Projekte der ländlichen Entwicklung

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Der Allmende Taucha e. V. zur Vernetzung von Direktvermarkter*Innen und insbesondere Solawis mit Konsument*Innen

Engagierte Solawi-Landwirte bei der Ernte regionaler Produkte

Engagierte Solawi-Landwirte bei der Ernte regionaler Produkte

Stand:

28.01.2021

Kontakt:

Allmende Taucha e. V.

ELER-Förderung:

ja

Finanzierung:

  • Gesamtkosten des Projekts: 273.756,44 €
  • LEADER-Fördermittel: 219.005,15 €

Laufzeit:

Seit Frühjahr 2019

Themen:

  • Förderung regionaler Wirtschaft
    • Wertschöpfungsketten
  • Gesellschaft und Soziales
    • regionale Strategie
  • Klimawandel
    • Auswirkungen (auf Biodiversität, Landnutzung, Wasserhaushalt, etc)
  • Landwirtschaft und Natur
    • Ökolandbau
  • Landwirtschaftliche Produkte
  • Vermarktung
    • Regionalmarketing

Förderperiode:

  • ELER 2014 - 2022

Beschreibung

Zusammenfassung:

Der Verein Allmende Taucha will mithilfe solidarischer Landwirtschaft nachbarschaftlichen Austausch ermöglichen. Dafür verwandeln die Mitglieder Verteilstationen in lebendige Begegnungsorte.

Ausgangssituation:

Im ländlichen Raum wird die Nahversorgung häufig zum Problem – und mit Geschäftsschließungen gehen auch soziale Treffpunkte verloren. Das LEADER-geförderte Projekt des „Allmende Taucha e.V.“ setzt genau hier an – und will belebte Verteilstationen im Raum der Kleinstadt Taucha und dem Delitzscher Land etablieren.

Inhalt:

Seit der Gründung des Vereins ist viel passiert: Das Team baute eine Website, entwickelte ein Corporate Design und ein Konzept für die Öffentlichkeitsarbeit. Es organisierte Informationsveranstaltungen und rief einen Blog mit Wissenswertem zum Thema gesunder, lokaler Ernährung ins Leben. Hier stellen sich auch die direktvermarktenden und weiterverarbeitenden Betriebe aus der Region vor. Zusammen mit einer Animationsgrafikerin erstellten die Mitglieder außerdem ein Erklärvideo für die belebte Verteilstation; weitere Videos mit Luftaufnahmen von Betrieben und Interviews sollen folgen. Auch Informationsbroschüren sind in Arbeit.

Mit einer umfassenden Bedarfsanalyse möchten die Vereinsmitglieder deshalb im nächsten Schritt herausfinden, was die Menschen vor Ort sich wünschen: Welche lokalen Produkte sind interessant? Wie weit fahren sie normalerweise zum Einkaufsort? Und welche Öffnungszeiten könnten passen? Damit soll dann bald die erste belebte Verteilstation eröffnen – und Verbraucher wie Erzeuger zusammenbringen.

Ziele:

In der Gegend nordöstlich von Leipzig existieren auf kleinstem Raum fünf verschiedene Solawis, die kooperativ und dennoch eigenständig wirtschaften. Hier entwickelten sich selbstorganisierte Verbrauchergemeinschaften, die sich im Frühjahr 2019 im Verein Allmende Taucha zusammengeschlossen haben. Die Mitglieder wollen in den Verteilstationen Orte der Begegnung, Diskussion, Information und Nachbarschaft schaffen: mit regelmäßigen Veranstaltungen wie gemeinsamen Kochabenden, Workshops und Vernetzungstreffen, oder mit Flohmärkten und Ausflüge zu den Erzeugern.

Besonderheiten:

In der Solidarischen Landwirtschaft (Solawi) tun sich Landwirte und Verbraucher zusammen: Die Verbraucher zahlen einen festen Beitrag und erhalten im Gegenzug Anteile der landwirtschaftlichen Ernte. In Verteilstationen können sie sich ihren Anteil nach dem Vertrauensprinzip abholen. In vielen Städten sind diese Verteilstationen schon zu Orten des nachbarschaftlichen Austauschs und der Begegnung geworden.

Perspektiven:

Die Verteilstationen sollen von mehreren Solawis und anderen direktvermarktenden und weiterverarbeitenden Betrieben beliefert werden. Letztendlich kommt es aber darauf an, wie viele Abnehmer sich finden, da sich für die Erzeuger die Anfahrt natürlich lohnen muss. Der Verein übernimmt nämlich weder die Lieferung noch die Öffentlichkeitsarbeit für die Direktvermarkter.

Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums: Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete.

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