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Alle gehen zur Schule! Wir für unsere Zukunft

Unterzeichung des Genossenschaftsvertrags in den künftigen Räumen der Genossenschaft; Foto: Genossenschaft Schule Dalwigksthal

Name der Leader- oder ILE-Gruppe:

Leader-Region Kellerwald-Edersee

Bundesland:

Hessen

Wettbewerbskategorie:

Aus Alt mach Neu


Projektbeschreibung:

Dalwigksthal, ist der kleinsten Stadtteil von Lichtenfels im Landkreis Waldeck-Frankenberg (Hessen). Eine neu gegründete Bürgergenossenschaft hat dort das im Gebäude der ehemaligen Dorfschule ansässige Dorfgemeinschaftshaus von der Kommune übernommen und darin ein dörfliches Begegnungszentrum mit Gaststätte eingerichtet. Die ersten Planungen dafür wurden im Frühjahr 2012 aufgenommen, die Genossenschaft am 22. Juli 2012 gegründet. Die Umbauphase begann im August 2012, im September hat der reguläre Betrieb begonnen.

Ausgangspunkt war der Wille, das Dorfgemeinschaftshaus für die Bevölkerung auch zu erhalten, falls sich die finanzschwache Kommune zurückziehen müsste. Ziel ist, eine Begegnungsstätte für alle Generationen mit wechselnden Angeboten von einfachen Speisen über Getränke, Musik, Kleinkunst, soziale und Bildungsveranstaltungen bis zum Angebot an Wanderer und Motorradfahrer in der Urlaubsregion "Waldeck’sche Schweiz", für die es bislang keine gastronomischen Möglichkeiten gibt.

Die Schule Dalwigksthal liegt an der Hauptdurchgangsstraße zentral im Dorf. Durch das neue Angebot an die ortsansässige Bevölkerung, Menschen aus den Nachbardörfern (von denen sich etliche an der Genossenschaft beteiligen) und Touristen entsteht ein Dorfmittelpunkt, der Ausstrahlung über den eigentlichen Ort hinaus entfalten wird. Mit einem Biergarten zur warmen Jahreszeit, mit Geocaching-Angeboten, geführten Wanderungen unter sachkundiger naturkundlicher und kulturhistorischer Leitung wird der Ort mit Leben erfüllt werden. Langfristig ist die Stärkung der sozialen Komponente etwa mit regelmäßigem Mittagstisch für Alleinstehende und Kinderbetreuung auf Mehrgenerationenbasis vorgesehen. Auch diese soziale Komponente wird Menschen aus den Häusern an den Dorfmittelpunkt bringen.

Attraktivität des Dorfes:

Wie wird mit Hilfe des Projektes die Attraktivität des Dorfes gesteigert?

Das Projekt bietet allen Bewohnern des Ortes einen Raum zum Treffen, zum Austausch, zum Feiern, zum Lernen. So wie die ehemalige Schule, in der die Kinder aller Jahrgangsstufen bis vor ca. 40 Jahren in einem Klassenraum unterrichtet wurden, die Menschen zusammenführte, wird auch das neue Genossenschafts-DGH die Menschen zusammenführen. Mit der Genossenschaftsidee ist die Idee der Nachhaltigkeit eng verbunden, wodurch eine langfristige Belebung des Dorfes stattfinden wird. Alt und Jung werden noch besser und reibungsloser zusammenfinden als es bereits der Fall ist. Die Dorfgemeinschaft wird durch das Projekt weiter gestärkt und verstetigt.

Aktive Dorfgemeinschaft:

Wurde bzw. wird das Gemeinschaftsgefühl gesteigert? Arbeiten für das Projekt verschiedene Akteursgruppen zusammen?

In einem Dorf von weniger als 200 Einwohnern kann kaum von Akteursgruppen die Rede sein. Doch interessieren sich verschiedene informelle Kreise wie z. B. ein Seniorenstammtisch, ein weiterer Stammtisch, die Dorfjugendlichen für das Projekt und beteiligen sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten daran. Da die örtliche Feuerwehr in unmittelbarer Nähe  gelegen ist und etliche Feuerwehrleute auch Genossenschaftsmitglieder werden, ist die harmonische Verbindung zur Feuerwehr sichergestellt. Bei den baulichen Maßnahmen, die in Eigenleistung ausgeführt wurden, arbeiteten Jung und Alt zusammen.

Nachhaltiger Charakter:

Ist das Projekt so angelegt, dass es auch langfristig laufen und funktionieren wird? Könnte das Projekt auf andere Dörfer übertragen werden?

Das Projekt wird wegen der großen Beteiligung vieler, gleichberechtigt beteiligter Genossen und wegen der im Genossenschaftswesen angelegten Idee der Nachhaltigkeit auf lange Frist wirken können. Ein Genossenschaftsvertrag nach einem vom Genossenschaftsverband vorgegebenen Muster gibt dafür Gewähr. Die zu investierenden Beträge der einzelnen Genossen sind andererseits nicht so groß, dass sie in Konfliktfällen zu existenziellen Krisen führen könnten. Das Projekt ist auf andere Dörfer sicher gut übertragbar.

Integrierte Ländliche Entwicklung:

Wie ist das Projekt bzw. sind die Projektträger in die Arbeit der ILE- oder Leader-Region eingebunden? Wie intensiv ist diese Zusammenarbeit?

Die Gründungsinitiatoren der Genossenschaft haben sich im Rahmen der Neuaufstellung und Erweiterung der Leader-Region Kellerwald im Jahr 2007 intensiv an der Erstellung des REK beteiligt. Seit dieser Zeit wird ein unregelmäßiger Informationsaustausch mit dem Regionalmanagment der Region Kellerwald gepflegt. Die Zusammenarbeit ist sehr gut. Besonders die Unterstützung für das hier beschriebene Projekt war und ist kollegial und unkompliziert.

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