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Finanzierung & regionale Wirtschaft

Fachkräftesicherung im ländlichen Raum

Fachkräfte zu gewinnen und zu halten, ist insbesondere im ländlichen Raum eine Herausforderung. Warum das so ist, wird in einem neuen Heft aus der Schriftenreihe "Moro Praxis" analysiert. Die Ergebnisse einer Daten- und Literaturrecherche zeigen: Die Probleme in ländlichen Regionen sind nicht einheitlich und auch der Fachkräftemangel besteht nicht überall. Jedoch gibt es in einigen Berufsfeldern und Regionen bereits Engpässe, die insbesondere strukturschwache Räume in eine Abwärtsspirale bringen können.

Zur Sicherung von Fachkräften identifizieren die Autoren acht Handlungsfelder, angefangen bei der Bedarfs- und Bestandsanalyse über die Vernetzung relevanter Akteure bis hin zur Erschließung vorhandener und Gewinnung externer Fachkräfte – auch mittels Öffentlichkeitsarbeit. Als weitere Handlungsfelder werden die Unterstützung der regionalen Unternehmen und die Schaffung eines attraktiven Lebens- und Arbeitsraums benannt. Die Handlungsfelder und einige vorgestellte Best-Practice-Beispiele machen deutlich, wie vielschichtig das Thema ist.

Die Autoren sehen die Fachkräftesicherung deshalb als Querschnittsaufgabe der Regionalentwicklung. Vor diesem Hintergrund legen die Autoren einen besonderen Fokus auf das Handlungsfeld "Vernetzung der relevanten Akteure". Dies spiegelt sich auch in der Auswahl von sechs Fallregionen wider, in denen sich Akteursnetzwerke im Bereich Fachkräftesicherung gebildet haben – mit unterschiedlichen regionalen Herausforderungen und Lösungsansätzen. Eine Stärke dieser Untersuchung ist die Fokussierung auf den ländlichen Raum. Die Praxisbeispiele machen die Auseinandersetzung mit dem Thema lebendig – insgesamt ist eine lesenswerte Lektüre entstanden.

Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (Hrsg.): Sicherung des Fachkräfteangebots im ländlichen Raum, Moro Praxis Heft 1, 2015, 84 Seiten, kostenfrei bestellbar unter ref-1-1@bbr.bund.de; ISBN 978-3-87994985-4


Mit dem Kompass zur passenden Förderung

Der EU-Kommunal-Kompass gibt einen schnellen, nutzerorientierten und anschaulichen Überblick über die europäischen Fördermittel aus dem Bereich der Europäischen Struktur- und Investitionsfonds (ESI-Fonds). Die 80-seitige Broschüre legt den Fokus auf Förderangebote, für die kommunale Akteure Förderanträge stellen können, und stellt beispielhafte Projekte vor. Insbesondere für Neueinsteiger in die ESI-Förderung bietet die Broschüre eine detaillierte Einführung in die Grundlagen der Antragstellung: Wichtige Finanzierungsbedingungen und -möglichkeiten werden erläutert, Verfahren der Fördermittelvergabe und Antragstellung beschrieben und es werden Möglichkeiten zur Kofinanzierung aufgezeigt.

Sauerborn, K., Gehrlein, U, Klemisch, H. et al (2014): EU-Kommunal-Kompass, Taurus Eco Consulting. Mehr Informationen und Download der Publikation unter www.eu-kommunal-kompass.de


Räumliche Entwicklungen interkommunal steuern

Andreas Raab liefert mit seiner Habilitationsschrift ein umfassendes Werk zum Thema interkommunale Kooperation und räumliche Entwicklung. Er beschreibt und kommentiert formelle und informelle Kooperationsmöglichkeiten und analysiert finanz- und verwaltungstechnische Aspekte der Zusammenarbeit.

Vier Fallbeispiele aus Bayern veranschaulichen die Potenziale des Instruments in den Themenfeldern Wohnsiedlungs- und Innenentwicklung, Gewerbeflächenentwicklung und -management, Standortmarketing sowie Gewerbeflächenportfolio. Der Autor analysiert Möglichkeiten und Praxis der gemeindeübergreifenden Zusammenarbeit im Rahmen der Förderprogramme "Stadtumbau West" und "Integrierte Ländliche Entwicklung ILE" in Bayern.

Er stellt fest, dass interkommunale Kooperationen in ländlichen Räumen bisher meist auf kleinräumige Zweckverbände zur Bereitstellung von einzelnen Infrastrukturen konzentriert sind. Stadt-Umland-Kooperationen sind hingegen meist großräumigere Mehrfachzweckverbände oder Planungsverbände. Insgesamt sollte nach seiner Auffassung vor dem Hintergrund des demografischen Wandels in ländlichen Räumen mehr und breiter kooperiert werden, um die darin liegenden Chancen für die Daseinsvorsorge und räumlichen Entwicklung auszuschöpfen.

Andreas Raab, 2011: Räumliche Entwicklungen interkommunal steuern. Ibidem-Verlag, Stuttgart, 472 Seiten. ISBN-13: 978-3-8382-0256-3


Finanzierung regionaler Entwicklung

Vor dem Hintergrund der Weltwirtschaftskrise und der Diskussionen um die zukünftige Ausgestaltung der EU-Förderpolitiken erhält diese Publikation eine besondere Aktualität. Die Folgeprobleme von Abwanderung und demografischem Wandel werden sich in vielen ländlichen Regionen verschärfen, während öffentliche Fördermittel knapper werden.

Diesen Herausforderungen muss sich auch die ländliche Entwicklung stellen: Fördermittel müssen effizienter eingesetzt und privates Kapital stärker eingebunden werden. Effizienter wird Finanzierung oft auch dann, wenn die regionalen Akteure mit ihrem Wissen über die Sinnhaftigkeit einer Projektförderung vor Ort selbst entscheiden. 18 Autoren geben in den Kapiteln "Regionalisierte Zuschüsse und Budgets", "Fonds in der Regionalentwicklung" und "Regionale Perspektiven" einen Überblick über innovative Finanzierungsinstrumente, die diesen Ansprüchen näherkommen. Veranschaulicht werden sie durch Praxisbeispiele in verschiedenen Regionen. Das Buch ist weniger für Praxisakteure geeignet, die sich umfassend über Fördermöglichkeiten im ländlichen Raum informieren wollen. Zielgruppe sind vor allem Menschen, die sich mit der zukünftigen Ausgestaltung von Finanzierungsinstrumenten für die Regionalentwicklung auseinandersetzen.

Sebastian Elbe, Florian Langguth, 2011(Hrsg.): Finanzierung regionaler Entwicklung oder: Geld ist schon wichtig. Shaker Verlag, Aachen, 240 Seiten. ISBN: 978-3-8440-0148-8


Demografiegerechte Förderung

Wird die Förderung in den neuen Bundesländern dem demografischen Wandel gerecht? Das ist die zentrale Frage einer 2010 erschienenen Studie des Bundesinnenministeriums.

Analysiert wurden dabei: Programme, die sich aus EFRE, ESF oder ELER speisen; INTERREG; die Bund-Länderprogramme GRW, GAK und Städtebauförderung; die Pro-gramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau und der Landwirtschaftlichen Rentenbank; das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz und das Gesetz zur Regionalisierung des öffentlichen Personennahverkehrs. Die Förderinstrumente wurden 13 Bereichen der Daseinsvorsorge zugeordnet und qualitativ bewertet: Werden der Umbau von Infrastrukturen oder modellhafte Ansätze unterstützt? Fazit der Studie: Die Fördermaßnahmen sind nur eingeschränkt effizient. Die Autoren plädieren deshalb für eine stärkere ressortübergreifende Zusammenarbeit und Bündelung der Programme.

Die Studie gibt detailliert die bestehende Förderkulisse wider und eignet sich auch als praktisches Nachschlagewerk.

Landgesellschaften Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt, 2010: Maßnahmen von Bund und den neuen Ländern für eine abgestimmte Politik in den ländlichen Regionen unter dem Aspekt des demografischen Wandels. 125 Seiten. Kostenloser Download unter: www.blg-berlin.de


Wie finanziere ich Kulturprojekte

Ob Umgestaltung einer Scheune, Errichtung eines Klettergartens oder Organisation einer Ausstellung: In Zeiten knapper Kassen brauchen Kulturprojekte eine immer professionellere Vorbereitung. Häufig steht dabei die Frage der Finanzierung im Vordergrund. Es gilt, Förderquellen zu ergründen und das passende Finanzierungsinstrument zu wählen. Und die entsprechenden Partner müssen eingebunden werden – Unternehmen, Kommunen, Private.

Die Autorin gibt in ihrem Buch "Kulturfinanzierung" einen guten Überblick über die Finanzierungsmöglichkeiten von Kulturprojekten. Nach einer kurzen Einführung befasst sie sich zunächst mit der öffentlichen und privaten Förderung. So beleuchtet sie die Kulturförderung des Bundes und der Länder bis hin zu den Kommunen. Spannend wird es auch, wenn es um grundsätzlichere Fragen geht: Bietet sich Sponsoring an, und wo liegt der Unterschied zur Spende? Was heißt Public-Private-Partnership? Zahlreiche Praxisbeispiele veranschaulichen die Finanzierungsinstrumente. Das Buch schließt mit einem weiteren zentralen Thema der Kulturfinanzierung – dem Erwerbseinkommen. Quasi im Vorübergehen lernt man, Fachausdrücke zu verstehen und in den praktischen Zusammenhang einzuordnen. Checklisten und Übersichten fördern dabei das Verständnis und helfen, Struktur und Klarheit in die eigene Projektplanung zu bringen.

Das Buch ist nicht nur für Kulturschaffende, sondern auch für Regionalmanager und Kulturbeauftragte aus Kommune, Kreis und Land sehr hilfreich.

Rita Gerlach-March, 2010: Kulturfinanzierung. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden, 132 Seiten. ISBN: 978-3-531-15913-3


Kapital beschaffen leicht gemacht

Fundraising ist die umfassende Mittelbeschaffung einer Organisation. Zu den Mitteln zählen neben den Finanz- und Sachmitteln auch Rechte, Informationen und Arbeits- und Dienstleistungen. Im „Handbuch Fundraising“ von Marita Haibach wird der komplexe Fundraisingprozess in seine einzelnen Schritte zerlegt. Ziel ist es, einen Überblick über den Markt im Fundraising und die breite Palette seiner Techniken zu geben.
Zu Beginn erläutert die Autorin, was Fundraising ist, warum es wichtig ist und wo die ethischen Grenzen liegen. Danach geht es um das Fundraising als professionelle Organisationsaufgabe und die Grundlagen einer Fundraising-Konzeption. Wie die deutsche Spendenlandschaft aussieht, wird in einem nächsten Abschnitt diskutiert. Darüber hinaus werden die Unterschiede zwischen Spenden und Sponsoring und die verschiedenen Sponsoringarten erörtert. Weitere Themen sind Fundraising-Methoden für Privatpersonen und für Stiftungen und Unternehmen. Zum Abschluss des Handbuchs stellt die Autorin die Fundraising-Märkte in Österreich und der Schweiz vor.
Dank einer klaren und einfachen Sprache sind die dargestellten Sachverhalte leicht zu verstehen. Wichtige Informationen werden durch grau unterlegte Kästchen hervorgehoben. Die einzelnen Kapitel sind auch ohne Vorwissen leicht zu verstehen.
Das Handbuch bietet nicht nur eine erste Einführung für „Fundraising-Frischlinge“, sondern verrät auch den „erfahrenen Hasen“ noch einige Tipps und Tricks.

Marita Haibach (2006): Handbuch Fundraising: Spenden, Sponsoring, Stiftungen in der Praxis. Frankfurt, Campus Verlag, 421 Seiten. Bestellnummer: ISBN 978-3-593-37934-0


„Heimatgenüsse aus Niedersachsen“ – Kampagne zur Wanderschaft

Verbraucher können durch den Kauf regionaler Produkte zum Erhalt wertvoller Kulturlandschaften beitragen. Wie das geht, zeigen eine Ausstellung und der dazugehörige Film vom BUND Niedersachsen, die Teil der Kommunikationskampagne „Heimatgenüsse aus Niedersachsen“ sind und ausgeliehen werden können. In der Ausstellung geht es um den Zusammenhang von Produkten und Spezialitäten mit niedersächsischen Kulturlandschaften und Bewirtschaftungsformen. So wird beispielsweise über Salzlämmer von der Nordseeküste informiert, über Moorschnucken der Diepholzer Moorniederung oder das Rote Höhenvieh aus dem Harz. Es geht darum, wie Produkte von geschützten Flächen aussehen und schmecken, welche Geschichten und Personen sich mit ihnen verbinden und wo diese Produkte zu erwerben sind.

Weitere Aktionen wie die Veröffentlichung regionaler Rezepte sind im Internet unter www.heimat-braucht-freun.de geplant. Dort kann man auch nach Anbietern in der eigenen Region suchen oder zukünftig mit einem eigenen Bild und Statement zum Regionaleinkauf das Fotoalbum erweitern. „Heimatgenüsse aus Niedersachsen“ wird gefördert vom Land Niedersachsen und von der Niedersächsischen Lottostiftung.

Die Wanderausstellung – 12 Roll-Ups und der Film – kann innerhalb Niedersachsens kostenlos ausgeliehen werden: BUND Niedersachsen e.V., Tel. 0511 965 69-14, E-Mail: bund.nds@bund.net

Erste Eindrücke vom Flyer und Begleitbuch zur Ausstellung unter www.heimat-braucht-freun.de im Download-Bereich.


Wege zur Finanzierung von Natura 2000 – ein Leitfaden

Spätestens mit der Entscheidung, zur Umsetzung des europäischen Netzwerks Natura 2000 kein eigenes Finanzierungsinstrument zu etablieren, sondern die bestehenden EU-Fördertöpfe hierfür heranzuziehen, stellt sich die Frage, wie die vorhandenen Fonds für Naturschutzzwecke sinnvoll genutzt werden können.

Der im Dezember 2008 vom Deutschen Verband für Landschaftspflege vorgelegte Leitfaden greift diese Frage auf: Er stellt in anschaulicher Weise die Bandbreite an Möglichkeiten vor, die schon heute für eine Erschließung von EU-Geldern zur Finanzierung von Naturschutzaktivitäten bestehen. Das Kernstück der Broschüre bilden 27 nachahmenswerte Beispiele unterschiedlichster Naturschutzmaßnahmen und -projekte aus dem gesamten deutschsprachigen Raum, die mit EU-Mitteln realisiert werden konnten. Gerade mit Blick auf die anstehende Umsetzung des Health Checks der EU-Agrarpolitik bieten sie Akteuren aus dem Natur- und Umweltschutz, aber auch aus der Land- und Forstwirtschaft wertvolle Hinweise, um zeitnah Verbesserungen für den Naturschutz in den ländlichen Entwicklungsprogrammen zu erreichen. Darüber hinaus liefert der Leitfaden mit einer komprimierten Einführung zu den relevanten EU-Fonds, ihren Funktionsprinzipien sowie deren Einsatz in Deutschland wertvolles Grundlagenwissen und weist mit Empfehlungen zur Verbesserung der Fördermöglichkeiten auf weiteren Handlungsbedarf hin.

Deutscher Verband für Landschaftspflege (DVL) e. V. (Hrsg.) (2008): Wege zur Finanzierung Natura 2000 – Gute Beispiele, wie Europa die biologische Vielfalt voranbringt. DVL-Schriftenreihe „Landschaft als Lebensraum“, Heft 15, 82 Seiten.

 

Kostenloser Download als pdf-Datei:

www.lpv.de/index.php


Finanzen für die Region mobilisieren

Eines der wichtigsten Ziele in der Regionalentwicklung ist es, Bürger und Unternehmen mit ins Boot zu holen. Vor diesem Hintergrund gibt das Heft „Aktives privates Kapital für die Region erschließen“ eine Übersicht über projektbezogene und regionale Finanzierungssysteme und veranschaulicht diese anhand von Projektbeispielen und Erfahrungsberichten. So werden etwa Aktiengesellschaften, Genossenschaften und Fondsbeteiligungen, Beteiligungen über Schenkungen und Public-Private-Partnerships, verschiedene Regionalfonds, Stiftungen und Barter-Systeme vorgestellt. Die Instrumente werden zum Teil sehr grundlegend erklärt; in den meisten Fällen werden hierzu auch verschiedene Anwendungsmöglichkeiten genannt. Informationen zum Steuerrecht sowie Musterverträge und -vereinbarungen runden die Beschreibungen ab.

Die jeweils zugeordneten Beispielprojekte helfen, die Umsetzung zu verstehen: Egal, ob es um die Apfeltraum AG, einen Dorfladen, die Elektrizitätswerke Schönau GmbH, eine Bürgersolaranlage, ein Pflegeheim oder den Zukunftsfonds Dübener Heide geht – die Beschreibungen weisen auf wichtige Punkte hin und nennen Ansprechpartner, Literaturhinweise und Links für alle, die mehr erfahren wollen.

Das Heft ist sachlich, informativ und leicht lesbar geschrieben. Der Schwerpunkt liegt auf der Regionalentwicklungspraxis mit dem Ziel einer finanziell eigenständigeren Regionalentwicklung. Wer in diesem Sinne Argumente für die Entscheidungsträger in den eigenen Kommunen oder Kreisen braucht, wird hier fündig.

Josef Bühler (2009): Aktives privates Kapital für die Region erschließen: Instrumente und Beispiele. Euregia Verlag, 46 Seiten. Bestellnummer: ISBN 978-3-939361-03-9


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