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Ländlicher Raum als Labor. Bürger und Kommunen gestalten Zukunft

23. Januar 2013 in Berlin

Begleitveranstaltung des Zukunftsforums Ländliche Entwicklung, in Kooperation mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund, dem Deutschen Landkreistag und dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung

Teilnehmerinnen und Teilnehmer der gemeinsamen Veranstaltung 2013

Ländliche Räume sind Orte der Innovation, wenn es darum geht, dezentral und bedarfsgerecht auf Herausforderungen wie den demografischen Wandel zu antworten. Ein Schlüssel für eine positive Entwicklung von ländlichen Kommunen ist die Beteiligung der Menschen vor Ort. Ob es um familienfreundliche Lebens-, Arbeits- oder Einkaufsmöglichkeiten, die zukünftige Energieversorgung oder Mobilität geht: Kommunen, Bürgerschaft und alle weiteren Akteure müssen an einem Strang ziehen.

Die Veranstaltung präsentierte Projekte, in denen Bürgerinnen und Bürger mit ihren Kommunen neue Formen der Zusammenarbeit praktizieren.


Doreen Raschemann, Förderverein des Neue-Energien-Forum-Feldheim e.V. und Michael Knape, Bürgermeister Treuenbrietzen

Mehr als 100 Prozent! Wie Feldheim in Brandenburg die Energiewende gestaltet

"Für lokale Projekte gibt es keine Blaupause", ist Michael Knape, Bürgermeister von Treuenbrietzen in Brandenburg überzeugt. "Sie müssen mit den Menschen vor Ort entwickelt und betrieben werden." Zusammen mit Doreen Raschemann, Vorsitzende des Fördervereins des Neue-Energien-Forum-Feldheim e.V., stellte Knape die dezentrale Energieversorgung Feldheims vor. Der Ortsteil von Treuenbrietzen mit seinen 140 Einwohnern habe, so Knape, die Energiewende bereits hinter sich, da er sich nicht nur mit Strom, sondern auch mit Wärme selbst versorgen kann.

Die Bürger sind jetzt an der gemeinsamen Energieversorgung beteiligt und bekommen als Gegenleistung Nahwärme und Strom deutlich günstiger als marktüblich. Und – ihnen gehört das Stromnetz im Ort, das gemeinsam mit dem Nahwärmenetz gebaut wurde.

Selbstbewusst sind die Feldheimer von ihrem Erfolg überzeugt und planen jetzt dem steten Besucherstrom einen Fokus zu geben, indem sie ein altes Gebäude zum Besucherzentrum ausbauen. Dort wird es Ausstellung und Führungen geben, denn man möchte auch die eigenen Erfahrungen an andere weitergeben.


Weitere Informationen zu Feldheim:

Stephan Wiese, eE4mobile e.G.

Aus erneuerbaren Energien wird Mobilität. Grünstrom macht Nordfriesen beweglich

„Wir wollen nicht Energie verkaufen, sondern uns ums Thema erneuerbare Energien kümmern“, sagt Projektmanager Stephan Wiese. eE4mobile will Modelle für die sinnvolle Verwendung des reichlich vorhandenen grünen Stroms entwickeln – der Kreis Nordfriesland erzeugt 228 Prozent seines eigenen Strombedarfs – und damit das Potenzial der Erneuerbaren für eine klimaschonende Mobilität nutzen. Die Genossenschaft arbeitet am Aufbau einer flächendeckenden Infrastruktur von Stromtankstellen. Die Genossenschaft will aber vor allem bei der Bevölkerung für das Thema E-Mobilität werden, denn „die größten Bewegungen fangen von unten an“, so Stephan Wiese. Letztlich ist er überzeugt, dass sich genügend Pioniere finden.


Weitere Informationen zu Nordfriesland:

Heinfried Horsel, Bürgermeister Battenberg (Eder)

Battenberg bewegt! Wie die Stadt im Ederbergland Bürgerinnen und Bürger beteiligt

Die Stadt Battenberg (Eder) in Hessen hat sich mit Unterstützung des Landes Hessen auf den Weg gemacht, Bürgerinnen und Bürger breit im Modellprojekt „Zukunftssicherung Battenberg“ zu beteiligen, um Projektideen zu entwickeln. Denn eine bedarfsorientierte und zukunftsträchtige Entwicklung, sei nur mit bürgerschaftlichem Engagement möglich, ist Heinfried Horsel überzeugt, der Bürgermeister Battenbergs. Denn nur so würde man in einer Zeit knapper Mittel die richtigen Investitionsentscheidungen treffen.

Rund 50 Bürger haben über den gesamten Projektzeitraum von sechs Monaten mitgearbeitet. Und es gibt Anzeichen, dass diese Aktiven weiter dran bleiben. Aber damit die Mitarbeit dauerhaft bleibt, müssen laut Horsel mehrere Bedingungen erfüllt sein: Es muss umfassend und glaubwürdig informiert werden. Der Prozess muss in der Öffentlichkeit prominent unterstützt werden und die Akzeptanz bei den Bürgern muss auch durch die Zustimmung der städtischen Gremien gestärkt werden. Außerdem bedarf es einer professionellen Moderation.

Es gilt, Anlässe zu schaffen, damit Menschen, ohne gleich in die Politik einzusteigen, teilnehmen können. In Battenberg bestätigt sich, dass viele dabei sind, die in den klassischen Vereinsstrukturen und in den politischen Gremien nicht engagiert sind.

Ganz wichtig ist, den Bürgern von Anfang an glaubhaft und ernsthaft zu vermitteln, dass ihre Meinung zählt und ihre Arbeit sichtbare, positive Folgen haben wird, denn sonst verflüchtigt sich die Motivation. „Ein sehr wertvolles Gut“, gerade im ehrenamtlichen Engagement, so Heinfried Horsel.

Inhaltlich legten die Battenberger Bürgerinnen und Bürger fest, welche Themenfelder konkret bearbeitet werden sollten, sie sind die Experten für die Zukunftsentwicklung ihrer Stadt. Die Ergebnisse die Ergebnisse der Projektarbeitsgruppen werden im März 2013 dem Rat vorgestellt. Einige der Projekte haben gute Realisierungschancen. Für den Bürgermeister ist es jetzt ein Anliegen, dafür zu sorgen, dass Geld für die Projekt bereitgestellt oder akquiriert wird. Nur dann hätte das das „neue Wir-Gefühl in Battenberg“ eine Zukunft ist Heinfried Horsel überzeugt.


Weitere Informationen zu Battenberg:

Die drei Beispiele zeigen, dass zwischen engagierten Bürgern, Verwaltung und Politik ein stetiger Austausch stattfinden muss. Wenn dies gelingt, ist es möglich, zukunftsweisende "Produkte" aus dem Labor in die Praxis zu bringen.

Moderation: Timm Fuchs, Beigeordneter beim Deutschen Städte- und Gemeindebund

Informationen zum Zukunftsforum unter: www.zukunftsforum-laendliche-entwicklung.de

Bürgerinnen und Bürger retten ihr Hallenbad: Nörten-Hardenberg schwimmt jetzt genossenschaftlich

Frank Priebe, Vorstandsvorsitzender der Hallenbad Nörten-Hardenberg eG, erläutert, wie die Einwohner der südniedersächsischen Stadt eine Genossenschaft gründeten und ihr Hallenbad selbst betreiben (dieser Vortrag liegt nur in der schriftlichen Fassung vor, da das Referat am 23. Januar krankheitsbedingt kurzfristig ausgefallen ist).

Vortrag

Wenn Sie Interesse an den Folienvorträgen zur Veranstaltung haben, schreiben Sie uns bitte eine E-Mail an dvs@ble.de.

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