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Familien- und Generationenpark Horstmar

Sommerfest im Familien- und Generationenpark Horstmar; Foto: Willi Böddeling

Die Ausgangssituation

Wenn die Grundversorgung in kleinen Orten zurückgeht, verschwinden oft auch Räume der Begegnung. Setzt man dem nichts entgegen, verlieren die Ortskerne schnell an Attraktivität. Im nordrhein-westfälischen Horstmar wollte man es so weit nicht kommen lassen. Eine brachliegende Fläche in der Innenstadt sollte zu einem lebendigen Familien- und Generationenpark umgebaut werden, um einen attraktiven Treffpunkt für Bewohner und Gäste zu schaffen.

Aktion

Es war der Wunsch der Stadtverwaltung, eine attraktive Parkanlage in zentraler Lage zu schaffen - zum Erholen, Spielen oder Feiern. Gute Voraussetzungen dafür bot eine brachliegende Fläche im ehemaligen Stadtgarten: Das Areal befindet sich unweit der Innenstadt und umfasst eine Fläche von etwa 4.400 Quadratmetern. In der Nachbarschaft gibt es einen Kindergarten und eine Schule. Das Pflegeheim St. Gertrudis-Haus grenzt direkt an. Diese Lage schien wie geschaffen für einen Park, in dem sich Bürger aller Generationen treffen und begegnen können. Zudem würde ein Park an dieser Stelle auch die touristische Attraktivität der Innenstadt erhöhen.

Doch zunächst stellte sich die Frage, wie die neue Parkanlage finanziert und dauerhaft in Stand gehalten werden kann. Nach einem Aufruf der Projektträger erklärten sich zahlreiche Bürger aus Horstmar bereit, bei der Grünanlagenpflege mitzuhelfen. Mehr als 50 "Parkranger" verpflichteten sich, ein- bis zweimal im Jahr die Pflege des Rasens und der Gehwege zu übernehmen. Die Kirchgemeinde als Grundstückseigentümer gestattete die kostenfreie Nutzung der Fläche für 15 Jahre. Die Finanzierung der Baumaßnahmen übernahm die Stadt mit Hilfe des LEADER-Programms.

Unter der Führung des Stadtmarketingvereins HORSTMARErleben konnte der Bau des Parks nun beginnen. Eine wichtige Prämisse des Gestaltungskonzepts war die Barrierefreiheit, denn die Anlage sollte für alle Menschen in Horstmar ein Treffpunkt werden, insbesondere für die Bewohner und Gäste des St. Gertrudis-Hauses. Der barrierefreie Ausbau nützt aber auch Familien mit kleinen Kindern. Für sie ist eine Wasser- und Spiellandschaft entstanden. Auch ein Pavillion wurde errichtet und bietet den lokalen Vereinen gute Auftrittsmöglichkeiten. Eine Boulebahn wurde gebaut und Sitzgruppen laden zur Rast und zum Verweilen ein.

Ergebnis

Am 19. April 2015 wurde der Park feierlich eröffnet. Mit ihm entstanden große Potenziale für das Gemeinschaftsleben und die Belebung der Stadtmitte. Dass diese Potenziale auch genutzt werden, zeigte sich schnell. Die lokalen Vereine veranstalteten im Park bereits Sommerfeste und Orchesterkonzerte. Das St. Gertrudis-Haus wirbt mit seiner Nähe zum neuen Park und die touristische Attraktivität der Innenstadt erhöhte sich durch den neuen Ruhepunkt. Ein positiver Effekt ergab sich aber auch aus der guten Zusammenarbeit der vielen Beteiligten, darunter die Caritas, die Kirchengemeinde, die Stadtverwaltung und die vielen Ehrenamtlichen aus verschiedenen Vereinen. Das Projekt macht deutlich, dass man die Entwicklung der Stadt gemeinsam positiv gestalten kann.

Bewertungsfragen

1. Inwieweit wurde ein Mangel durch die gemeinschaftliche Aktion beseitigt?

  • Eine Brachfläche wurde attraktiv umgestaltet.

2. Inwieweit erhöht sich durch das Projekt die Lebensqualität vor Ort?

  • Ein Ort für Feiern und Treffen entstand im Zentrum der Stadt.
  • Erhöhung der touristischen Attraktivität

3. Inwieweit fördert das Projekt die Gemeinschaft und vereinfacht die Teilhabe?

  • barrierefreie Wege
  • attraktive Aufenthaltsbereiche im Umfeld von Schule und Pflegeheim 
  • Ort der Begegnung

4. Inwieweit führt das Projekt zu einer nachhaltigen Lösung?

  • Einbindung vieler Akteure
  • Übernahme von Verantwortung durch die "Parkranger"

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