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Netzwerk Daseinsvorsorge als Netzwerk Multipler Häuser

Schaubild der Funktionsweise des multiplen Hauses; Foto: rb architekten leipzig

Name der Leader- oder ILE-Gruppe:

Leader-Region Stettiner Haff

Bundesland:

Mecklenburg-Vorpommern

Wettbewerbskategorie:

Multifunktional


Projektbeschreibung:

In der Region Stettiner Haff soll modellhaft regionales Netzwerk so genannter "Multipler Häuser" entstehen: Diese Häuser sollen in den benachbarten Dörfern als gemeinschaftlicher Stützpunkt von Dienstleistung und Nachbarschaft installiert werden. Ein Multiples Haus wird baulich so flexibel gestaltet, dass Raumnutzungen als Artpraxis, Schwesternzimmern oder Pflegestützpunkt, aber auch als Friseur, Sparkassenstützpunkt und Lebensmittelverkauf möglich sind.

"Multipel" bedeutet "mehrfach" – multipel nutzen heißt vielfältig nutzen. In einem Multiplen Haus können die Nutzungen täglich wechseln: Am Montag kommt der Arzt, am Dienstag berät die Sparkasse, am Mittwoch hilft die Physiotherapeutin, am Donnerstag kommt die Friseuse, am Freitag werden Lebensmittel verkauft und abends und am Wochenende gibt es Kaffeeklatsch, Skatabend, Tanz, Chor und Internetkurse, die fehlende Mobilität der Anwohner wird ersetzt durch die Mobilität und den zentralen Anlaufpunkt der "Dienstleister". Nach dem Prinzip des "carsharing" teilen sich Dienstleister und sonstige Nutzer über Grundmiete und Nutzungsgebühren das Haus.

Aktuell werden in fünf Dörfern Multiple Häuser eingerichtet. Ein Netzwerk benachbarter Dörfer macht die Nutzung der Räume und den täglichen Wechsel insbesondere für potenzielle "Dienstleister" attraktiv und wirtschaftlich, aber auch für die einzelnen Dörfer, die sich sowohl die Nutzer als auch das "Management" und die damit verbundene Arbeit bei der Verwaltung der Häuser teilen können. Das erste Netzwerk entsteht als Modellprojekt mit Unterstützung des Bundesbauministerium in den fünf Nachbardörfern Vogelsang-Warsin, Rieth, Ahlbeck, Hintersee und Altwarp.

Attraktivität des Dorfes:

Wie wird mit Hilfe des Projektes die Attraktivität des Dorfes gesteigert?

Ein multiples Haus muss sich in zentraler Ortslage befinden, mit seiner Architektur den Ortscharakter  unterstützen und damit Identität schaffen und stärken. Das Multiples Haus im Dorf ist das Gebäude in zentraler Lage, dass durch sein regionaltypisches Aussehen und  durch ortstypische Merkmale ins Auge fällt und auf Dorfbewohner wie Besucher gleichermaßen einladend wirkt. Von Besuchern ist es einfach und bereits bei der Ortsdurchfahrt zu identifizieren. Sowohl die Dorfbewohner als auch die Dorfbesucher finden hier den Ort im Dorf für Information, Kommunikation, Dienstleistung und Nachbarschaft.

Aktive Dorfgemeinschaft:

Wurde bzw. wird das Gemeinschaftsgefühl gesteigert? Arbeiten für das Projekt verschiedene Akteursgruppen zusammen?

Die Unterstützung  von Ortscharakter und -identität ist besonders wichtig, damit ein Heimatgefühl entstehen kann. Durch die schleichende Auflösung der dörflichen Gemeinschaft sind es oft nur noch wenige Bewohner, die sich mit ihrem eigenen Dorf identifizieren. Auch diese gilt es damit zu unterstützen, um einen wachsenden Identitätsverlust zu verhindern. Als besonderer Erfolg für das Netzwerk ist hervorzuheben, dass im Dorf Rieth ein erster privater Investor ein Multiples Haus ausbauen und betreiben wird. Der wirtschaftliche Nutzen der Multiplen Häuser wird von Experten hoch geschätzt, auch für die Entwicklung und Stabilisierung des örtlichen Tourismus.

Nachhaltiger Charakter:

Ist das Projekt so angelegt, dass es auch langfristig laufen und funktionieren wird? Könnte das Projekt auf andere Dörfer übertragen werden?

Die hohe Flexibilität und die einfache Grundausstattung der multifunktionalen Räume im Multiplen Haus bieten einem Dorf ein sehr gutes Reaktionsvermögen auf demografische Schwankungen und damit verbundene Probleme wie Überalterung, fehlende Mobilität der Dorfbewohner etc.. Das Leuchtturmprojekt "Netzwerk Multipler Häuser am Stettiner Haff" soll auch ein wichtiges Lernobjekt und "Reiseziel" für Bürgermeister, Akteure und Entscheidungsträger aus allen ländlichen Regionen sein. In einigen Regionen (Sachsen, Niederbayern, etc.) besteht bereits großes Interesse an einer "Besichtigung" der ersten Multiplen Häuser.

Integrierte Ländliche Entwicklung:

Wie ist das Projekt bzw. sind die Projektträger in die Arbeit der ILE- oder Leader-Region eingebunden? Wie intensiv ist diese Zusammenarbeit?

Das Projekt wird über Leader finanziert. Die Mitglieder der Lokalen LAG "Stettiner Haff" unterstützen und begleiten den Aufbau und die Entwicklung.

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