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(Wieder) wohnen und einkaufen im Ortskern – gute Ideen für Gemeinde und Region

Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf dem Zukunftsforum 2014

22. Januar 2014 in Berlin

Zukunftsforum Ländliche Entwicklung

Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband der gemeinnützigen Landgesellschaften, dem Deutschem Städte- und Gemeindebund und dem Deutschem Landkreistag

Will man die (inner-)örtliche Entwicklung zusammen mit Bürgerinnen und Bürgern betreiben, braucht es einerseits gemeinsame Ziele, Verlässlichkeit und langfristige Perspektiven. Andererseits sind aber auch schnelle und sichtbare Projekterfolge wichtig. Darüber waren sich die Referenten der Veranstaltung einig, zu der etwa 200 Interessierte gekommen waren.


Drei Referentinnen und zwei Referenten aus verschiedenen Teilen Deutschlands stellten Beispiele der innerörtlichen Entwicklung vor. An der von Markus Löwer von der Niedersächsischen Landgesellschaft moderierten Veranstaltung beteiligten sich zudem zwei weitere Akteure an der Diskussion auf dem Podium.

Einführung und Anmoderation zum Hören als MP3-Datei (8 Minuten, 7 MB)

Nieste, ein Dorf gestaltet Zukunft!

Der Bürgermeister von Nieste, Edgar Paul, in der Diskussion

Für Edgar Paul, den Bürgermeister von Nieste, hat die neu gestaltete Mitte des Dorfes große Bedeutung für die erfolgreiche Entwicklung der gesamten Gemeinde in Nordhessen. Er beschrieb, wie bei der Gestaltung der Mitte zunächst die Gemeinde aktiv wurde, wie es aber auch gelang, private Investoren zu gewinnen, unter anderem um zeitgemäßen Wohnraum in der Mitte des Ortes zu schaffen. Bei allen Aktivitäten der Umgestaltung sei es besonders wichtig, stets mit Bürgerinnen und Bürgern im Gespräch zu bleiben und sie in die Planungen einzubeziehen.


Mehr Informationen zu Nieste:

Vier Dörfer unter einem Dach

Sandra Lehnigk, Niedersächsische Landgesellschaft

Sandra Lehnigk von der Niedersächsischen Landgesellschaft berichtete über das Projekt DÖRFER­­­gemein­­schaftshaus in der Stadt Bleckede in Niedersachsen. Die vier Elbmarsch­dörfer von Bleckede haben sich zusammengetan, um im Rahmen einer Verbund­­dorferneuerung einen gemeinsamen Mittelpunkt für die Vereinsarbeit und das dörfliche Gemeinschaftsleben zu errichten. Damit dies gelingt, werden Kooperation und Kommunikation zwischen Bürgern und Gemeinde großgeschrieben.


Markus Löwer, Niedersächsische Landgesellschaft, im Gespräch mit Jens Böther, dem Bürgermeister der Stadt Bleckede

„Gemeinschaft braucht einen Ort“, sagte Jens Böther in der Diskussion, deshalb sei das Dörfergemeinschaftshaus so wichtig. Der Bürgermeister von Bleckede ist auch überzeugt, dass das Projekt ohne das Engagement des Dörfervereins nicht auf so große Akzeptanz bei der Bevölkerung und in der Politik gestoßen wäre.

Das DÖRFER­­­gemein­­schaftshaus wird im Sommer 2014 eingeweiht, wurde aber bereits 2013 im bundesweiten Wettbewerb „Menschen und Erfolge“ ausgezeichnet.


Achtzehn Dörfer – eine Mitte

Jörg Gleitze, stellvertretender Bürgermeister von Zernien

Wie die Ortsteile von Zernien im Landkreis Lüchow-Dannenberg eine gemeinsame Mitte planen und umsetzen, wurde ebenfalls von Sandra Lehnigk vorgestellt.

Die Bürger von Zernien tragen einen wesentlichen Teil dazu bei, das Vorhaben gemeinsam umzusetzen. Besonders hervorzuheben seien auch die positiven Wechselwirkungen, die die gemeinsamen Aktionen auf die Dorfgemeinschaft(en) haben. An der Planung und Umsaetzung sind viele Bürgerinnen und Bürger, darunter auch Jugendliche, beteiligt.

An der Diskussion auf dem Podium nahm auch der stellvertretende Bürgermeister von Zernien, Jörg Gleitze teil. Er betonte, dass die gemeinsame Mitte einen Kristallisationspunkt darstellt, denn die Dörfer könnten langfristig nur mit einem lebendigen Zentrum überleben.


Mehr Informationen zu Bleckede und Zernien:

Bilder für die Zukunft: Ebersbach-Neugersdorf

Verena Hergenröder, Bürgermeisterin von Ebersbach-Neugersdorf (Sachsen) und Franziska Schubert, Bündnis Zukunft Oberlausitz

Die Bürgermeisterin von Ebersbach-Neugersdorf in Sachsen, Verena Hergenröder, stellte dar wie die Doppelstadt in der Oberlausitz in den vergangenen Jahren mit den Strukturbrüchen der Nachwendezeit umgegangen ist – die Stadt hat in den letzten zwanzig Jahren über ein Drittel der Einwohner verloren. Neben der ständigen Bereitschaft mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen und dabei auch neue Formen des Dialogs auszuprobieren, sei es bei konkreten Projekten wichtig, sich auf Quartiere zu konzentrieren und die Bedürfnisse der dortigen Bewohner besonders zu berücksichtigen. Franziska Schubert vom Bündnis Zukunft Oberlausitz unterstrich die Bedeutung von Bildern im Zusammenhang mit Wandlungsprozessen. Bilder, beispielsweise von leer stehenden Industriegebäuden, die in den letzten zwei Jahrzehnten durch den Zusammenbruch der Industrie geprägt sind, gelte es umzudeuten. Beispielsweise sei nicht nur die historische Bedeutung der Bauten aus der Blütezeit der Industrialisierung wichtig. Der darin kondensierte Gründergeist könne darüber hinaus auch wieder in die Zukunft weisen, wenn diese Bilder mit neuen Inhalten verbunden würden.


Mehr Informationen zu Ebersbach-Neugersdorf:

Zurück in die Mitte: Illingen ist auf dem Weg

Dr. Armin König, Bürgermeister von Illingen (Saarland)

Dr. Armin König, der Bürgermeister von Illingen im Saarland, gab Beispiele dafür, wie es gelingt, Bürgerinnen und Bürger zu motivieren, sich für die Gestaltung der eigenen Innenstadt zu engagieren. Nachdem schon seit Jahren offensive Demografiepolitik in Illingen betrieben wird, wird jetzt über die Aktivierung nicht oder nur wenig genutzter innerstädtischer Flächen gesprochen.

Nicht immer ganz konfliktfrei, doch mit großem Engagement, spricht eine ganze Stadt über die eigene Mitte, die eigene Identität. Es gelte, so König, abzuwägen zwischen dem Bewahren einerseits und neuen Ideen, die Stadt weiterzuentwickeln, andererseits.


Mehr Informationen zu Illingen:

Die gesamte Veranstaltung zum Hören als MP3-Datei (110 Minuten, 89 MB)

Veranstaltungen mit DVS-Beteiligung auf dem Zukunftsforum

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