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Regiocrowd

Startseite des Themenportals RegioCrowd; Foto: Dübener Heide e. V.

Die Ausgangssituation

Für Vereine und Initiativen ist es oft schwer, Fördermittel für kleine Projekte der Regionalentwicklung zu erhalten. Zudem ist es nicht immer einfach, Engagierte für eine freiwillige Mitarbeit zu finden. Im Rahmen des Projekts "Engagement 2020 – bürgerschaftliches Engagement neu gedacht" erprobte der Verein Dübener Heide e. V. deshalb neue Formen des bürgerschaftlichen Engagements in seiner Region. Ziel war es, mit den neuen Angeboten viele kleine lebensqualitätsverbessernde Maßnahmen umzusetzen und die Betreuung von Natura 2000-Gebieten oder Fauna-Flora-Habitat-Arten (FFH) zu gewährleisten.

Aktion

Im Mittelpunkt des Projekts standen zeitgemäße Formen von Zeit- und Geldspenden. Die Projektverantwortlichen wollten insbesondere die Bürger aus der Region und den angrenzenden Großstadtgebieten Leipzig und Halle ansprechen. Ihnen sollte ermöglicht werden, sich mit Geld oder ihrer Arbeitskraft in Regionalentwicklungsprojekten zu engagieren. Als zentrales Element entwickelte man deshalb die Themenplattform "RegioCrowd" (www.regiocrowd.de). Dort sind Kleinprojekte mit regionalem Bezug gelistet, die mit Zeit- oder Geldspenden umgesetzt werden sollen. Interessierte können sich problemlos im Internet über die Projekte informieren und diese mit Zeit- und Geldspenden unterstützen.
Bei beiden Formen des Engagements soll für die Spender das Erlebnis im Vordergrund stehen. Denn darin liegt nach Ansicht der Projektmacher das Potenzial, neue Zielgruppen zu erschließen und für Themen der Region zu begeistern. Das Neue an dieser Form der Spende ist damit die "Gegenleistung". In der Regel handelt es sich um ein nichtfinanzielles Dankeschön, das der oder die Spendende nach erfolgreicher Projektfinanzierung erhält. Diese Gegenleistungen variieren je nach Höhe der eingebrachten Spende, haben aber immer Bezug zum Projekt - beispielsweise eine Honigmassage bei einem Projekt, das die Errichtung eines Bienenhauses und den Kauf eines Bienenvolkes zum Ziel hatte.

Ergebnis

Der Verein Dübener Heide hat mit diesem Projekt einen Marktplatz für bürgerschaftliche Teilhabe geschaffen. Die Erfahrungen zeigen, dass eine neue Kommunikationsstrategie (inklusive Einbeziehung der sozialen Medien) Erfolge zeigt. Bei den Heidekraut-Erlebnistagen engagierten sich beispielsweise bis zu 60 Teilnehmer. Insgesamt konnten im Projektzeitraum über 40 Freiwilligenvereinbarungen zur Betreuung von Wanderwegen, Bienenstöcken und Biberrevieren abgeschlossen werden. Mittelständische Unternehmen aus der Region beteiligten sich mit 32 Mitarbeitern an drei Aktionstagen im Artenschutz und der Landschaftspflege. Bei vier erfolgreichen Crowdfunding-Projekten konnten bislang mehr als 12.000 Euro eingeworben werden.

Seit dem Ende der Förderphase wird das Projekt im Zusammenspiel von Naturpark und Regionalmanagement durchgeführt und von einem fünfköpfigen Team gemanagt. Für die überregionale Multiplikation wurde ein Leitfaden erstellt. Bereits über zehn Regionen haben Interesse an der Übernahme der Strategie des regionalen Crowdfundings und des damit verbundenen Systems bekundet und treffen sich – mit Unterstützung des Verbandes Deutscher Naturparke – zu gemeinsamen Arbeitssitzungen.

Bewertungsfragen

1. Inwieweit wurde ein Mangel durch die gemeinschaftliche Aktion beseitigt?

  • Es gibt bundesweit keine Plattform, die Zeit- und Geldspenden in der Regionalentwicklung dezentral zusammenführt.
  • Es fehlt eine regionale Infrastruktur, um Ressourcen und Teilhabe zu generieren.

2. Inwieweit erhöht sich durch das Projekt die Lebensqualität vor Ort?

  • Kann auch als (preisgünstiges) Instrument der Lokalen Aktionsgruppen und des Regionalmanagements genutzt werden, um neue Engagementformen zu entwickeln und zu kommunizieren
  • Erhöht die Lebensqualität für alle Bevölkerungsgruppen, da mit der Plattform ein Teilhabeangebot in der Region geschaffen wurde.
  • Erhöht die regionale Identität in der Region: Durch den direkten regionalen Bezug der Projekte entsteht bei den Beteiligten ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl im Sinne "Wir für die Region".
  • Bringt Menschen zusammen: Durch die Ausrichtung der Angebote an bestimmten Themen (z. B. Pflege von Heidekraut, Betreuung von Biberrevieren) finden sich Menschen über gemeinsame Interessen zusammen.
  • Hat nachhaltige Wirkungen: Es unterstützt andere Vorhaben dabei, realisiert zu werden, die auf andere Weise nicht möglich gewesen wären, z. B. das Theaterprojekt "LANDschafftTHEATER" oder das Biodiversitätsprojekt "Bienen für Schnaditz"

3. Inwieweit fördert das Projekt die Gemeinschaft und vereinfacht die Teilhabe?

  • Das Projekt ermöglicht Interessierten in einfacher Weise, sich mit Geld oder ihrer Arbeitskraft in Regionalentwicklungsprojekten zu engagieren.

4. Inwieweit führt das Projekt zu einer nachhaltigen Lösung?

  • beispielhaftes Projekt, das zeigt, wie man als Dorf auf die Wünsche des Großteils der älteren Bewohner eingehen kann
  • Die Senioren bleiben länger beweglich.
  • Älter werden ist schön, wenn man gesund bleibt!

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