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Rat und Tat Kreisweit

Betreuter Spaziergang; Foto: Rheingau und Untertaunus

Name der Leader- oder ILE-Gruppe:

Leader-Region Rheingau und ILE-Region Untertaunus

Bundesland:

Hessen

Wettbewerbskategorie:

Fit im Alter


Projektbeschreibung:

Nach dem Motto "Rat und Tat Kreisweit" werden seit 2008 Projekte gefördert, deren Ziel es ist, das selbst bestimmte und selbst organisierte Leben älterer Menschen im Rheingau-Taunus-Kreis zu sichern. Die Gestaltung des demografischen Wandels ist eine Gemeinschaftsaufgabe vieler Akteure. Eingerichtet wurde deswegen ein niedrigschwelliges Förderprogramm, welches darauf abzielt, die Kommunen bzw. Regionen unter Einbeziehung der Bevölkerung bei der Entwicklung der für sie passenden Strukturen zu unterstützen.

Im Rheingau-Taunus-Kreis erarbeiteten Vertreter der Altenhilfeplanung zusammen mit der Kreispflegekonferenz förderungswürdige Handlungsfelder und definierten die Zielgruppen. Potenzielle Projektträger sind nun aufgefordert, neue Ideen und Konzepte zur Sicherung der häuslichen Versorgung älterer Menschen zu entwickeln. Der Rheingau-Taunus-Kreis stellt sich damit den Herausforderungen. Gerade bei der Strukturentwicklung sieht der Lankreis seine Rolle als Impulsgeber. Die Projektförderung läuft als Anschubfinanzierung: Maximal 36 Monate lang werden jährlich pro Projekt maximal 20.000,- Euro Sachkosten und Personalkosten erstattet.

Inzwischen werden bzw. wurden neun Projekte gefördert, ein weiterer Antrag ist im Bewilligungsverfahren. Die Projekte sind in den Handlungsfeldern "Integration von ehrenamtlichem Engagement / Auf-und Ausbau von Bürgerhilfe", "Ausbau der Beratungsstrukturen" und "kultursensible Altenpflege" angesiedelt. Die geförderten Projekte sind über den gesamten Flächenkreis verteilt. Insbesondere sind vier generationsübergreifende Projekte der Bürger- und Nachbarschaftshilfe zu nennen, die durch das Förderprogramm kreisweit ermöglicht wurden. Außerdem konnte in drei Kommunen das Beratungsangebot für ältere Menschen ausgeweitet werden. Ein Träger wird mit dem Aufbau haushaltsnaher Dienstleistungen für ältere Menschen beginnen und eine Kommune wird zum Thema "kultursensible Altenhilfe" tätig.

Das Förderprogram wurde zunächst für fünf Jahre aufgelegt. Auf Grund der nachhaltigen Entwicklung in diesem Gebiet wird das Förderprogramm aber auch zukünftig zur Verfügung stehen.

Aktiver Umgang:

Wie werden mit Hilfe des Projekts die Folgen des demografischen Wandels  aktiv angegangen?

Träger (z.B. Wohlfahrtsverbände, Kommunen, Vereine) werden zur Strukturentwicklung im Bereich der Altenhilfe aufgerufen und finanziell in der Aufbauphase unterstützt. Ziel der Projekte ist es, der wachsenden Gruppe älterer und hochalter Menschen ein Leben in der häuslichen Umgebung zu ermöglichen. Dies setzt eine bedarfsgerechte soziale Infrastruktur voraus, die von den Betroffenen auch genutzt wird. Hier spielen insbesondere die Nachbarschaftshilfen eine große Rolle.

Neue Wege:

Welche neuen Wege wurden für das Projekt  - die Entwicklung oder die Umsetzung - gewählt? Inwieweit geht der Blick auch "über den Tellerrand hinaus"? (z. B. Zusammenarbeit über die Gemeindegrenzen hinweg, Zusammenarbeit verschiedener Akteursgruppen, generationsübergreifende Zusammenarbeit)

Der Landkreis realisiert den Gesetzesauftrag "ambulant vor stationär" nicht nur bei der Hilfegewährung im Einzelfall, sondern macht ihn zur Grundlage planerischen Wirkens. Träger und Akteure lernen, dass es im Rheingau-Taunus-Kreis Gestaltungsmöglichkeiten in diesem Bereich gibt und nutzen diese zunehmend. Es spricht sich rum, dass sich im Landkreis was bewegt/bewegen lässt. Eine bedarfsgerechte Entwicklung unter Berücksichtigung regionaler Besonderheiten wird ermöglicht.

Nachhaltiger Charakter:

Ist das Projekt so angelegt, dass es auch langfristig laufen und funktionieren wird?

Die Förderrichtlinien verlangen, dass die geförderten Projekte nach Ablauf der Anschubfinanzierung weiter geführt werden. Der Landkreis übernimmt mit diesem Förderprogramm seine steuernde Aufgabe bei der Entwicklung zukunftsfähiger Altenhilfestrukturen. Eine Komplementärfinanzierung der Kommunen ist angestrebt.

Einbindung des Projekts in die Arbeit der ILE- oder Leader-Region:

Wie ist das Projekt bzw. sind die Projektträger in die Arbeit der ILE- oder Leader-Region eingebunden? Wie intensiv ist diese Zusammenarbeit?

Das Förderprogramm ist aus dem Projekt "Demografischer Wandel" hervorgegangen, welches in den regionalen Entwicklungskonzepten Untertaunus und Rheingau als Leitprojekt enthalten ist. Das Förderprogramm greift damit Ideen und Initiativen aus den Entwicklungskonzepten (Arbeitsgrundlagen der Regionalforen) auf. Die Regionalforen sind in die Arbeitsgruppen zum Thema Demografie intensiv eingebunden.

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