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Errichtung eines Sozioökonomischen Zentrums in Eldingen

Aussenansicht des Sozioökonomischen Zentrums; Foto: Christiane Philipps-Bauland

Name der Leader- oder ILE-Gruppe:

Leader-Region Lachte-Lutter-Lüß

Bundesland:

Niedersachsen

Wettbewerbskategorie:

Multifunktional


Projektbeschreibung:

Die Gemeinde Eldingen hat auf dem Grundstück einer ehemaligen Gaststätte 2011/2012 das „Sozioökonomische Zentrum Eldingen“ (SÖZ) errichtet. Das Zentrum liegt im alten Ortskern mit Kirche und ehemaligem Schulhaus, Hofstellen und anderen in ihrer Erscheinung landschaftstypischen Gebäuden. Das barrierefreie Gebäude beherbergt eine ärztliche Gemeinschaftspraxis, ein Jugendzentrum, einen Dorfgemeinschaftssaal, einen Friseursalon, eine Automatenfiliale der Sparkasse und ein Bistro, das in den Sommermonaten in seinem Innenhof auch Außengastronomie bietet.

Ausschlaggebende Gründe für das Projekt waren die demografische Entwicklung, fehlende innerörtliche Versorgungsstrukturen - vor allem für die nicht mobile Bevölkerung - Gebäudeverfall im Dorfkern, fehlendes gastronomisches Angebot im Ort, keine Versammlungsräume für die zahlreichen Vereine und keine betreuten Aufenthaltsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche.

Die Gemeinde Eldingen hat nach dem Motto "Aktiv – kreativ – innovativ" alle bürgerschaftlichen Kräfte mobilisiert, um ein Nachnutzungskonzept für den "maroden" Dorfkern von Eldingen zu entwickeln und diesen wieder zu beleben. Sie hat in zentraler Ortslage einige sich sinnvoll ergänzende Dienstleistungsangebote und Gemeinschaftseinrichtungen für ihre Bürger geschaffen und somit den Ort für diese wieder zu einem attraktiven, lebens- und liebenswerten Dorf entwickelt. Das SÖZ ist nicht nur eine kommunale Infrastruktur, sondern ein Projekt, das in einem umfassenden Beteiligungsprozess von Bürgern entwickelt und von diesen getragen und nachhaltig befördert wird. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Sicherung der ärztlichen Versorgung in Eldingen. Diese konnte nur dadurch realisiert werden, dass die Landärzte Lachtetal aus Lachendorf in Eldingen eine Zweigstelle errichtet haben, in der die Allgemeinmediziner abwechselnd tageweise praktizieren und somit die wohnortnahe ärztliche Versorgung sicherstellen. Im Verbund mit den anderen im SÖZ angesiedelten Dienstleistungen und Gemeinschaftseinrichtungen stellt sich hier ein ganzheitlicher Ansatz dar. Dieser hat bereits eine Sogwirkung dadurch entfaltet, dass ein Zahnarzt sich in unmittelbarer Nähe des SÖZ ansiedeln wird und damit die ärztliche Versorgung weiter verbessert.

Attraktivität des Dorfes:

Wie wird mit Hilfe des Projektes die Attraktivität des Dorfes gesteigert?

Heute präsentiert sich Eldingen wieder mit einer belebten Ortsmitte mit Bistro, Arzt, Friseur, Jugendzentrum, Dorfgemeinschaftsraum und Sparkassenfiliale. Durch die Schaffung dieser Dienstleistungs- und Gemeinschaftseinrichtungen hat Eldingen als Wohnort für die im Oberzentrum Celle und der Landeshauptstadt Hannover arbeitenden Menschen an Attraktivität gewonnen. Für ältere und weniger mobile Menschen wurden Anreize geschaffen, länger in Eldingen wohnen zu bleiben. Junge Menschen werden ermuntert, nach der abgeschlossenen Ausbildung zurück zu kommen.

Aktive Dorfgemeinschaft:

Wurde bzw. wird das Gemeinschaftsgefühl gesteigert? Arbeiten für das Projekt verschiedene Akteursgruppen zusammen?

Durch den umfangreichen Beteiligungsprozess ist ein Wir-Gefühl in der Gemeinde entstanden, das seinesgleichen sucht. Das SÖZ ist "unser SÖZ" und wird von allen Bürgern mit Leben erfüllt. Bei Alt und Jung wurden das Gemeinschaftsgefühl und die Identifikation mit dem Wohnort deutlich gesteigert. Eldingen wird heute wieder als liebens- und lebenswerter Ort mit hoher Lebensqualität und langfristigen Perspektiven für alle Altersgruppen gesehen.

Nachhaltiger Charakter:

Ist das Projekt so angelegt, dass es auch langfristig laufen und funktionieren wird? Könnte das Projekt auf andere Dörfer übertragen werden?

Das SÖZ wird langfristig laufen und funktionieren, weil alle Beteiligten ein Interesse an dessen Nachhaltigkeit haben. Die Gemeinde Eldingen ist Eigentümerin. Sie hat die Ladengeschäfte zu einem moderaten Mietzins langfristig an deren Betreiber verpachtet. Die Gemeinde stellt den Dorfgemeinschaftssaal den Vereinen für Versammlungen kostenlos zur Verfügung. Für die private und gewerbliche Nutzung des Saals erhebt sie ein adäquates Entgelt und verpflichtet die Nutzer zugleich, die Dienstleistung des Bistros oder eines anderen Gastronomiebetriebes in Anspruch zu nehmen. Das Projekt kann sehr gut auf andere Dörfer übertragen werden - vorausgesetzt, die Finanzierung steht und es gibt eine engagierte und aktive Dorfgemeinschaft.

Integrierte Ländliche Entwicklung:

Wie ist das Projekt bzw. sind die Projektträger in die Arbeit der ILE- oder Leader-Region eingebunden? Wie intensiv ist diese Zusammenarbeit?

Die Eldinger Ratsmitglieder und Bürger wirken sehr engagiert im Entwicklungsprozess der Leader-Region Lachte-Lutter-Lüß mit. Sie haben  2009 das Regionalmanagement gebeten, eine Projektwerkstatt zu moderieren, um das Nutzungskonzept des SÖZ zu erarbeiten und die Förderfähigkeit und Umsetzung zu prüfen. Vertreter aus Eldingen haben zudem regelmäßig im Arbeitskreis Stadt-Umland-Beziehung über den Projektfortschritt berichtet und mit den Teilnehmern Anregungen zum Projekt diskutiert. Sie haben auch weitere Projektideen eingebracht und diese - wenn möglich - auch umgesetzt, beispielsweise die Restaurierung der historischen Meyer-Orgel der St. Marienkirche in Eldingen.

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