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Neue Wege der Vermarktung in strukturschwachen Regionen

Transferbesuch am 8. und 9. Juli 2015 in Cottbus

Dokumentation der Veranstaltung

Bekanntes neu verpackt: Die Teilnehmer eines Transferbesuchs am 8. und 9. Juli 2015 in Cottbus und Burg diskutierten Ideen für die Regionalvermarktung.

"Das ist unser Verkaufsschlager", sagte Markus Jaunich und deutete stolz auf eine schwarze Dose, auf der eine quietschgrüne Gurke prangt. Was optisch anmutet wie ein Energy-Drink, ist die altbekannte Spreewaldgurke. Ein Gag, der in der Dose daherkommt und den Spreewald wie kein anderes Produkt versinnbildlicht.

Rund 40 Teilnehmer des Transferbesuchs, den die DVS in Kooperation mit dem Landschaftspflegeverband Spree-Neiße e. V. durchführte, betrachteten den Renner des Online-Shops "Spreewaldpräsente" teils skeptisch, teils bewundernd. Im Lagerverkauf des Onlinehändlers konnten sie sich darüber hinaus rund 1 000 Produkte ansehen, während Geschäftsführer Markus Jaunich das Konzept des 2007 gegründeten Unternehmens erläuterte.

Am Anfang stand der Unternehmergeist von drei Studenten mit ein paar hundert Euro Startkapital. Heute hat Spreewaldpräsente fünf feste Mitarbeiter sowie vor Weihnachten 15 bis 20 weitere. Vermarktet wird über den eigenen Shop, sowie über Amazon und Ebay, und nach ganz Europa geliefert. Der zweite mittlerweile gegründete Onlineshop, die Gourmeo24 GmbH, vertreibt auch Regionalprodukte aus anderen Teilen Deutschlands. Rund 70 Prozent der Kunden von Spreewaldpräsente sind Großkunden, zehn bis 20 Prozent sind Wiederkäufer, darunter auch einige Großkunden.

Handverlesen und selbst gekocht

Die Marmeladenmanufaktur "Rosenrot und Feengrün" war ein weiteres Ziel der Exkursion. Der Begriff "Manufaktur" ist hier wörtlich zu nehmen, denn Andrea Veltjens kocht, unterstützt von ihrer Mutter und ihrem Sohn, handverlesene Früchte in Haushaltsportionen von wenigen Kilogramm. Das Obst kommt überwiegend aus der Region, aus ihrem eigenen Garten und von Nachbarn. "Ich will ein reines Produkt", erklärte Andrea Veltjens den Besuchern, "deshalb kommen für mich auch keine Fruchtmischungen in Frage." Auf Märkten, wo sie ihre Ware verkauft, raten ihr viele Kunden zu besonders raffinierten Mischungen, aber davon will sie nichts hören. Sie setzt den Früchten allenfalls Kräuterextrakte, ebenfalls aus ihrem Garten, zu, ebenso Zitronensaft, der mit einer halbautomatischen Presse gewonnen wird. "Ich will mein eigenes Ding machen, nicht nur, was den Geschmack anbelangt. Deshalb vermarkte ich auch eigenständig und nicht unter einer Dachmarke für Regionalprodukte aus dem Spreewald."

Der Erfolgt gibt ihr Recht: Sie verkauft ihre Marmelade nicht nur in fünf REWE-Märkten der Region, sondern auch im eigenen Laden in Berlin, auf Wochenmärkten in der Hauptstadt sowie in Dresden. Auch das Berliner Hotel Adlon kredenzt seinen Gästen Marmeladen von Rosenrot und Feengrün. Zusätzliche Arbeitskräfte zu gewinnen, wäre schwierig, da sie, je nach Reifezeitpunkt der Zutaten,  abrufbereit sein müssten – auch am Wochenende. Doch so richtig traurig scheint Andrea Veltjens darüber nicht zu sein, auch wenn ihre Arbeitstage 14 bis 16 Stunden dauern können – denn mehr zu produzieren, würde ihren Anspruch, Handarbeit nach Hausfrauenart zu leisten, in Frage stellen.

Theorieteil ergänzte die Exkursion

Ein anderer Teil der Exkursionsgruppe besuchte währenddessen einen Arznei- und Gewürzpflanzengarten zur Umweltbildung, ebenfalls in Burg. Ergänzt wurde der Transferbesuch um einen kleinen Tagungsteil, bei dem Kai Rückewold von proagro, einem Verband zur Förderung des ländlichen Raums in der Region Brandenburg über "Regionalprodukte zur Sicherung der Arbeit im ländlichen Raum und den Erhalt der Kulturlandschaft" referierte. Birgit Jacquemin von der Landwirtschaftskammer NRW sprach über Onlineshops in der Landwirtschaft, Pieter Wolters, Geschäftsführer von Q-Region, berichtete von seinen Aktivitäten in der Regionalvermarktung und Olaf Schöpe vom Waldhotel Cottbus und Vorsitzender der DEHOGA Brandenburg spannte den Bogen der gesamten Wertschöpfungskette vom Bauern bis zum Koch und Hotelier.

Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit dem Landschaftspflegeverband Spree-Neiße e. V. durchgeführt.

Besuch des Arznei- und Gewürzpflanzengartens in Burg; Bild: DVS

Sortiment der Marmeladenmanufaktur Rosenrot und Feengrün; Bild: DVS

im Lager des Onlinehandels Spreewaldpräsente; Bild: DVS

Geschenkkorb mit spreewälder Spezialitäten; Bild: DVS

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