zahlreiche Projekte umgesetzt. Ein Ergebnis dieser Netzwerkarbeit ist die Bündelung aller Initiativen aus der Region Coburg für das Personalmanagement in Unternehmen. Diese Initiativen wurden in einem Booklet und einer Onlinedatenbank medial aufgearbeitet. Bei einem Karriere-Wochenende bekommen außerdem potentielle Neubürger die Möglichkeit, Unternehmen der Region kennenzulernen. Der Schwerpunkt weiterer Maßnahmen liegt vor allem im Regionalmarketing und der Etablierung einer Willkommenskultur.

 

Ein kleiner Workshop rundete den Transferbesuch ab. In kurzen Inputs wurden Projekte aus dem Bereich Fachkräftesicherung vorgestellt, die LEADER fördert oder unterstützt. Daran schloss sich eine Diskussion über Möglichkeiten der Fachkräftesicherung im LEADER-Kontext an. Schnell wurde deutlich, dass es vor allem die flankierenden Maßnahmen sind, mit denen man Unternehmen in der Region unterstützen kann: angefangen beim Standortmarketing, der Vernetzung der Unternehmen und der im Bereich Fachkräftesicherung aktiven Institutionen. Von einem Teilnehmer wurde vorgeschlagen, das Augenmerk auf themenbezogene Netzwerke zu legen. Ein anderer Teilnehmer wies darauf hin, dass durch LEADER keine Doppelstrukturen geschaffen werden sollten, die in Konkurrenz zu anderen Einrichtungen stehen. Die Diskussionen wurden beim anschließenden Abendessen im weihnachtlichen Annaberg-Buchholz fortgeführt und vertieft.

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