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Mannebach aktiv – alt & jung: Dorffitnessraum

Fittness in Mannebach; Foto: LAG Moselfranken

Die Ausgangssituation

Wie viele ländliche Gemeinden ist Mannebach mit rund 720 Einwohnern stark vom demografischen Wandel betroffen. Die Gesellschaft in dem rheinland-pfälzischen Dorf wird überaltern, doch gerade für ältere Menschen fehlten die Möglichkeiten, sich körperlich fit zu halten.
Das vorhandene, stark begrenzte Sportangebot wurde von den älteren Bewohnern aus verschiedenen Gründen abgelehnt. "In meinem Alter gehe ich nicht mehr in einen Verein!" oder "Ich kann mir das Fitnessstudio mit meiner kleinen Rente nicht leisten!", waren gängige Argumente. Eine Abfrage des Ortsbürgermeisters Bernd Gard zeigte aber, dass etwa 100 Dorfbewohner am Thema Fitness interessiert sind.

Aktion

Die Mannebacher Dorfgemeinschaft möchte nicht nur dazu beitragen, die körperliche und geistige Mobilität der Bewohner aufrecht zu erhalten, sondern gleichzeitig, dass die Region mobil bleibt. Teil des Mannebacher Mobilitätsmodells ist daher das LEADER-Projekt "Mannebach aktiv – alt & jung: Dorffitnessraum". Das Ziel: Je länger sich die Senioren körperlich fit fühlen, umso länger wohnen sie in ihrem gewohnten Wohnumfeld und umso seltener verlassen sie das Dorf, um in ein Seniorenzentrum in der Stadt zu ziehen.

Ergebnis

Die Ortsgemeinde beschloss, einen Dorffitnessraum neben dem örtlichen Bürgerhaus zu bauen und einzurichten, damit Manne¬bacher, Bewohner der umliegenden Dörfer und Urlaubsgäste dort ihre körperliche Fitness trainieren können. Mit der LEADER-Förderung wurden sowohl die Raumgestaltung als auch die Fitnessgeräte finanziert. Die Maler- und Elektroarbeiten schulterte die Bevölkerung der Ortsgemeinde in Eigenleistung, nur die Materialien mussten beschafft werden.

Die für das Projekt eingegangenen Einnahmen in Höhe von 38 000 Euro setzen sich aus einem Zuschuss des Bundes (Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen & Jugend / Deutscher Verband für Wohnungswesen, Städtebau & Raumordnung e. V.) in Höhe von 30 000 Euro, einem Kreiszuschusses (Stiftung "Zukunft in Trier-Saarburg") in Höhe von 5 000 Euro sowie einer Spende der Sparkasse Trier für die Unterhaltung des Dorffitnessraumes in Höhe von 3 000 Euro zusammen. Diese Einnahmen sind als förderunschädlich einzustufen, da es sich um Einnahmen aus öffentlichen Zuschüssen handelt. Die Spende der Sparkasse Trier ist ebenfalls förderunschädlich, da sie für die Unterhaltung des Dorffitnessraums verwendet wird.

Die offizielle Einweihung des Dorffitnessraumes fand am 9. Mai 2014 statt. Die Mannebacher Bürgerinnen und Bürger, die Bewohner der Region und auch Touristen zeigen großes Interesse am Fitnessangebot, das sie kostenlos und zeitlich flexibel nutzen: Mehr als ein Drittel der Bewohner trainiert mittlerweile in der dorfeigenen Gesundheitshütte. Ehrenamtliche Seniorenhelferinnen betreuen das Kraftausdauertraining. "Immer, wenn ich aus dem Fitnessraum komme, bin ich mit mir zufrieden", sagte einer der Nutzer gegenüber dem SWR Fernsehen. "Sport – habe ich festgestellt – ist ein gutes Heilmittel."

Bewertungsfragen

1. Inwieweit wurde ein Mangel durch die gemeinschaftliche Aktion beseitigt?

  • Die älteren Dorfbewohner haben nun eine altersgerechte Möglichkeit, Sport zu treiben und werden dabei angeleitet.

2. Inwieweit erhöht sich durch das Projekt die Lebensqualität vor Ort?

  • Ältere Menschen bleiben im Idealfall länger fit und eigenständig – und können somit länger in ihrer gewohnten Umgebung im Dorf leben. 

3. Inwieweit fördert das Projekt die Gemeinschaft und vereinfacht die Teilhabe?

  • Für die Senioren wird im Ort aktiv etwas getan, sie fühlen sich als Teil der Gemeinschaft.
  • neuer Treffpunkt im Ort, der den Austausch zwischen den jung und alt fördert

4. Inwieweit führt das Projekt zu einer nachhaltigen Lösung?

  • beispielhaftes Projekt, das zeigt, wie man als Dorf auf die Wünsche des Großteils der älteren Bewohner eingehen kann
  • Die Senioren bleiben länger beweglich.
  • Älter werden ist schön, wenn man gesund bleibt!

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