Projekte der ländlichen Entwicklung

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Alleskönner Moor - Klimaschützer und Arche Noah der Biodiversität

Auf dem Foto ist ein Moorfrosch zu sehen, der aus dem Wasser schaut.

Moorfrosch. Foto: Tilo Geisel.

Stand:

25.03.2019

Kontakt:

BUND Landesgeschäftsstelle
Mauerstraße 1
14469 Potsdam
Telefon: 0331-703997 01
E-Mail: bund.brandenburg@bund.net

ELER-Förderung:

ja

Finanzierung:

  • ELER
  • Land Brandenburg - Richtlinie C "Vorhaben zur Förderung des Umweltbewusstseins"

Laufzeit:

1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2019

Themen:

  • Bildung, Beratung und Information
    • Umweltbildung
  • Naturschutz
    • Artenschutz
    • Biotopschutz

Förderperiode:

  • ELER 2014 - 2022

Beschreibung

Zusammenfassung:

Das aus ELER- und Landesmitteln geförderte Projekt "Alleskönner Moor: Klimaschützer und Arche Noah der Biodiversität" umfasst insgesamt 54 Bildungsveranstaltungen. In dem dreijährigen Projekt wird den Menschen auf unterschiedliche Weise der Lebensraum Moor in Berlin und Brandenburg nahegebracht und auf die regionale und globale Bedeutung der Moore hingewiesen.

Im Rahmen dieses Projekts werden unter anderem Moortage mit Schulklassen, Familienwochenenden und Exkursionen ermöglicht. Zusätzlich werden Infomaterialen rund um das Thema Moor entworfen, wie etwa Ausstellungen und Broschüren.

Ausgangssituation:

Weltweit sind etwa drei Prozent der Erdoberfläche mit Mooren bedeckt. In diesen Böden wird ein Drittel des gesamten Kohlenstoffs gespeichert. Aufgrund von Entwässerungen wurden viele Moore zerstört und agieren als Treibhausgasquelle. Weltweit sind fünf Prozent der Treibhausgase auf entwässerte Moore zurückzuführen.

Brandenburg gehört zu den moorreichsten Gebieten Deutschlands und trägt somit eine besondere Verantwortung für ihren Schutz. Moore dienen den Menschen als Klimaschutz, Filter für unser Trinkwasser, Hochwasserschutz und sind Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten. Gegenwärtig sind nur noch 10 Prozent der brandenburgischen Moore in einem naturnahen Zustand und lediglich zwei Prozent des Gesamtmoorbestandes bilden noch Torf.

Inhalt:

In enger Zusammenarbeit mit der BUNDjugend Brandenburg werden 54 Veranstaltungen durchgeführt. So werden unter anderem Schulprojekte, Familienwochenenden und Exkursionen ermöglicht. Darüber hinaus werden unterschiedliche Medien genutzt, um das Thema der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, wie etwa Ausstellungen, Broschüren, Newsletter, Pressemitteilungen. Dabei wird grundsätzlich viel Wert auf eine Ausarbeitung gelegt, die der Zielgruppe entspricht – darunter etwa Spiele und Sprache.

Die Veranstaltungen und Medien rund um das Thema Moor vereinen somit Aspekte des Umwelt-, Klima- und Naturschutzes und zeigen die lokale und globale Relevanz dieses Lebensraums auf.

Ziele:

Mit den Veranstaltungen und der Öffentlichkeitsarbeit soll der Moorschutz in Brandenburg gefördert werden. Die Bevölkerung soll aktiv durch Umweltbildungsmaßnahmen für die Thematik "Moor" sensibilisiert werden. Aus der lokalen Thematik heraus sollen globale Bezüge, wie etwa Erhalt der Biodiversität oder Klimawandel hergestellt werden.

Ökologische, ökonomische und soziale Ziele werden anhand des Gewässer- und Moorschutzes miteinander verbunden. Somit trägt das Projekt zur nachhaltigen Entwicklung in Brandenburg und darüber hinaus bei.

Besonderheiten:

Die Bildungsveranstaltungen sollen möglichst direkt am "Lernort Natur" stattfinden. Unsere didaktischen Grundsätze richten sich nach dem Rahmenkonzept für die Umweltbildungsarbeit in Brandenburg und den Qualitätsstandard für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Eine nachhaltige Entwicklung im Land Brandenburg schließt den Moor- und Gewässerschutz mit ein und verbindet hierbei ökologische, ökonomische und soziale Ziele. Die Zielgruppe umfasst Kinder und Jugendliche sowie Familien.

Perspektiven:

Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen sollen Moore als einzigartigen Lebensraum begreifen, um sich zukünftig für deren Schutz und die Instandhaltung einzusetzen.

Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums: Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete.

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