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Bürgerhaus "Zur alten Mühle" Bruchmühle

Sie haben mit angepackt, damit das Bürger- und Kreativhaus "Zur alten Mühle" entstehen konnte; Foto: Willi Dämpfert

Die Ausgangssituation

Bruchmühle ist ein Dorf mit einem ausgeprägten Siedlungscharakter – ein angenehmer Wohnstandort in der Nähe von Berlin. Seit 1990 hat sich die Einwohnerzahl des Ortes mehr als verdoppelt. Fünf neue Wohngebiete mit jeweils 40 bis 50 Ein- und Zweifamilienhäusern sind entstanden. Die vielen jungen Familien und Menschen im mittleren Lebensalter sind ein Glück für den Ort, waren aber auch eine Herausforderung: Das Dorf hatte keine Einkaufsmöglichkeit, keine Gaststätte, keinen Versammlungssaal, keinen Spielplatz, keine medizinische Versorgung und auch keinen Anschluss an den ÖPNV. Das kulturelle Angebot des Ortes richtete sich überwiegend an Senioren und die bestehenden Gemeinschaftsräume boten kaum genügend Raum. Wo sollte das Dorfleben stattfinden und wie kommt man zusammen? Die Bürger und der Ortsbeirat Bruchmühle hatten einen Wunsch: Auf dem Gelände der alten Mühle sollte ein Dorfgemeinschaftshaus entstehen.

Aktion

Seit vielen Jahren verwilderte das etwa 6 000 Quadratmeter große Grundstück an der alten Mühle. Ein geeignetes Areal, um einen Mittelpunkt für das gesellschaftliche Leben des Ortes zu entwickeln, wie die Mitglieder des ehrenamtlichen Ortsbeirates fanden. Ortsbeirat, Jugend- und Kulturverein Bruchmühle e. V. und die Stadt Altlandsberg machten sich an die Arbeit: Im November 2010 bildete der Ortsbeirat eine Arbeitsgruppe und konnte eine ehrenamtliche Projektbegleiterin gewinnen. Man beriet anfangs alle zwei Wochen und erarbeitete ein Konzept für das neue Bürgerhaus. Im Rahmen von Einwohnersprechstunden und Stadtverordnetenversammlungen überzeugte man die Stadt Altlandsberg von der Idee. Die Stadt übernahm die Projektträgerschaft für das Bürgerhaus und erhielt eine Förderung aus dem LEADER-Programm.

Die Arbeit konnte beginnen: Ein ortsansässiges Bauingenieurbüro steuerte kostenlos die Entwurfsplanung für den Neubau bei. Der Neubau wurde barrierefrei gestaltet, um allen Mitbürgern eine Teilhabe zu ermöglichen. Die großzügigen Außenanlagen wurden unter Federführung des Jugend- und Kulturvereins umgestaltet. Eine Übungsstrecke für die Jugendfeuerwehr entstand, ein Kräutergarten wurde geschaffen, Sportgeräte für Kinder und Jugendliche aufgestellt, eine Sprayerwand und ein Holzbackofen wurde errichtet. Die Bewohner von Bruchmühle brachten dabei nicht nur ihre Ideen, sondern auch Spenden und Eigenleistungen ein.

Ergebnis

Engagement, Gemeinschaft, Kreativität und Ausdauer zeigen sich nun auch in der Nutzung des neuen sozialen Mittelpunkts von Bruchmühle. Das Haus ist zum Zentrum des kulturellen und gemeinschaftlichen Lebens im Ort geworden und sichert die Verbindung der Generationen. Derzeit treffen sich 14 verschiedene Arbeitsgemeinschaften regelmäßig. Das Veranstaltungsangebot reicht von Lesungen über Kabarett bis hin zum Tanz in den Mai. Es gibt ein Herbstfest und einen Weihnachtsmarkt. Genutzt werden die Räume auch gern für private Feierlichkeiten, wie Schuleinführungen oder Hochzeiten. Das Haus wird vom Jugend- und Kulturverein Bruchmühle e. V. getragen. Heute hat er mehr als 185 Mitglieder und ist ein beeindruckendes Beispiel dafür, dass ein reges Gemeinschaftsleben ehrenamtlich initiiert und organisiert werden kann.

Bewertungsfragen

1. Inwieweit wurde ein Mangel durch die gemeinschaftliche Aktion beseitigt?

  • Ein Mangel an Treffpunkten und Kulturangeboten wurde behoben.
  • Eine Brachfläche wurde attraktiv umgestaltet.

2. Inwieweit erhöht sich durch das Projekt die Lebensqualität vor Ort?

  • Ein breites Kultur- und Freizeitangebot ist entstanden.
  • Ein Ort der Begegnung fördert den Austausch der Bürger.

3. Inwieweit fördert das Projekt die Gemeinschaft und vereinfacht die Teilhabe?

  • Die Angebote stehen allen offen.
  • Der barrierefreie Ausbau erleichtert die Teilhabe.

4. Inwieweit führt das Projekt zu einer nachhaltigen Lösung?

  • Insbesondere das breite Engagement der Bürger, die Trägerschaft durch einen gemeinnützigen Verein und die vielfältige Nutzung des Bürger- und Kreativhauses können als Beispiel dienen.

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