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Mobilität

Elektromobilität – ein Thema für den ländlichen Raum

Wie passen lange Wege im ländlichen Raum und kurze Reichweiten von Elektrofahrzeugen zusammen? Dieser und anderen Fragen nähern sich Autoren unterschiedlicher Arbeitsschwerpunkte in dem Sammelband "Liegt die Zukunft der Elektromobilität im ländlichen Raum?!". Thematisiert wird sowohl, welche Rolle Elektrofahrzeuge bei der Sicherung der Mobilität in ländlichen Räumen spielen können als auch welche Chancen und Perspektiven ländliche Räume bieten, Elektromobilität selbst weiterzuentwickeln und zu etablieren. Weitere Aspekte sind die mögliche Finanzierung und der notwendige Ausbau der Infrastruktur.

Vorgestellt werden zudem drei Praxisbeispiele zur Verkehrsplanung, die Elektromobilität einbeziehen. Ein Ziel der "multimodalen Verkehrsentwicklung" der Stadt Offenburg ist, den rund 20.000 Berufspendlern aus dem Umland Mobilitätsalternativen zu bieten. Im Bayerischen Wald verknüpft das Projekt "E-Wald" Regionalentwicklung mit Elektromobilität und bei der Umsetzung seines strategischen Mobilitätskonzeptes integriert Osnabrück gezielt Elektrofahrzeuge in die Bus- und Carsharing-Flotte.

Ob die Zukunft der Elektromobilität nun im ländlichen Raum liegt oder nicht, bleibt unklar. Einig sind sich die Autoren darin, dass der Einsatz von Elektrofahrzeugen im ländlichen Raum Zukunft hat und sinnvoll möglich ist.

Liegt die Zukunft der Elektromobilität im ländlichen Raum?!: Mager, Thomas J. (Hrsg.), Kölner Stadt- und Verkehrs-Verlag (2014), 140 Seiten, ISBN 9 783940 685841


Umwelt- und familienfreundliche Mobilität

Endliche Erdölvorkommen, Klimaschutzauflagen und Wirtschaftskrisen stellen unser bisheriges Verkehrsverhalten infrage. Dabei ist kaum etwas darüber bekannt, wie diejenigen darauf reagieren, die heute am meisten auf das private Auto angewiesen sind: Familien in ländlichen Räumen. Christine Ahrend und Melanie Herget haben mithilfe einer Interviewstudie das Verkehrsverhalten von Familien in zwei ländlichen Regionen Deutschlands untersucht. Darauf aufbauend entwickelten sie sechs Mobilitätstypen, für die sie in ihrem Handbuch Empfehlungen für angepasste mobilitätsbezogene Dienstleistungen geben. Darüber hinaus stellt das Handbuch Praxisbeispiele vor und bietet Ideen für Kommunen. Die Bewertung einiger Mobilitätsangebote zeigt, worauf Eltern in ländlichen Räumen besonders Wert legen. Danach reicht ein gutes Angebot nicht aus, vielmehr bedarf es eines gut vernetzten und lokal angepassten Angebotsspektrums. Doch was nützt dieses, wenn keiner davon weiß? Auch Tipps für eine gute Öffentlichkeitsarbeit liefern die Autorinnen.

Das Handbuch wendet sich an alle, die sich für zukunftsfähige Mobilität und ländliche Regionalentwicklung interessieren. Es bietet eine Vielzahl nützlicher Informationen und Ideen, wie eine umwelt- und familienfreundliche Mobilität im ländlichen Raum aussehen könnte.

Christine Ahrend und Melanie Herget (Hrsg.), 2012: Umwelt- und familienfreundliche Mobilität im ländlichen Raum. Handbuch für nachhaltige Regionalentwicklung. Technische Universität Berlin. Kostenloser Download unter: www.verkehrsplanung.tu-berlin.de/ufm


Nach dem Öl: Mobilität neu denken

Seit dem weltweiten „Aufholen“ von Entwicklungs- und Schwellenländern beim automobilen Verkehr wird deutlich, dass die  – vermeintlich unbegrenzt verfügbaren – Ressourcen endlich sind. Die Autoren des vorliegenden Buches plädieren jedoch nicht nur dafür, die fossilen Brennstoffe zu ersetzen, sie fordern vielmehr einen Perspektivenwechsel: vom technisch begriffenen Verkehr zu einem umfassend verstandenen Mobilitätsbegriff.

Der Mensch mit seinen Bedürfnissen steht im Mittelpunkt; nicht nur die Ortsveränderung wird berücksichtigt, sondern sämtliche Formen, Motive und emotionalen Komponenten der Mobilität. Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Situation entwickeln die Autoren „Leitplanken“ als Wegweiser zur postfossilen Mobilität. Diese sollen helfen eine neue „mentale Landkarte“ des Verkehrs zu zeichnen. Die Leitplanken berücksichtigen die energetischen und raumstrukturellen Aspekte sowie die globale Perspektive einer neuen Mobilität. Der Wegweiser zeigt auch die Notwendigkeit auf, sich körperlich zu betätigen und  neue Möglichkeiten zu kommunizieren. Die Forderung neue Formen der Mobilität „attraktiv und emotional ansprechend“ zu gestalten, ist für die Akzeptanz von Bedeutung.

Das spannend argumentierende Buch möchte ein „positives Bild“ zukünftiger Mobilität skizzieren, das dazu beiträgt, den global anstehenden Umbau des Verkehrs rechtzeitig zu beginnen, damit eine „harte Landung“ im postfossilen Zeitalter vermieden werden kann.

Jörg Schindler, Martin Held und Gerd Würdemann, 2009: Postfossile Mobilität. Wegweiser für die Zeit nach dem Peak Oil. Vas-Verlag für Akademische Schriften, Wiesbaden, 301 Seiten. ISBN: 978-3-88864-422-1


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