Projekte der ländlichen Entwicklung

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Allgäu RadRunde

Stand:

30.06.2014

Kontakt:

Allgäu GmbH
Allgäuer Straße 1
87634 Kempten (Allgäu)
Melanie Daiber
Telefon: 0831 / 57537-39
E-Mail: daiber@allgaeu.de

Kooperationsprojekt

Art der Kooperation:

  • gebietsübergreifende Kooperation
  • Projektpartner:
  • Bayern
  • Region: Kneippland® Unterallgäu
  • LAG Kneippland® Unterallgäu c/o Landratsamt Unterallgäu
  • 87719 Mindelheim

ELER-Förderung:

ja

Finanzierung:

Gesamtkosten: 461.436 EUR davon: 60 Prozent LEADER-Förderung, 40 Prozent Eigenmittel des Projektträgers

Laufzeit:

01.12.2011 bis 31.12.2013

Themen:

  • Tourismus und Freizeit
    • Tourismuskonzepte
    • Aktiv-Tourismus
    • naturgebundener Tourismus
  • Vermarktung
    • Markenentwicklung
    • Regionalmarketing

Förderperiode:

  • ELER 2007 - 2013

Beschreibung

Zusammenfassung:

Bereits vor Jahren wurde mit der Rad- und Wanderfibel Allgäu die Grundlage für eine einheitliche Beschilderung als elementare Infrastruktur für "grenzenloses Radelvergnügen im Allgäu" gelegt. Die Projektgruppe Rad hat die Grundlagen für die "Allgäu Radrunde" entwickelt. "Das Allgäu" definiert Gebiete der Projektpartner in Baden-Württemberg, in Tirol und in Bayern zusammen.

Auf Basis dieser Konzeption wird die Umsetzung mit Schaffung der Infrastruktur, der Projektbegleitung, der Aufbereitung der Informationen und Klassifizierung  als ****-Radweg durch den ADFC erfolgen. Ziel und Inhalt des hier beschriebenen Projektes "Allgäu RadRunde" ist die Profilierung der gesamten Ferienregion Allgäu als Radregion und die Stärkung der Bundesländer übergreifenden Dachmarke Allgäu.

Ausgangssituation:

Das Radfahren ist eine der beliebtesten Freizeitaktivitäten der Deutschen und bietet touristisches Potenzial, das es im Allgäu zu nutzen gilt: Die Kombination aus reizvoller Landschaft mit kulturellen und gastronomischen Attraktionen macht das Allgäu sowohl für Familien als auch für Radsportler zur idealen Radregion. Bereits vor Jahren wurde mit der Rad- und Wanderfibel Allgäu die Grundlage für eine einheitliche Beschilderung als elementare Infrastruktur für "grenzenloses Radelvergnügen" gelegt.

Die Landkreise im bayerischen und im württembergischen Allgäu haben diese Thematik aufgenommen und mit einer Vielzahl von grundlegenden Maßnahmen in kurzer Zeit umgesetzt. Unter anderem in den bayerischen Projektgebieten sind die Konzeption und einheitliche Beschilderung von 1.500 radelbaren Kilometern in 65 Themenrouten und 21 MTB-Routen, die Darstellung der Radregionen Ostallgäu und Unterallgäu auf flächendeckenden und aufeinander abgestimmten Radkarten, der Aufbau und die Pflege des Internetportals www.radregion-allgaeu.de mit georeferenzierten Karten, die Vernetzung und Kooperation mit den Leistungsträgern, die Optimierung des ÖPNV für Radfahrer, die Qualifizierung von Bike-Guides und Ausarbeitung entsprechender Angebote, der Aufbau einer Radler-Hotline sowie die Durchführung von Marketingmaßnahmen und Aktionstagen markante und innovative Bausteine.

Im Landkreis Ostallgäu und im Landkreis Unterallgäu sowie im Auerbergland wurden diese ersten Bausteine realisiert. Die Regionen haben jeweils ein Radportal auf gleicher technischer Basis aufgesetzt und ins Netz gestellt. Auch im östlich angrenzenden Pfaffenwinkel wurde die einheitliche Beschilderung nach der gleichen Systematik durchgeführt. Im Unterallgäu entwickelte man als Bestandteil des Radwegekonzeptes die Radwanderkarte "Radfahren im Kneippland® Unterallgäu", die neben dem Radwegenetz der Region mit allen "radelbaren" Wegen auch Themenrouten unterschiedlicher Länge und Schwierigkeitsgrade für Familien, Rennradler und MTB enthält.

Auch die Lokalen Aktionsgruppen Oberallgäu und Westallgäu haben sich für die Entwicklung eines Radroutennetzes und der einheitlichen Beschilderung nach den Vorgaben der Forschungsgesellschaft für Straßenverkehr und den Empfehlungen des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs und der obersten bayerischen Baubehörde entschieden. In beiden Gebieten ist die Beschilderung derzeit in der Umsetzung und wird in Kürze baulich abgeschlossen. Im Raum des Württembergischen Allgäus, im Landkreis Ravensburg, ist die Beschilderung des Radroutennetzes weitestgehend abgeschlossen, so dass sich für das gesamte Projektgebiet eine hervorragende Netzstruktur und ein Beschilderungssystem auf identischer Grundlage und mit identischem Erscheinungsbild ergibt. Ergänzungsbedarf der Beschilderungsgrundlage besteht nur punktuell und ist nicht Inhalt dieses Projektes.

Die Projektgruppe Rad hat die Grundlagen für die Allgäu RadRunde entwickelt. Sie setzt sich aus Touristikern, Vertretern der beteiligten Landkreise, Vertretern der Tourismuswirtschaft und weiteren fachlich und inhaltlich interessierten Personen der Projektpartner in Baden-Württemberg, in Tirol und in Bayern zusammen.

Ziel und Inhalt des hier beschriebenen Projektes Allgäu RadRunde ist die Profilierung der gesamten Ferienregion Allgäu als Radregion und die Stärkung der Bundesländer übergreifenden Dachmarke Allgäu. Um den angestrebten Projekterfolg auf der Grundlage einer weiteren touristischen Vernetzung über ein Allgäu weites Leitprojekt Allgäu RadRunde zu ermöglichen, ist die Einbeziehung der Gebiete in Baden-Württemberg, welche nicht in der Kulisse des europäischen Förderprogramms LEADER gelegen sind, ein wesentliches Anliegen der Projektgruppe Rad.

Über die Gebietskulisse der unmittelbar und finanziell beteiligten Projektpartner hinaus integriert die Allgäu RadRunde im Interesse einer breiten Wirkung auch Gebiete, Orte und Tourismuswirtschaft ohne direkte Projektbeteiligung. Dies dokumentiert sich auch in der Diskussion über die Rolle von Iller Radweg als Nord-Süd Achse sowie des Allgäu-Radweges zwischen Schongau und Isny als Ost-West Verbindung. Konzeptionell berücksichtigt werden bestehende Routen von Rad-Fernwegen im Projektgebiet wie Bodensee-Königsee, Donau-Bodensee, Via Claudia Augusta und Romantische Straße Radroute.

Weitere bestehende radgerechte Verbindungen, insbesondere in die Räume Ulm-Neu Ulm, Augsburg und München, spielen vor dem Hintergrund eines umweltfreundlichen Zugangs zur Allgäu RadRunde für Naherholungssuchende aus diesen Ballungsräumen eine wichtige Rolle.

Inhalt:

Das Projekt wird in zwei Phasen durchgeführt.

Als Gerüst für beide Phasen dient unter anderem die Struktur der Anforderungen des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs für Qualitätsradrouten und der im Vorfeld, ebenfalls nach den Qualitätskriterien des ADFC durchgeführte Pre-Test mit den daraus gewonnenen Kenntnissen und Ergebnissen für eine Allgäu-Radtour mit einer Streckenlänge von etwa 460 km, zuzüglich einer Längs- und einer Querachse mit insgesamt etwa 200 km Länge. 

Die Konzeptphase umfasst die Erstellung eines Gesamtkonzeptes der Allgäu-Radtour mit detaillierten Aussagen zu den einzelnen Bausteinen, sowie die Kostenermittlung als Grundlage für Modul 2.

Bei den einzelnen Teilbereichen handelt es sich um:

  • Projektmanagement
  • Prozessbegleitung zur Betreuung des Bottom-Up-Prozesses und der Integration der Allgäu-Themen auf Grundlage der Wander-Triologie
  • Designentwicklung
  • Konzept zur Routenqualität
  • Konzept zur Wegweisung für die Allgäu RadRunde
  • Definition von Qualitätsstandards bei der Beschilderung
  • Planung der Beschilderung
  • Planung der Routenführung und Ausarbeitung der endgültigen Routenführung
  • Abgleich mit regionalen Radwegenetzen und Einbindung der Wegachsen
  • Sicherheits-Check mit Verbesserung
  • Grundlagenermittlung für die Planung der radtouristischen Infrastruktur
  • Verortung radgerechter Rastplätze und Abstellanlagen
  • Spielplatzangebot
  • Planung der E-Bike Akkutauschstationen

In der Umsetzungsphase werden unmittelbar nach Abschluss der Konzeptphase die erarbeiteten Maßnahmen umgesetzt. Dazu dienen:

  • Projektmanagement
  • Umsetzungsbegleitung
  • Umsetzungen zur Routenqualität
  • Umsetzungen zur komfortablen Befahrbarkeit
  • Sicherung von Querungen
  • Verbesserung von schlechten Wegstrecken
  • Bauliche Verbesserung von Belägen
  • Umsetzungen zur Wegweisung
  • Herstellung eines einheitlichen Erscheinungsbildes
  • Überwachung der Qualitätsstandards bei Beschilderung
  • Durchführung der Beschilderung und Erstellung des Schilderkatasters
  • Umsetzung der endgültigen Routenführung und Einbindung der Achsen
  • Verbesserung der Sicherheit insbesondere bei Ortsdurchfahrten
  • Touristische Infrastruktur

Ziele:

  • Entwicklung und Positionierung der Region Allgäu für E-Bike, Tourenrad, Rennrad, Mountainbike mit Priorität auf Genuss- und Tourenradeln
  • Entwicklung von allgäuweiten Genuss-Rad-Bike-Leitrouten mit Panoramaqualität und ÖPNV- & CARD Convenience aufbereitet und mit je einem Event "Bike und Rad" am Markt platziert
  • Erhöhung der Leistungsfähigkeit aller betreffenden Anbieter und Partner im Allgäu
  • Effiziente Bewirtschaftung des Geschäftsfelds Rad
  • Erhöhung der Wertschöpfung
  • Definition der Zielgruppen, Marktfindung und Marktpositionierung
     

Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums: Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete.

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