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Die Fehmarn-Wege

Radeln zwischen Meer und Blumenwiesen; Foto: Fehmarn-Wege GmbH & Co. KG/Herrn Haltermann

Die Ausgangssituation

Die Ostseeinsel Fehmarn ist ein beliebtes Ferienziel - ein idealer Ort zum Wandern und Radfahren: Vielfältige Küsten und das idyllische Hinterland bieten eine wunderbare Kulisse für Touren über die überschaubare und naturnahe Insel.

Viele Bürger und Touristen kritisierten allerdings seit Langem die Radverkehrssituation auf der Insel. Geeignete Rad- und Wanderwege bestehen nur entlang der Küsten. Im Landesinneren sind die Bedingungen für Radler nicht ideal, besonders während der Saison. Die meisten Straßen sind schmal oder werden stark durch Urlaubsverkehr und landwirtschaftliche Fahrzeuge genutzt. Tief ausgefahrene Banketten bergen zudem eine hohe Unfallgefahr.

Das zu ändern, ist für die Kommune aus rechtlichen und finanziellen Gründen schwierig. Einerseits stellen Ausbau und Erhalt der Verkehrswege aufgrund der saisonalen Nutzungsspitzen eine große Herausforderung dar. Andererseits erschweren hohe Bodenpreise und die Erhebung von Straßenausbaubeiträgen den kommunalen Ausbau.

Aktion

Aus einer privaten Initiative heraus entstand deshalb die Idee, neue Wege als Öffentlich-Privates-Partnerschafts-Projekt (ÖPP) umzusetzen. Dazu wurde im Jahr 2011 die Fehmarn-Wege GmbH & Co. KG gegründet. Die Initiatoren nahmen Gespräche mit verschiedenen Landwirten und Grundeigentümern auf und stießen rasch auf eine große Bereitschaft, sich mit Flächen und Investitionen am Wegeprojekt zu beteiligen.

Insbesondere die Landwirte waren bereit, sich am Ausbau der Wege zu beteiligen. Mit einem großen Anteil am eingebrachten Kapital und den bereitgestellten Flächen sind sie heute die wichtigste Säule des Erfolges. Eine Beteiligung an der Gesellschaft steht aber allen Fehmeranern offen. Neben der Stadt Fehmarn sind auch viele weitere touristische Akteure an der Gesellschaft beteiligt. Es ist das Ziel der Gesellschaft, alle Akteure im touristischen Bereich einzubinden und zu beteiligen. Eine Beteiligung an der Fehmarn-Wege GmbH & Co. KG sichert über entsprechende Einsichts- und Mitwirkungsrechte der Gesellschafter eine große Transparenz des Projektes und eine breite Akzeptanz der Bürger für das Vorhaben.

Ergebnis

Seit 2011 wurden etwa 25 Kilometer neue Wander- und Radwege gebaut. Die Wege sind für alle Gäste und Bürger nutzbar, mit ihrer wassergebundenen Oberfläche eignen sie sich auch für Spaziergänge mit Kinderwagen, Rollatoren oder Rollstühlen. Ein besonderes Highlight bilden die nach und nach aufgestellten "Feldsofas". Diese laden an landschaftlich reizvollen Orten der Insel zum Verweilen ein und informieren an Informationstafeln über die Insel und die Landwirtschaft. Diese Rastplätze sind mittlerweile zu einem Markenzeichen des Projektes und der Insel geworden. Entlang der neuen Wege haben Landwirte freiwillig und unentgeltlich Blühstreifen eingesät, die den Reiz der Wege ebenfalls erhöhen.

Gleichzeitig sind die neuen Wege ein Beitrag zur Verkehrssicherheit auf der Insel, da sich Radfahrer und Fußgänger nun getrennt von dem in der Saison oft sehr lebhaften Fahrzeugverkehr bewegen können. Das kommt auch den Fehmaranern zugute, insbesondere weil die Wege Richtung Landkirchen / Burg auch als Schulwege genutzt werden. Und die Wege stärken das Gemeinschaftsgefühl: Die umfassende Beteiligung von Bürgern, Landbesitzern und der Kommune in der Betreibergesellschaft schafft für viele Beteiligte das gute Gefühl, einen eigenen Weg zu gehen …

Bewertungsfragen

1. Inwieweit wurde ein Mangel durch die gemeinschaftliche Aktion beseitigt?

  • Ein jahrzehntelanger Mangel an Rad- und Wanderwegen wurde beseitigt.
  • Die Verkehrssicherheit wurde deutlich verbessert.

2. Inwieweit erhöht sich durch das Projekt die Lebensqualität vor Ort?

  • Durch das Projekt wurde eine attraktive touristische Infrastruktur geschaffen.
  • Durch das Projekt wurde die Verkehrssituation verbessert.
  • die Attraktivität der Dörfer erhöht sich aufgrund der besseren und gefahrloseren Anbindung an Zentralorte
  • Bürger bekommen die Möglichkeit mitzugestalten.

3. Inwieweit fördert das Projekt die Gemeinschaft und vereinfacht die Teilhabe?

  • Die Wege sind barrierearm.
  • Touristen und Bürgern wird der Zugang ermöglicht.
  • Verbindungen zwischen Orten und Dörfern werden verbessert.
  • Information, Erholung und Austausch werden erleichtert, besonders durch die Feldsofas.

4. Inwieweit führt das Projekt zu einer nachhaltigen Lösung?

  • Ein ÖPP-Projekt finanziert Infrastruktur, von der alle profitieren. Das Projekt ist langfristig angelegt und gesichert. Gestaltungsmöglichkeiten und Mitspracherechte sind breit gestreut.
  • Art des Lösungsansatzes mit finanzieller und organisatorischer Beteiligung der Bürger zur Schaffung öffentlicher Infrastruktur

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