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Dorfwerkstatt - Dorfgenossenschaft - Dorfwirtschaft

Aussenansicht der umgebauten Pfarrscheune; Foto: LAG Anhalt

Name der Leader- oder ILE-Gruppe:

Leader-Region Anhalt

Bundesland:

Sachsen-Anhalt

Wettbewerbskategorie:

Aus Alt mach Neu


Projektbeschreibung:

Wie kann vorbildhaft Wohnen, Arbeiten und  Leben  im Dorf Quetzdölsdorf neu erfunden werden? Im ehemaligen, denkmalgeschützten Pfarrhof Quetz zeigt der Förderverein Land.Leben.Kunst.Werk. e.V., wie das geht. Das leer stehende Pfarrhaus wird bereits als Wohngemeinschaftshaus genutzt. Die Außenflächen sind heute Begegnungsräume der Dorfbewohner, die denkmalgeschützte, verfallene Scheune wurde saniert und wird heute als Dorfwerkstatt „Biogartenküche“ genutzt. Sie ist die Grundlage zur Entwicklung einer Arbeitsgemeinschaft, eventuell Genossenschaft,  in der neue Erwerbsmöglichkeiten für die Bewohner erprobt werden können. Im Vorhaben sollen die Aktivitäten in der „Biogartenküche“ u.a. die Vielfalt der Arbeit aufzeigen, gemeinschaftsbildend wirken und vorhandene Ressourcen als Chance für Perspektiven im Dorf deutlich machen.

Ziel ist es, wieder subsistent zu wirtschaften und zusätzlich regionale Produkte für Regionalmarke „Mittelerbe“ zu erzeugen. Außerdem soll das Bewusstsein für regionale Produkte, gesunde Ernährung und  gemeinschaftliches Arbeiten gesteigert werden. Hauptziel ist jedoch die Entwicklung wirtschaftlicher Perspektiven. Die festbezogenen dorfwirtschaftlichen Verarbeitungen sollen in die Gründung einer (Obst-)Genossenschaft überführt werden. Daraus könnten sich neue soziale und kulturelle Ankerpunkte für die Quetzer bzw. das Zörbiger Land ableiten.

Attraktivität des Dorfes:

Wie wird mit Hilfe des Projektes die Attraktivität des Dorfes gesteigert?

Das Vorhaben integriert jährlich 2-3 internationale Baucamps, was sehr wohlwollend und mit Stolz vom Gemeinwesen registriert und neugierig begleitet wird. Außerdem können auf dem Pfarrhof zur Gäste untergebracht werden. Die meisten Feste finden nun auf der vor drei Jahren neu erfundenen Dorfmitte statt. Aus den alten Pflasterstraßen und Dreckhaufen wurde ein Highlight der Region. Geformt als ein sorbischer Ringwall, mit Trockenmauern gestützt, mit Bühnenpodesten und Klettersteigwald versehen, mit Sitzeinfassungen und 200 bepflanzten Rosen.

Aktive Dorfgemeinschaft:

Wurde bzw. wird das Gemeinschaftsgefühl gesteigert? Arbeiten für das Projekt verschiedene Akteursgruppen zusammen?

Zu den internationalen Baucamps kommen oft junge, angehende Bauingenieure, die viel wissen aber (noch) nichts können. Die berufs- und lebenserfahrenen Dorfbewohner, die teilweise vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen sind, werden hier zu Meistern und Anleitern. Sie zeigen, wie Lehmputz geht, wie alten Pfarrscheunenbalken zu verzapfen oder wie Bruchsteinmauern zu setzen sind. Auch die Dorfjugend wartet schon auf jedes neue Baucamp, um gemeinsam zu "worken" und die freie Zeit zu verbringen.

Nachhaltiger Charakter:

Ist das Projekt so angelegt, dass es auch langfristig laufen und funktionieren wird? Könnte das Projekt auf andere Dörfer übertragen werden?

Das Konzept der Dorfwerkstatt trägt zum komplexen Wertewandel bei. Der Hauptimpuls kommt aus der Jugendhilfe: „Für die Erziehung eines Kindes bedarf es eines ganzen Dorfes“. Hierbei sind ressortübergreifend gerade Heranwachsende der Motor für Veränderungsprozesse. Das Dorf begreift sich als etwas Aufstrebendes, Kraftvolles, Zukunftssicherndes und wird als solches wahrgenommen. Die Bürger üben sich im selbstständigen, eigenverantwortlichen und gewinnbringenden Gestalten ihrer eigenen Daseinsumstände. Jeder, der an der Dorfwerkstatt Teil hat, hat seinen eigenen unverzichtbaren Wert.

Integrierte Ländliche Entwicklung:

Wie ist das Projekt bzw. sind die Projektträger in die Arbeit der ILE- oder Leader-Region eingebunden? Wie intensiv ist diese Zusammenarbeit?

Der Förderverein Land.Leben.Kunst.Werk. e.V. hat sich 2005 gegründet. Schwerpunkt der bisherigen Tätigkeiten liegt auf der Schaffung und dem Erhalt von Infrastruktur im Dorf . Der Verein ist Teil der Leader-Koordinierungsgruppe und begleitet aktiv auch die Umsetzung des ILE-Konzepts.

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