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Syrgenstein: Sozial vernetzen - innen entwickeln

In der Verwaltungsgemeinschaft Syrgenstein engagieren sich mittlerweile die Bürger aller Gemeinden aktiv; Foto: VG Syrgenstein

Die Ausgangssituation

Bis zum Jahr 2008 gab es im Bachtal keine gemeindeübergreifende Entwicklungsstrategie. Nur in Einzelfällen erfolgte eine Zusammenarbeit zwischen den Kommunen über die Verwaltungsgemeinschaft Syrgenstein. Mit der Erstellung eines Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzeptes (ILEK) und der aktiven Einbindung der Bürger aller Gemeinden änderte sich das: Es entwickelte sich eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den Kommunen und auf verschiedenen Ebenen. Besonders im sozialen Bereich kam es so zu beachtlichen Erfolgen.

Aktion

Die wesentlichen Grundlagen für den Entwicklungsprozess wurden mit dem ILEK gelegt. Kommunalpolitiker und rund 70 engagierte Bürger arbeiteten vertrauensvoll miteinander. Die Stärkung der sozialen Versorgungsstruktur war dabei für alle Beteiligten ein zentrales Anliegen. Unter der Gesamtstrategie „Sozial vernetzen – innen entwickeln“ entstanden bisher folgende Projekte:


  • Mit einer Förderung durch das Amt für Ländliche Entwicklung Schwaben wurde der "Bürgerservice Bachtal" als zentrale Anlaufstelle für Senioren und deren Angehörige aufgebaut. Das Angebot umfasst unter anderem die Beratung zu Anliegen der Alltags-bewältigung, die Vermittlung von Fahr- und Begleitdiensten, einen Einkaufsservice oder die Vermittlung haushaltsnaher Dienstleistungen. Auch ein Helferkreis zur Integration von Flüchtlingen wurde vom Bürgerservice initiiert. 
  • Auf Grundlage von abgestimmten gemeindlichen und privaten Initiativen konnten in einem ehemaligen Einkaufsmarkt in Bachhagel eine Arztpraxis und eine Sozialstation angesiedelt und barrierefreie Wohnungen geschaffen werden. 
  • Im Jahr 2010 gründete sich der interkommunale Seniorenbeirat. Er führt jährlich etwa 30 bis 35 Veranstaltungen durch. Seit dem Gründungsjahr hat die Zahl der jährlichen Teilnehmer auf etwa 1.500 erhöht. Neben den allseits beliebten Seniorentänzen treffen sich die Senioren auch gerne zu Vorträgen oder Ausflugsfahrten. 
  • Der Jugendtreff Syrgenstein wurde im ehemaligen Bauhofgebäude eingerichtet. Daneben ist das Jugendcafé in Bachhagel Bestandteil der Jugendarbeit im Bachtal. Hierzu wird seit 2013 ein Jugendpfleger engagiert, der die Jugendlichen begleitet und unterstützt und die Jugendarbeit im Bachtal koordiniert.

 

Die Zusammenarbeit der ILE-Gemeinden wurde durch das Städtebauförderprogramm "Kleine Städte und Gemeinden – überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke" intensiviert. Erste Maßnahmen konnten bereits umgesetzt werden, darunter der Umbau einer Hofstelle zum Wohnhof in Landshausen und die Aufwertung der Gemeindehalle in Zöschingen zu einer multifunktionalen Gemeinde- und Kulturhalle.

Ergebnis

Die intensive interkommunale Zusammenarbeit und die aktive Einbindung der Bürger aller Gemeinden haben zu einer deutlichen Verbesserung der sozialen Versorgungsstruktur im Bachtal beigetragen. Das "Kirchturmdenken" wurde durch die vertrauensvolle Zusammenarbeit in den gemeindlichen Gremien und die ehrenamtliche Mitarbeit von engagierten Bürgern abgebaut. Die interkommunale Kooperation entwickelte sich zu einem gelebten und fest verankerten Arbeitsprinzip. Sie ist kein Zweckbündnis, sondern wird praktiziert und ständig weiterentwickelt.

Bewertungsfragen

1. Inwieweit wurde ein Mangel durch die gemeinschaftliche Aktion beseitigt?

  • Mit dem Bürgerservice Bachtal wurde eine Anlaufstelle für Senioren mit dem Ziel geschaffen, älterwerdenden Menschen möglichst lange ein selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Leben in ihrem vertrauten Wohnumfeld zu ermöglichen.
  • Die Koordination der Jugendarbeit durch einen professionellen Jugendpfleger stellt sicher, dass sich diese qualifiziert weiterentwickelt.  Sie ermöglicht den Jugendlichen, ihre Freizeit sinnvoll in Gruppen zu verbringen, gemeinsam etwas zu unternehmen, zu lernen und Spaß zu haben. 

2. Inwieweit erhöht sich durch das Projekt die Lebensqualität vor Ort?

  • Bürger, vor allem Jugendliche und Senioren, haben fachkundige Ansprechpartner für alle Lebenslagen.

3. Inwieweit fördert das Projekt die Gemeinschaft und vereinfacht die Teilhabe?

  • Der Seniorenbeirat führt jährlich etwa 30 bis 35 Veranstaltungen durch. Seit dem Gründungsjahr hat die Zahl der jährlichen Teilnehmer von anfangs rund 550 bis etwa 1.500 Teilnehmern im Jahr 2015 kontinuierlich zugenommen.

4. Inwieweit führt das Projekt zu einer nachhaltigen Lösung?

  • Die stetige Sicherung und Verbesserung der Lebens- und Wohnbedingungen entlang der Lebensphasen und Bedürfnisse der Bevölkerung stellt den Kern der Zusammenarbeit der drei Gemeinden dar.

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