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Wasserrahmenrichtlinie und Landwirtschaft in Deutschland und Österreich

Tagung in Salzburg, 30. September und 1. Oktober 2013

Kooperation mit dem Netzwerk Land Österreich

Dokumentation

Die Vorträge, Impulsreferate und die Ergebnisse der Arbeitsgruppen finden Sie auf den Seiten des Netzwerks Land Österreich.

Das Programm für Ländliche Entwicklung kann durch Ausgestaltung der darin verankerten Maßnahmen beträchtlich zum Schutz von Natur- und Umweltressourcen beitragen. Im Bereich Wasser und Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) spielt die Ländliche Entwicklung insbesondere im Bereich der ökologischen Gestaltung von Gewässern und beim landwirtschaftlichen Flächenmanagement mit Blick auf Oberflächen- und Grundwasserschonung eine Rolle.

Die nationalen Netzwerke aus Deutschland und Österreich adressierten das Thema Wasser bereits in nationalen Veranstaltungen – in Deutschland wurden zum Thema in zwei Exkursionen Lösungen für das Wassermanagement mit der Landwirtschaft und zur Gewässerentwicklung veranstaltet, in Österreich fanden zwei Seminare mit Exkursion zum Schutz von Oberflächengewässern statt.

In der vorliegenden Veranstaltung diskutierten Vertreter von Landwirtschaft, Wasserwirtschaft und Naturschutz, von Behörden und Verbänden mit Landwirten und Programmverantwortlichen die Herausforderungen der Wasserrahmenrichtlinie für die Landwirtschaft.

Die im Jahr 2000 in Kraft getretene EU-Wasserrahmenrichtlinie forderte bis 2009 eine intensive Bestandsaufnahme und die Ableitung von Maßnahmenplänen, um bis 2015, spätestens aber bis 2027 in Oberflächengewässern und Grundwässern einen mengenmäßig, ökologisch, chemisch sowie gewässermorphologisch guten Zustand zu erreichen.

Viele Maßnahmen betreffen auch die Landwirtschaft. Landwirtschaftliche Betriebe müssen zum Beispiel häufig Flächen für die Gewässerentwicklung bereitstellen oder Gewässerrandstreifen stilllegen. Konfliktträchtiger für die Landwirtschaft ist aber die Verringerung der diffusen Einträge von Nährstoffen, Pflanzenschutzmitteln und Boden in Oberflächengewässer und das Grundwasser. Dabei sind die Problemlagen sehr unterschiedlich. In intensiven Ackerbauregionen oder auf leichten Böden besteht insbesondere nach der Ernte die Gefahr von Nährstoffausträgen infolge hoher Nähstoffbilanzüberschüsse. In Regionen mit starkem Erosionspotenzial müssen Gewässerverschlammungen und Phosphateinträge durch Bodenabschwemmungen vermieden und in viehreichen Regionen wiederum wasserschutzgerechte Verwertungen für die nährstoffreiche Gülle gefunden werden.

Hoffnungen werden insbesondere in unterschiedliche Modelle der zielgerichteten Beratung und in die Umsetzung freiwilliger Agrarumwelt- oder Wasserschutzmaßnahmen gesetzt, die in Vorträgen und Arbeitsgruppen vorgestellt wurden.

Unumstritten ist, dass in vielen ohnehin intensiv landwirtschaftlich genutzten Regionen eine zusätzliche Intensivierung stattgefunden hat, die häufig an der Ausweitung des Maisanbaus und am Rückgang des Dauergrünlands abzulesen ist. Dies hat auch dazu geführt, dass viele klassische Extensivierungsmaßnahmen des Wasserschutzes weniger nachgefragt werden.

Die Podiumsdiskussion spitzte sich dahingehend zu, ob in Problemregionen nicht stärkere Kontrollen und mehr ordnungsrechtliche Regelungen erforderlich sind. Über diese traditionell zwischen Landwirtschaft und Wasserschützern kontroverse Frage wurde auch auf der abschließenden Exkursion an die Salzach noch viel diskutiert.

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