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Natur erLEBEN für ALLE

Einige Bewohner von Gut Sannum; Foto: Kuhlmann, Gut Sannum

Die Ausgangsituation

Gut Sannum ist in sozialer wie landschaftlicher Hinsicht ein sehr beachtenswerter Ort. Das Gut liegt inmitten der Wildeshauser Geest, am Rand der Ortschaft Huntlosen. Im Zentrum des Anwesens befindet sich ein liebevoll gestalteter Gutshof mit gemütlichen Sitzecken und einem Spielplatz. Hier leben etwa 150 Erwachsene mit einer geistigen, seelischen, körperlichen oder mehrfachen Behinderung alters- und bedarfsgerecht zusammen. Seit vielen Jahren arbeitet der Bezirksverband Oldenburg (BVO) als Betreiber der Einrichtung darauf hin, das Gut zu einem offenen Ort zu entwickeln, der Menschen mit und ohne Behinderung viele Freiräume bietet und ungezwungene Begegnungen ermöglicht.

Aktion

Zum Konzept der Betreuungseinrichtung gehört, das Lebensumfeld stetig an den individuellen Bedürfnissen der Bewohner auszurichten. Im Herbst 2010 startete deshalb das Projekt "Natur erLEBEN für ALLE". Es galt, die weitläufigen Außenanlagen des Gutes neu zu gestalten – für die Gäste und Bewohner und mit ihrer Beteiligung.

Unter fachlicher Anleitung führten Heimbewohner, Mitarbeiter sowie Mitglieder des Freundeskreises einen dreitägigen Planungsworkshop durch. Insbesondere die Bewohner konnten ihre Vorstellungen und Ideen einbringen. Ein beauftragtes Institut entwickelte im Anschluss ein Gestaltungskonzept, das in den folgenden Jahren realisiert wurde.

Auch an den Bauarbeiten waren die Bewohner im Rahmen ihrer Möglichkeiten beteiligt. Es entstanden Gärten, Aufenthaltsmöglichkeiten, ein Streichelzoo und Wanderwege. Die Hauptwege wurden rollstuhl- und rollatorgerecht ausgebaut und bekamen ein barrierefreies Leitsystem. Zudem wurde der zentrale Platz vor dem Gutshof neu gestaltet. Auf dem ehemaligen Parkplatz entstand ein schöner Aufenthaltsbereich mit einer direkten Anbindung an einen öffentlichen Wanderweg, der über das Gutshofgelände führt. Seit dem Abschluss der Bauarbeiten pflegen die Bewohner der Einrichtung mit Unterstützung die neuen Gärten und Wege.

Ergebnis

Es war eine Menge Arbeit für alle Beteiligten, aber der Aufwand hat sich gelohnt: Im Umfeld des Gutshofes sind attraktive Aufenthaltsmöglichkeiten entstanden. Davon profitieren die Heimbewohner ebenso wie Nachbarn und Touristen, die die Wanderwege nutzen. Insbesondere durch die Umgestaltung des zentralen Platzes hat sich die Betreuungseinrichtung viel stärker gegenüber den Anwohnern und Touristen geöffnet. Das fördert den Austausch, die Kommunikation und kommt auch dem Hofladen zugute, der von den Heimbewohnern betrieben wird.

Das Projekt war aber auch ein ganz persönlicher Gewinn für viele Bewohner von Gut Sannum. Die gemeinsame Planung, Umsetzung und Pflege der Außenanlagen hat das Gemeinschaftsgefühl gestärkt und macht die Bewohner stolz, etwas gemeinsam bewirkt zu haben. Dies führte zu einer Steigerung des Selbstwertgefühls und des eigenverantwortlichen Handelns.

Bewertungsfragen

1. Inwieweit wurde ein Mangel durch die gemeinschaftliche Aktion beseitigt?

  • Außenanlage barrierefrei
  • Öffnung gegenüber Nachbarn und Touristen

2. Inwieweit erhöht sich durch das Projekt die Lebensqualität vor Ort?

  • mehr Austausch
  • mehr Selbstwertgefühl der Bewohner
  • Erhöhung der touristischen Attraktivität

3. Inwieweit fördert das Projekt die Gemeinschaft und vereinfacht die Teilhabe?

  • barrierefreie Wege
  • attraktive Aufenthaltsbereiche im Umfeld
  • mehr Austausch mit Nachbarn und Touristen und mehr Laufkundschaft im Hofladen

    4. Inwieweit führt das Projekt zu einer nachhaltigen Lösung?

    • Einbindung aller Akteure in die Planung

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