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Aufbau eines Koordinationsbüros für ein Palliativ- und Hospiznetz im nördlichen Landkreis Kassel

Vorstand des Palliativ- und Hospiznetzes Hofgeismar e.V.; Foto: KulturLandschaft HessenSpitze

Name der Leader- oder ILE-Gruppe:

Leader-Region KulturLandschaft HessenSpitze

Bundesland:

Hessen

Wettbewerbskategorie:

Fit im Alter


Projektbeschreibung:

Seit 2007 hat jeder gesetzlich Versicherte einen Anspruch auf spezialisierte ambulante Palliativversorgung. Dies bedeutet für Menschen mit einer nicht heilbaren, weit fortgeschrittenen und zum Tode führenden Erkrankung, dass sie auch zu Hause (bzw. in dem von ihnen gewünschten Umfeld) Zugang haben zu einer spezialisierten Palliativmedizin und -pflege und/oder einer hospizlichen Begleitung.

Durch die Leader-Förderung zum Aufbau eines Palliativ- und Hospitznetzes Hofgeismar (PHNH e.V.) konnte 2008 im stark ländlich geprägten nördlichen Raum des Landkreises Kassel die Koordination und Kommunikation der einzelnen Leistungen und Informationen mit einer rund um die Uhr Ruf-, Notfall- und Kriseninterventionsbereitschaft und einer spezialisierten Beratung, Anleitung und Begleitung von betroffenen Menschen und ihren Angehörigen nachhaltig vorangetrieben und in einem eingetragenen Verein institutionalisiert werden. Geschaffen wurde damit ein Angebot der professionellen Unterstützung und Hilfe bei der Pflege, medizinischen Versorgung und psychosozialen Begleitung unheilbar Erkrankter und ihnen Nahestehender. Durch die Kooperation mit dem Palliativ-Team Rotes Kreuz Krankenhaus Kassel wird weiteres Erfahrungswissen für die ambulante Palliativversorgung in der Region genutzt .

Auch Menschen, die einer spezialisierten ambulanten Palliativversorgung nicht bedürfen, können vom PHNH e.V. profitieren. Alle im Netzwerk aktiven Kooperationspartner verfügen über Mitarbeiter mit spezialisierter Palliativausbildung und sind untereinander intensiv vernetzt. Mit dem gemeinsam betriebenen Koordinationsbüro werden ein schneller und umfassender Informationsaustausch gewährleistet und die Leistungen der einzelnen Partner zum Wohl der betreuten Menschen aufeinander abgestimmt. Die Zusammenarbeit von Ärzten, Pflegenden und weiteren Berufsgruppen in der Primärversorgung zur palliativen Begleitung und Behandlung unheilbar Erkrankter und ihnen Nahestehender wird maßgeblich gestärkt.

Aktiver Umgang:

Wie werden mit Hilfe des Projekts die Folgen des demografischen Wandels  aktiv angegangen?

Unheilbar Erkrankte und deren Angehörige finden durch das Palliativ- und Hospiznetz Möglichkeiten einer optimalen Versorgung, Beratung und Begleitung. Damit ist im ländlichen Raum eine Versorgungslücke geschlossen, durch die der Erkrankte selbstbestimmt im vertrauten Umfeld bleiben kann. Nahestehende können effektiver in die Versorgung einbezogen wie auch in dieser emotional ohnehin schwierigen Situation entlastet werden (z.B. Vermeidung langer Krankenhausaufenthalte/Fahrten zu Kliniken).

Neue Wege:

Welche neuen Wege wurden für das Projekt  - die Entwicklung oder die Umsetzung - gewählt? Inwieweit geht der Blick auch "über den Tellerrand hinaus"? (z. B. Zusammenarbeit über die Gemeindegrenzen hinweg, Zusammenarbeit verschiedener Akteursgruppen, generationsübergreifende Zusammenarbeit)

Das Palliativ- und Hospiznetz Hofgeismar ist ein beispielgebendes Netzwerk für den ländlichen Raum, das gemeindeübergreifend allen unheilbar Erkrankten im nördlichen Landkreis Kassel zur Verfügung steht. Die Koordination und Kooperation von Ärzten, Pflegenden und anderen Berufsgruppen der palliativen Versorgung, die Nutzung von Erfahrungswissen des Palliativ-Teams Rotes Kreuz Krankenhaus Kassel und die engen Verbindungen zu pflegenden Angehörigen und Freunden sind weitere wegweisende Aspekte.

Nachhaltiger Charakter:

Ist das Projekt so angelegt, dass es auch langfristig laufen und funktionieren wird?

Die dauerhafte organisatorische Funktionsfähigkeit des Palliativ- und Hospiznetzes Hofgeismar konnte durch die Gründung eines eigenen Trägervereins und die nachhaltige finanzielle Absicherung durch die Verankerung im Sozialversicherungssystem gefestigt werden. Bereits kurze Zeit nach Beginn der Leader-Förderung war ein stetig wachsender Bedarf an palliativen Versorgungsleistungen zu verzeichnen.

Einbindung des Projekts in die Arbeit der ILE- oder Leader-Region:

Wie ist das Projekt bzw. sind die Projektträger in die Arbeit der ILE- oder Leader-Region eingebunden? Wie intensiv ist diese Zusammenarbeit?

Die Kirchenkreise Hofgeismar und Wolfhagen sind seit langem wichtige und aktive Partner der Leader-Region KulturLandschaft HessenSpitze. Der Aufbau des Palliativ- und Hospiznetzes wurde von Beginn an durch das Diakonische Werk Hofgeismar-Wolfhagen unterstützt, dessen Träger wiederum die Kirchenkreise sind. Durch diese Verbindung aller Beteiligten ist die Einbindung des Projektes in die Arbeit der Leader-Region und die Kommunikation der projektspezifischen Inhalte und Ziele nachhaltig gesichert.

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