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Luisenhof Langenchursdorf

Der Luisenhof; Foto: Robby Hammer, Vorstand des Vereins

Die Ausgangssituation

Im Chemnitzer Land mangelt es an Betreuungsangeboten und -einrichtungen mit sonder- und sozialpädagogischer Ausrichtung. Aus einer heilpädagogisch orientierten Initiative im Umfeld der Waldorfschule Chemnitz entstand 2007 daher der Impuls, eine alternative Betreuungseinrichtung zu schaffen. Mitglieder des Vereins "Heilpädagogisches-Künstlerisches Therapeutikum Chemnitz e. V." entschieden sich 2009, einen alten Vierseithof umzunutzen, um eine Lebens- und Arbeitsgemeinschaft zu gründen – für sich und Kinder und Jugendliche mit besonderem Betreuungsbedarf.

Aktion

Der Luisenhof ist ein großer denkmalgeschützter Vierseithof. Ortsbildprägend befindet er sich im historischen Ortskern von Langenchursdorf. Um das tradtionelle, landwirtschaftliche Gehöft zu einem Lebensort für zwei Familien sowie Kinder mit besonderem Betreuungsbedarf zu machen, bedurfte es aufwendiger Sanierungsarbeiten. Nach dem Kauf des Anwesens sanierte man zunächst das große Wohnstallhaus des Anwesens. Dank des großen Engagements der Hofgemeinschaft und zahlreicher Helfer konnten die Wohn- und Gemeinschaftsräume zügig renoviert und bezogen werden. 24 Personen fanden nach und nach eine neue Heimat auf dem Hof. 2012 folgte der Umbau des sogenannten Brunnenhauses. Im Sommer 2014 wurde darin ein Seminar- und Gästehaus eröffnet, das auch eine kleine Pension und ein Hofcafé beherbergt. Ab 2016 sollen dann im dritten Gebäude des Hofes Seminarräume und ein "Grünes Klassenzimmer" entstehen.

Ergebnis

Heute liegt der Schwerpunkt der Arbeit auf dem Luisenhof in der (heil-)pädagogischen Begleitung von Kindern und Jugendlichen, sie werden in einem familiären Umfeld betreut. Die Dauer der Betreuung variiert von einigen Monaten bis zum Daueraufenthalt. Ziel ist ein schulischer oder beruflicher Abschluss beziehungsweise die Wiedereingliederung in die Herkunftsfamilie. Die therapeutische Wirkung stützt sich auf vielfältige handwerks- und hauswirtschaftliche Arbeitsangebote, wobei die landwirtschaftliche Nutzung der hofeigenen Flächen im Mittelpunkt steht. Insgesamt werden etwa drei Hektar Weideland, 3,7 Hektar Ackerland und ein Garten biologisch-dynamisch zur Selbstversorgung bewirtschaftet.

Gleichzeitig bietet der Luisenhof ambulante pädagogische Projekte für Schulklassen und Kindergartengruppen an. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Handlungspädagogik – also praktische Erfahrungen selbst zu machen. Kulturelle Veranstaltungen ergänzen das Angebot.

Für die Dorfgemeinschaft sowie Kinder und Jugendliche aus Kitas und Schulen der Region sind die neuen Nachbarn ein Gewinn. Auf dem Hof können sie sozialen Zusammenhalt und gelebte Inklusion erleben. Gleichzeitig profitieren sie von den vielfältigen Angeboten des Luisenhofes.

Bewertungsfragen

1. Inwieweit wurde ein Mangel durch die gemeinschaftliche Aktion beseitigt?

  • Sanierung und Umnutzung eines ortsbildprägenden Vierseithofes.
  • Inklusion benachteiligter Menschen: Betreuungsbedürftige Kinder und Jugendliche erfahren soziale Bindung, Achtung sowie das Gefühl, gebraucht zu werden und Verantwortung zu übernehmen

2. Inwieweit erhöht sich durch das Projekt die Lebensqualität vor Ort?

  • Das barrierefreie Haus trägt mit seinen Angeboten zum sozialen und kulturellen Leben der Umgebung bei.
  • Die Dorfgemeinschaft sowie Kinder und Jugendliche aus Kitas und Schulen der Region erleben sozialen Zusammenhalt und gelebte Inklusion.
  • Die Sanierung des ortsbildprägenden Hofes erhöht die Attraktivität des Ortes.

3. Inwieweit fördert das Projekt die Gemeinschaft und vereinfacht die Teilhabe?

  • Einbindung von Menschen mit besonderem Betreuungsbedarf in eine familiäre Gemeinschaft. Sie werden in das Hofleben einbezogen, sind in die Hauswirtschaft eingebunden, können sich mit Bauen und Kultur und mit der Landwirtschaft beschäftigen.

4. Inwieweit führt das Projekt zu einer nachhaltigen Lösung?

  • Das Projekt ist ein Beispiel für eine gelungene Umnutzung eines ungenutzten Bauernhofes.
  • Die Dorfgemeinschaft sowie Kinder und Jugendliche aus Kitas und Schulen der Region erleben sozialen Zusammenhalt und gelebte Inklusion.

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