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Nachhaltige und CO2-freie Gemeinde Lindau

Aussenansicht während der Bauphase; Foto: AktivRegion Hügelland am Ostseestrand

Name der Leader- oder ILE-Gruppe:

Leader-Region AktivRegion Hügelland am Ostseestrand

Bundesland:

Schleswig-Holstein

Wettbewerbskategorie:

Jung und Alt


Projektbeschreibung:

Die Gemeinde Lindau im Amt Dänischer Wohld (Kreis Rendsburg- Eckernförde) ist eine 2.518 Hektar große Landgemeinde mit rund 1.290 Einwohnern. Der größte Ortsteil ist Revensdorf mit etwa 800 Einwohnern, die übrigen Ortsteile Lindau, Großkönigsförde, Ruckforde, Hennerode und Neu-Revensdorf sind deutlich kleiner.

Um ihrer Verantwortung im sozialen Bereich gerecht zu werden, hat sich die Gemeinde Lindau mit der Unterstützung der Lebenshilfe Schleswig-Holstein und der Montag Stiftung auf den Weg zur "inklusiven Gemeinde" gemacht. Dazu wurde unter großer Mitarbeit der Bevölkerung ein Konzept erarbeitet, das für die Vernetzung der Vereine sorgen soll, der Gemeinde Vorschläge zur Verbesserung der Einbeziehung der Menschen mit Behinderungen oder altersbedingter Einschränkungen erarbeiten und die Jugendarbeit nachhaltig beleben soll. Die Aussagen im Endbericht bilden die Grundlage für die weitere Entwicklung.

Beispielsweise können sich junge Menschen derzeit keine Wohnungen in der Gemeinde leisten, da die Einheiten zu groß sind. Sie wandern deshalb ab. Ältere Menschen wiederum verlassen ihre Häuser und Wohnungen, da diese baulich und flächenmäßig oft nicht altersgerecht sind. Ziel muss es sein, diesen Abwanderungsströmen effektiv entgegenzutreten. Die Gemeindevertretung beschloss deswegen, generationenübergreifendes und barrierefreies Wohnen zu ermöglichen. Das geplante Wohngebäude hat sechs Wohneinheiten für die unterschiedlichen Ansprüche der Generationen.

Außerdem möchte die Gemeinde den Kindergarten im Ort weiter entwickeln und um eine U3-Gruppe erweitern. Dafür wird ein neues Gebäude errichtet, in dem auch die drei- bis sechsjährigen Kinder betreut werden sollen. Der vorhandene Kindergarten wird als "Dörpshus" zum multifunktionalen Kulturtreff der Bewohner umfunktioniert.

Außerdem wird in Lindau die Wärmeversorgung aller öffentlichen und privaten Gebäude umgestellt. In Form einer Hackschnitzelanlage mit angeschlossenem Nahwärmenetz können die nachhaltig erwirtschafteten Erträge aus den eigenen Forstgebieten künftig genutzt werden. Hierdurch werden nicht nur fossile Brennstoffe eingespart, sondern es entfällt auch der aufwändige Tanklastverkehr mitsamt den daraus resultierenden Emissionen.

Attraktivität des Dorfes:

Wie wird mit Hilfe des Projektes die Attraktivität des Dorfes gesteigert?

Durch den Bau des Mehrgenerationenhauses werden kleine Wohnungen geschaffen, die bislang im Gemeindegebiet fehlten. Dadurch sollen gerade junge und alte Menschen im Dorf gehalten werden. Das Mehrgenerationenhaus ist so angelegt, dass sich die Anwohner gegenseitig unterstützen und somit die traditionelle Nachbarschaftspflege auf dem Lande fortgeführt wird. Die Neueinrichtung der U3-Gruppe und der Neubau des Kindergartens macht das Dorf gerade für junge Familien interessanter. Die Umnutzung des Dörpshus‘ steigert das kulturelle Angebot. Die Energieversorgung ist aktuell eine der größten Herausforderungen für Kommunen und Privathaushalte. Hier präsentiert die Gemeinde ein kreatives Modellvorhaben, setzt somit ein Zeichen für die Einwohner.

Aktive Dorfgemeinschaft:

Wurde bzw. wird das Gemeinschaftsgefühl gesteigert? Arbeiten für das Projekt verschiedene Akteursgruppen zusammen?

In der Gemeinde Lindau ist das Gemeinschaftsgefühl seit jeher stark ausgeprägt. Dies findet auch Ausdruck darin, dass sich eine Gemeinde mit 1.290 Einwohnern mit dem Thema der Inklusion beschäftigt, welches ansonsten eher von größeren Kommunen aufgegriffen wird. Für diese Zusammenarbeit wurden alle Vereine und Verbände sowie viele Bürger aktiviert, um an der Zukunftsentwicklung der Dorfes mitzuwirken.

Nachhaltiger Charakter:

Ist das Projekt so angelegt, dass es auch langfristig laufen und funktionieren wird? Könnte das Projekt auf andere Dörfer übertragen werden?

Mit der neuen Energieversorgung hat sich die Gemeinde zukunftsfähig aufgestellt. Das gilt auch für die baulichen Maßnahmen im Ortskern. Die zentrale Herausforderung wird es sein, die Akteure im Dorf langfristig für den Prozess zu motivieren. Im Laufe des Projektes wurden neben dem Verein und den Verbänden viele Privatpersonen aktiviert, die ehrenamtlich für die kulturelle Belebung des Dörpshus‘ sorgen wollen. Von daher stehen die Chancen gut, dass sich die Investitionen durch eine sich selbst tragende Entwicklung bezahlt machen.

Integrierte Ländliche Entwicklung:

Wie ist das Projekt bzw. sind die Projektträger in die Arbeit der ILE- oder Leader-Region eingebunden? Wie intensiv ist diese Zusammenarbeit?

Das Projekt wurde von Anfang an eng mit der Leader-Region abgestimmt. Durch die umfassende Betrachtung der Dorfentwicklung war es möglich, das Projekt als Leuchtturmprojekt in den landesweiten Wettbewerb um Fördermittel aus dem ELER einzureichen, wo es auch die Unterstützung der anderen Regionen erhielt. Bezüglich der energetischen Maßnahmen wurden weitere Förderanträge gestellt und bewilligt. Auch bei der nun laufenden Projektumsetzung besteht eine enge Abstimmung zwischen Projektträger und Leader-Region.

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