Zum Inhalt

Marginal-Spalte (weiterführende Informationen zum Thema)

Projektinfo

  • Bayern
  • ILE-Region Nationalpark Gemeinden
  • Projekttitel: Wandern im Herzen Europas – gemeinsam Grenzen überwinden
  • Projektträger: ILE Nationalpark Gemeinden

Hauptnavigation

Ein Webangebot der:

Europäischer Landwirtschaftsfonds
für die Entwicklung des
ländlichen Raums:
Hier investiert Europa in die
ländlichen Gebiete.

 

Inhalt

Wandern im Herzen Europas

Wanderer an der deutsch-tschechischen Grenze
Foto: Gregor Wolf

Die sechs Kommunen Bayerisch Eisenstein, Lindberg, Frauenau, Spiegelau, St. Oswald-Riedlhütte und Neuschönau liegen am Nationalpark Bayerischer Wald und bilden gemeinsam die „Integrierte Ländliche Entwicklung Nationalpark Gemeinden“ (kurz: ILE NPG). Nicht weit entfernt ist die Grenze zu Tschechien – und direkt dahinter ein weiteres Großschutzgebiet: der Nationalpark Šumava mit den 13 Gemeinden der Mikroregion Šumava západ (kurz: MŠZ). Trotz eines gemeinsamen Natur- und Kulturraums gab es seit Öffnung des Eisernen Vorhangs kaum Beziehungen zwischen den europäischen Nachbarn.

Grenzübergreifende Erholungsregion

Das wollten die Bürgermeister der ILE NPG und der MŠZ ändern. In fünf Workshops entwickelten sie gemeinsam mit den Bürgern die Idee einer grenzüberschreitenden Erholungsregion mit einem Schwerpunkt auf Wandertourismus. "Wandern im Herzen Europas – gemeinsam Grenzen überwinden" sollte fortan das Motto sein, um die Menschen im Bayerischen Wald und im Šumava zusammenzubringen. Das Amt für Ländliche Entwicklung Niederbayern unterstützte die ILE NPG, indem es ein Prozessmanagement für die bayerisch-böhmische Zusammenarbeit förderte. 2016 fiel der Startschuss für das Projekt, das über INTERREG und Eigenmittel der ILE NPG und der MŠZ finanziert wird.

Zahlreiche Maßnahmen in beiden Ländern

Seitdem haben die Gemeinden zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, um die bayerische und tschechische Tourismus- und Verkehrsinfrastruktur zu vernetzen und kulturhistorische Sehenswürdigkeiten besser zu erschließen. So wurden grenzüberschreitende Wanderrouten reaktiviert und mit einer dreisprachigen Beschilderung ausgestattet sowie sechs interaktive Themenwege eingerichtet. Es sind außerdem zwei Besucherzentren und zwei Museen entstanden, die barrierefrei zugänglich sind und ganzjährig Gäste anlocken. Die Region wird nun als Einheit durch ein gemeinsames Marketing beworben.

Höhere Qualität, mehr Besucher

Das Projekt hat die regionalen Wertschöpfungsketten nachhaltig gestärkt. Direkt und indirekt am Tourismus beteiligte Unternehmen profitieren von höheren Gästezahlen, aber auch einer neuen Angebotsqualität und -attraktivität. Zudem ist ein großes Netzwerk mit unterschiedlichen Akteuren entstanden, wie Unternehmern, Dienstleistern, Künstlern, Vereinen und Bildungseinrichtungen. Aus dem Netzwerk heraus werden zusätzliche Maßnahmen initiiert, etwa Ausbildungsnetzwerke, Hotelkooperationen oder Stellenbörsen. Das Projekt hat außerdem dazu beigetragen, das Regionalbewusstsein zu festigen, und das Zusammenwachsen der Gemeinden rund um die Nationalparks gefördert. Trotz anfänglicher Sprachbarrieren der Projektpartner und knapper kommunaler Finanzhaushalte wurde "Wandern im Herzen Europas" zum Motor einer nachhaltigen Entwicklung und Ideenschmiede für neue Projekte im Grenzraum.

Herausragendes Kriterium

Das Projekt fördert die Vernetzung verschiedener Akteure (z. B. aus Bürgerschaft, Vereinen, Land- und Ernährungswirtschaft, Kommunen, Verbänden) und/oder an dem Projekt ist ein Bündnis verschiedener Akteure oder Regionen partnerschaftlich beteiligt und kooperiert.

Hauptnavigation

Service-Navigation

###ETRACKER###