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Naturnaher Erlebnisspiel- und Rastplatz

Erlebnisspiel- und Rastplatz; Foto: Nathalie Helling

Name der Leader- oder ILE-Gruppe:

LEADER-Region Nordlippe

Bundesland:

Nordrhein-Westfalen

Wettbewerbskategorie:

Jung und Alt


Projektbeschreibung:

Der Dörentruper Ortsteils Schwelentrup besitzt eine lange Tradition im ländlichen Tourismus. Insbesondere die Bauernhofpensionen werden traditionell von Familien mit Kindern genutzt. Um den Tourismusstandort Schwelentrup langfristig zu sichern und auszubauen, wurden in den letzten Jahren bereits verschiedene Infrastrukturmaßnahmen umgesetzt. Es fehlte allerdings ein Spielplatz, der sowohl von Feriengästen als auch Einwohnern genutzt werden konnte und öffentlich zugänglich war. Deswegen baute die Dorfgemeinschaft von September 2011 bis Juni 2012 im Kurpark Schwelentrups einen naturnahen Erlebnisspiel- und Rastplatz mit attraktiven Angeboten für Jung und Alt. Intiiert hatte das Leader-Projekt der örtliche Verkehrsverein. Der Spielplatz wurde mit einem geeigneten Rastplatz für die Eltern bzw. für Touristen verbunden.

Durch den Bau des Erlebnisspiel- und Rastplatzes wurde Schwelentrup als familienfreundliches Urlaubsziel gestärkt. Die intensive Beteiligung der Dorfgemeinschaft an der Planung und Umsetzung förderte zudem den Zusammenhalt und trug zur Entstehung neuer Netzwerke bei. Die Idee des Verkehrsvereins wurde von der Gemeinde Dörentrup aufgegriffen. Die anschließende Planung der einzelnen Projektbausteine erfolgte im Rahmen einer von einem Planungsbüro durchgeführten Planungswerkstatt, an der Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus Schwelentrup gemeinsam Modelle des Erlebnisspiel- und Rastplatzes entwickelten. Es wurde also keine Planung "von oben" erstellt, sondern die Ideen entstanden in einem Bottom-up-Prozess aus der Bevölkerung. Diese intensive Beteiligung der Bevökerung ist herausragend für das Projekt.

Attraktivität des Dorfes:

Wie wird mit Hilfe des Projektes die Attraktivität des Dorfes gesteigert?

Früher diente der Kurpark mit seinen ebenerdigen Rasenflächen eher zur Durchquerung des Dorfes und weniger zum Verweilen. Der Aufenthalt war vor allem für Kinder und Jugendliche unattraktiv. Für den Erlebnisspiel- und Rastplatz wurde eine Spiellandschaft mit natürlichen Gestaltungselementen wie Baumstämmen, Findlingen, Felsen und Hügeln geschaffen. Heute lädt der naturnahe Erlebnisspiel- und Rastplatz aufgrund seiner attraktiven Gestaltung sowohl die Dorfbewohner als auch Besucher zum Verweilen ein. Der Kurpark ist zu einem Treffpunkt für alle Generationen geworden und hat die Lebensqualität der Dorfbevölkerung verbessert.

Aktive Dorfgemeinschaft:

Wurde bzw. wird das Gemeinschaftsgefühl gesteigert? Arbeiten für das Projekt verschiedene Akteursgruppen zusammen?

An der Planung und Realisierung des Erlebnisspiel- und Rastplatzes haben sich nicht nur die verschiedenen Schwelentruper Vereine beteiligt, die in diesem Projekt erstmals kooperierten, sondern es brachten sich zusätzlich viele Dorfbewohner ein, die noch nicht in Vereinen organisiert waren und sich nicht an deren Projekten und Aktionen beteiligten. Insbesondere die gemeinsamen Arbeitseinsätze während der Umsetzungsphase haben dazu beigetragen, dass zwischen den Akteuren neue Kontakte und ein stärkeres Gemeinschaftsgefühl entstanden ist.

Nachhaltiger Charakter:

Ist das Projekt so angelegt, dass es auch langfristig laufen und funktionieren wird? Könnte das Projekt auf andere Dörfer übertragen werden?

Die Gemeinde übernimmt die Pflege der Rasenflächen. Für alle weiteren Pflegemaßnahmen hat der Verkehrsverein Pflegepatenschaften vergeben. Die Bewohner identifizieren sich mit dem Projekt, was die Verantwortlichkeit eines jeden Einzelnen  - auch die der Kinder und Jugendlichen - und die Bereitschaft zur Pflege erhöht. Für die Realisierung eines derartigen Projektes ist eine engagierte und gut organisierte Dorfgemeinschaft unerlässlich. Außerdem müssen Politik und Verwaltung mit ihren Bürgern kooperativ zusammenarbeiten und umfangreiche Beteiligungsmöglichkeiten eröffnen. Nur so entsteht echtes Bottom-up. Das Gemeinschaftsgefühl ist gestärkt auch für die Umsetzung weiterer Projekte.

Integrierte Ländliche Entwicklung:

Wie ist das Projekt bzw. sind die Projektträger in die Arbeit der ILE- oder Leader-Region eingebunden? Wie intensiv ist diese Zusammenarbeit?

Der Verkehrsverein Dörentrup und der Verein "Tiere im Dorf", die sich für die Verbesserung der Lebensqualität und die Stärkung des Tourismus in Schwelentrup einsetzen, sind Mitglieder in der LAG Nordlippe und somit intensiv an der Arbeit der LAG beteiligt. Vor dem Bau des naturnahen Erlebnisspiel- und Rastplatzes mit Leader-Mitteln wurde bereits ein Leader-Projekt zur Etablierung Schwelentrups als "Dorf der Tiere" realisiert. Der Erlebnisspiel- und Rastplatz ist ein weiterer Baustein in den touristischen Bestrebungen der Schwelentruper Akteure.

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