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Koordination des Nachbarschaftstreffs SchanZe

Gemeinsames Abendessen beim Nachbarschaftstreff; Foto: Maria Hermann

Die Ausgangssituation

Die Wohnsiedlung rund um die Straße Schanzenbarg in Bad Oldesloe entstand zwischen 1965 und 1975. Heute leben etwa 2.500 Menschen hier. Das Quartier ist von einem überdurchschnittlichen Anteil an Hartz-IV-Empfängern, Alleinerziehenden und Menschen mit Migrationshintergrund geprägt. Versorgungseinrichtungen und Freizeitangebote für die Bevölkerung gibt es kaum.

Im Rahmen des Projekts Q8 der Evangelischen Stiftungen Alsterdorf in Partnerschaft mit der NORDMETALL-Stiftung wurde im Jahr 2012 ein runder Tisch zur Stadtteilentwicklung initiiert. Der Handlungsbedarf war unumstritten.

Aktion

Ein Ansatzpunkt zur Verbesserung des sozialen Umfelds im Quartier war der Aufbau des Schanzenbarg-Zentrums (SchanZe). Dabei wurde im Rahmen eines Modellprojekts im Bundesprogramm Experimenteller Wohnungs- und Städtebau (ExWoSt) ein leer stehendes Lebensmittelgeschäft zum Nachbarschaftszentrum umgebaut. Ehrenamtliche Unterstützer des Vereins "SchanZe – wohnen und leben in guter Nachbarschaft e. V." sorgen seitdem für vielfältige Freizeitangebote, darunter Nachbarschaftscafés, Spielnachmittage, Ferienpass-Aktionen für Kinder oder Sprachkurse für Flüchtlinge. Eine Nachbarschaftswerkstatt kann genutzt werden. Nach Absprache finden außerdem Pflege- und Budgetberatungen statt.

Dennoch zeigte sich, dass verschiedene Bewohnergruppen im Quartier weiterhin ausgeschlossen blieben oder die Hemmschwelle, das Zentrum zu besuchen, zu hoch war. Um die gewünschten Begegnungsprozesse tatsächlich herzustellen, bedurfte es einer professionellen Anbahnung und Begleitung. Ein von LEADER gefördertes Projekt setzt hier an: Eine Kümmerin soll nun den Aufbau einer aktiven Nachbarschaft koordinieren und vorantreiben.

Ergebnis

Die Kümmerin und die Assistenzkraft haben ihre Arbeit am 1. Juli 2016 aufgenommen. Ihre Aufgabe ist es, neue Angebote zu schaffen und das bestehende Engagement zu bündeln. Dazu unterstützen sie neue Initiativen, knüpfen Kontakte und etablieren ein Netzwerk, in dem Bürger Bürgern helfen. Gleichzeitig stellen sie Kontakte zur Stadtverwaltung und sozialen Trägern her und kümmern sich um Sponsoren und Förderer. Mit diesem Mix aus Hilfe zur Selbsthilfe, Unterstützung des bestehenden Engagements und Vermittlung von professioneller Hilfe wird das Miteinander im Quartier durch die koordinierende Netzwerkarbeit positiv entwickelt.

Bewertungsfragen

1. Inwieweit wurde ein Mangel durch die gemeinschaftliche Aktion beseitigt?

  • Einem Mangel an Versorgungs- und Freizeitangeboten im Quartier wird aktiv entgegengewirkt.

2. Inwieweit erhöht sich durch das Projekt die Lebensqualität vor Ort?

  • Das Projekt schafft und sichert ein vielfältiges kulturelles und soziales Angebot im Quartier.
  • Mit dem Projekt werden Kommunikation und Inklusion gefördert.
  • Das Projekt bietet einen Ansprechpartner für engagierte Bewohner.

3. Inwieweit fördert das Projekt die Gemeinschaft und vereinfacht die Teilhabe?

  • Die barrierefreien Räume des Begegnungszentrums stehen allen offen.
  • Im Rahmen von Veranstaltungen und Kursen kommt es zum Austausch unter den Bewohnern.

4. Inwieweit führt das Projekt zu einer nachhaltigen Lösung?

  • Das Projekt zeigt modellhaft auf, wie aktive Nachbarschaft nachhaltig unterstützt und aufgebaut werden kann.
  • Die durch das Projekt geschaffenen Strukturen sichern einen möglichst langen Verbleib in gewohnter Umgebung auch im Alter.
  • Die Modellhaftigkeit des Projekts besteht in dem Mix aus Selbsthilfe, bürgerschaftlichem Engagement, Nachbarschaftshilfe, technikbasierten Lösungen sowie professioneller Unterstützung.

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