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Wissensnetz Aller-Fuhse-Aue

Das Wissensnetz-Team; Foto: Kess e. V.

Die Ausgangssituation

Die Idee, ein "Wissensnetz" aufzubauen, entwickelte sich 2012 in der damaligen ILE-Region Aller-Fuhse-Aue. Ideengeber für das Vorhaben war das Familienzentrum KESS (Kinder, Eltern, Senioren, Singles) in Nienhagen. Kerngedanke des Projekts ist es, dass überall in der Umgebung hilfsbereite Experten leben, die man am besten von Mensch zu Mensch vermitteln lassen.
 
Aktion

Mit dem Wissensnetz wurde ein Netzwerk geschaffen, in dem sich die Bewohner der Region gegenseitig helfen. Nach dem Motto "von Mensch zu Mensch" findet die Wissensvermittlung auf drei verschiedenen Ebenen statt: virtuell über eine Wissensplattform, per Telefonkontakt durch "Telefonfeen" sowie persönlich an fünf "Orten der Begegnung". Hauptziel ist es, Hemmungen abzubauen, die Mitmenschen anzusprechen und die reale Begegnung zu fördern. Zudem soll das bürgerschaftliche Engagement der "Best Ager" erschlossen werden, um sie am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu lassen.

Ergebnis

Um das Wissensnetz aufzubauen, wurden zunächst von 2013 bis 2014 in Zusammenarbeit mit dem KESS e. V. zwei Projektmanagerinnen eingestellt. Sie wurden inhaltlich von einem Team aus "Praktikerinnen" unterstützt – Mitarbeiterinnen der fünf Orte der Begegnung. Sie fungieren als Ansprechpartnerinnen an den Orten der Begegnung, die sich über die gesamte Region Aller-Fuhse-Aue verteilen. Eine ihrer Aufgaben ist die Vermittlung zwischen Bürgern, die vor einer Herausforderung stehen und Experten vor Ort, die eine mögliche Lösung bereithalten.

Im Zuge des Projekts wurden in einem ersten Schritt Kooperationsstrukturen zwischen den Akteuren aufgebaut, eine solche Zusammenarbeit über die Landkreisgrenzen hinaus existierte in dieser Form vorher nicht. Durch das Projekt haben auch die Gleichstellungs- und Familienbeauftragten der Region zum ersten Mal zusammengearbeitet. In einem zweiten Schritt wurden eine Website, eine Datenbank sowie ein Raumkonzept für die Orte der Begegnung entwickelt.

Diese Begegnungsorte bieten nun ein vielfältiges Programm für alle Generationen an. Offene Angebote sind "Was Tante Emma und Onkel Willi noch wussten", "Home und Garden", PC-Café, Trauer-Café, "Gemeinsam Türen öffnen" – Angebot für Senioren und Migranten, Lange Tafel (gemeinsam essen, kochen, genießen), Familienwerkstatt, Lese-Omis und -Opis und die Fahrradwerkstatt. Dabei erweitert sich die Aktivität der Bürger stetig: Teilnehmer des Tanztees erfahren von der Generationenwerkstatt und besuchen fortan auch dieses Angebot; im Klöncafé findet sich jemand, der Geflüchteten Deutsch beibringen möchte. So entsteht eine Spirale mit neuen Angeboten und neuen Teilnehmerkreisen. "Vor allem Neuzugezogene äußern sich oft begeistert über die Möglichkeit, im Projektcafé Menschen kennenzulernen und Informationen zu erhalten", sagte Christine Späthe von der Kunstspirale Hänigsen gegenüber der Hannoverschen Allgemeinen.

Das Projekt wurde über die damalige ILE-Region Aller-Fuhse-Aue beantragt. Die Gesamtkosten betrugen 49 000 Euro, eine Förderung in Höhe von 36 950 Euro wurde gewährt.

Bewertungsfragen

1. Inwieweit wurde ein Mangel durch die gemeinschaftliche Aktion beseitigt?

  • Der Trend, Antworten ausschließlich im Internet zu suchen, ist in der Region durchbrochen worden.

2. Inwieweit erhöht sich durch das Projekt die Lebensqualität vor Ort?

  • Das Wissen und die Hilfsbereitschaft aller Dorfbewohner ist gefragt, alle haben das Gefühl, wichtig zu sein.

3. Inwieweit fördert das Projekt die Gemeinschaft und vereinfacht die Teilhabe?

  • Zielgruppen sind Kinder, Eltern, Senioren und Singles.
  • Durch das niedrigschwellige Angebot werden auch Menschen angesprochen, die sonst schwer zu erreichen sind.

4. Inwieweit führt das Projekt zu einer nachhaltigen Lösung?

  • Die Gruppe der Älteren soll dadurch länger in die Gesellschaft integriert bleiben, Vereinsamung wird vorgebeugt.

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