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Garten Eden Waddens

Der Horstühl, ein informativer Ruheplatz; Foto: Meike Lücke, Hörstuhl Waddens

Die Ausgangssituation

Im 400 Einwohner zählenden Dorf Waddens im Landkreis Wesermarsch machen sich die Veränderungen des demografischen Wandels gravierend bemerkbar. Einen multifunktionalen und authentischen Treffpunkt für alle zu schaffen – und auch Touristen eine Rastmöglichkeit zu geben – war Motivation für drei LEADER-Projekte.

Aktion

In Waddens wurden in den vergangenen Jahren in enger Kooperation von Kirchengemeinde und Bürgern drei LEADER-Projekte miteinander verzahnt: der "Garten Eden", der Erhalt der Alten Pastorei und der "Hörstuhl". 2010 war bereits der Garten Eden auf der ehemaligen, rund 3 000 Quadratmeter großen Nutzgartenfläche der Alten Pastorei für die öffentliche Nutzung bereitgestellt worden. Ein Rundweg zum Flanieren, ein sogenannter historischer Flurenpadd, führt über das Gelände; Sitzbänke und ein Pavillon laden zum Erholen ein. Eine Trockenmauer, ein Insektenhotel sowie heimische Obstbäume und Beerensträucher sorgen dafür, dass sich auch Tiere auf diesem Areal, direkt am von Touristen stark frequentierten Radweg, wohlfühlen. Ebenfalls 2010 wurde die Alte Pastorei, die an den Garten Eden angrenzt, restauriert. Das Reetdach konnte erhalten werden und eine zeitgemäße Energetik wurde eingebaut. Die Pastorei beherbergt einen Kindergarten, für die Kinder wurde im Garten Eden ein "Kinderacker" angelegt, auf dem sie lernen, wie man Gemüse anbaut.

Ergebnis

Um dem Garten ein besonderes Flair zu geben, wurde er 2014 um einen sogenannten "Hörstuhl" erweitert. Diese Sitzgelegenheit mit künstlerisch gestalteter Form sowie Licht- und Akustik-Installation greift die Landschaftsgeschichte der Region auf. Die Sprechtexte wurden nicht nur von Schauspielern aufgenommen, sondern auch von Dorfbewohnern. In einer Doppelglaswand im Hörstuhl wird den Besuchern der aktuelle Wasserpegel der Nordsee angezeigt, vor dem das Dorf durch einen Deich geschützt ist. Auf Knopfdruck startet die Ton- und Sprechakustik und der Wasserstand in der Hörstuhlglaswand steigt auf Sturmfluthöhe, um zu zeigen, wie hoch der Meeresspiegel ohne Deich im Dorf stehen würde.

Der Garten Eden wird mittlerweile generationenübergreifend genutzt, für private und öffentliche Feste und Märkte. "Wer einmal hier gewesen ist, den Garten Eden und den Hörstuhl besucht hat, der wird Waddens so schnell nicht mehr vergessen", sagte der ehemalige Bürgermeister Rolf Blumenberg zur Nordwest-Zeitung Online. "Wir brauchen in Butjadingen diese Orte, die unverwechselbar sind und die Eigenarten und die Geschichte eines Dorfes darstellen."

Rund 38.000 Euro LEADER-Mittel flossen in die Projekte im Garten Eden, finanzielle Unterstützung kam außerdem vom II. Oldenburgischen Deichband und von der Umweltlotterie Bingo-Lotto. Viele Akteure aus Kirchengemeinde und Dorfgemeinschaft sowie Künstler waren in die Planung, Vorbereitung und Durchführung eingebunden. Durch den intensiven Austausch ist mittlerweile ein informelles Netzwerk entstanden.

Bewertungsfragen

1. Inwieweit wurde ein Mangel durch die gemeinschaftliche Aktion beseitigt?

  • Mit dem erweiterten Garten Eden ist eine öffentliche Fläche entstanden, die von Einwohnern und Touristen für vielfältige Aktivitäten genutzt wird, darunter das Erntedankfest, der Weihnachts- und der Pflanzenmarkt, genauso wie für Sportvereinsehrungen und private Feste.

2. Inwieweit erhöht sich durch das Projekt die Lebensqualität vor Ort?

  • Durch das Projekt ist ein Treffunkt und Erholungsraum im Freien für Einwohner und Touristen entstanden. Gleichzeitig vermittelt der Garten einen Einblick in die Landschaftsgeschichte der Region und sensibilisiert für den Klimawandel, dem die Küsten Deutschlands besonders stark ausgeliefert sind.

3. Inwieweit fördert das Projekt die Gemeinschaft und vereinfacht die Teilhabe?

  • Der Garten ist öffentlich zugänglich und schafft einen Treffpunkt für Einheimische und Touristen. Durch den "Kinderacker", auf dem Kinder das Gärtnern lernen, werden auch die kleinsten Dorfbewohner einbezogen.

4. Inwieweit führt das Projekt zu einer nachhaltigen Lösung?

  • Ein historisches Gebäude bleibt langfristig erhalten.
  • Ein Platz im Ort wird wieder genutzt.

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