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„Kumm rin“ – die Hofschänke

Die Hofschänke "Kumm rin" in Betrieb; Foto: Klaus Schmücker, Ostwig

Name der Leader- oder ILE-Gruppe:

LEADER-Region „4 mitten im Sauerland“

Bundesland:

Nordrhein-Westfalen

Wettbewerbskategorie:

Starke Dorfgemeinschaft


Projektbeschreibung:

Eine Kneipe, nein ein Begegnungszentrum mit Kneipecharakter, fehlte in Ostwig schon seit langem. Kneipen und öffentliche Dorftreffs werden in den Dörfern auf dem Land immer weniger. Vielfach lohnt sich der Betrieb nicht mehr oder es gibt keine Nachfolgeregelung. Somit stirbt die Ortsmitte eines Dorfes aus. Für die Einwohner, Vereine und Stammtische gibt es keinen Treffpunkt zum gemütlichen Austausch mehr.

Genau dieses Problem sind die Ostwiger mit ihrem Ehrenamtskonzept angegangen. Am Adventsmarkt 2011 hatte das Projekt "Kumm rin" seine Feuertaufe und wurde am 2.Weihnachtstag offiziell eröffnet. Carl-Ferdinand von Lüninck hatte einen Teil seiner Stallungen auf eigene Kosten zu einer Kneipe umbauen lassen und den Betrieb anschließend dem Ostwiger Heimatverein übergeben, der nun Pächter und Betreiber des "Kumm rin" ist. Von Donnerstags bis Sonntags stehen immer zwei der insgesamt 40 Wirte freiwillig und unentgeltlich im "Kumm rin". Die nach Abzug einer Pacht verbleibenden Überschüsse kommen dem Ort und den ansässigen Vereinen in Ostwig zu Gute.

Wie der Verein es geschafft hat, viele verschieden Menschen aus Ostwig (und sogar den angrenzenden Dörfern) als Wirte für das Projekt zu gewinnen, hat einen hoch integrativen Charakter und belebt Ostwig ungemein. Die Ostwiger haben gezeigt, dass sie sich für ein gemeinsames Projekt engagieren, um die negativen (demografischen) Entwicklungen abzufedern. Das Besondere an diesem Projekt ist, dass sich so viele Menschen in und um Ostwig für das Projekt stark gemacht haben. Der Dorftreff führt Menschen zusammen, die sonst so – obwohl sie alle im gleichen kleinen Dorf wohnen – nie zusammengefunden hätten. Der Zusammenhalt zwischen der jungen und der alten Generation im Dorf wird gestärkt. Generell gibt es keinen Verzehr-Zwang im "Kumm rin". Jugendliche können sich hier zwanglos treffen, es gibt Dartspiele, einen Kicker, eine Jugendecke. Das Jugendschutzgesetz wird streng beachtet. Dabei kommen die Generationen immer wieder ins Gespräch.  

Attraktivität des Dorfes:

Wie wird mit Hilfe des Projektes die Attraktivität des Dorfes gesteigert?

Das sehr aktive Dorfleben, eine vorbildliche Jugendarbeit und nicht zuletzt das innovative Projekt "Kumm rin" beleben Ostwig. Mit der ehrenamtlich betriebenen Kneipe haben die Einwohner endlich wieder einen Treffpunkt, an dem Jung und Alt zusammen kommen.

Aktive Dorfgemeinschaft:

Wurde bzw. wird das Gemeinschaftsgefühl gesteigert? Arbeiten für das Projekt verschiedene Akteursgruppen zusammen?

Zweifelsfrei wurde das Dorfgemeinschaftsgefühl erheblich gesteigert. Das Zusammenführen von Alt- und Neubürgern, Jungen und Alten sowie Einheimischen und Gästen jeglicher Art wurde durch dieses Projekt ganz erheblich gefördert. Das schätzt auch Peter Willmes, einer der ehrenamtlichen Wirte. Sehen Sie hierzu den WDR-Beitrag: www.youtube.com/watch

Nachhaltiger Charakter:

Ist das Projekt so angelegt, dass es auch langfristig laufen und funktionieren wird? Könnte das Projekt auf andere Dörfer übertragen werden?

Dieses Projekt ist ein "Leuchtturm-Projekt" mit Vorbildcharakter in der Leader-Region. Aktuell greifen zwei weitere Dörfer der Region (Eslohe-Kückelheim und Schmallenberg-Westernbödefeld) die Idee vom "Kumm rin" auf und versuchen eine Ehrenamtskneipe zum Laufen zu bringen. Weitere Dörfer haben auch Interesse bekundet.

Integrierte Ländliche Entwicklung:

Wie ist das Projekt bzw. sind die Projektträger in die Arbeit der ILE- oder Leader-Region eingebunden? Wie intensiv ist diese Zusammenarbeit?

Die Zusammenarbeit mit dem Regionalmanagement ist sehr eng, auch wenn eine Förderung über Leader für das "Kumm rin" nicht nötig war. Insbesondere die Ziele der Region wie Förderung von regionalen Dorfentwicklungsinitiativen oder die Stärkung von Nahversorgungsinitiativen werden erfüllt. Des Weiteren wurde durch den Umbau der alten Scheue ein zentrales Gebäude in Ostwig bauliche und optisch aufgewertet. Außerdem Der in ländlichen Regionen zunehmenden Schwierigkeit der Nahversorgung durch ehrenamtliches Engagement entgegenzutreten ist ein wichtiges Ziel der regionalen Strategie.

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