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Dörfer im Aufwind - Aktiv die Zukunft gestalten

Sanierungsbedürftiges Gebäude; Foto: LAG Hochsauerland

Name der Leader- oder ILE-Gruppe:

Leader-Region Hochsauerland

Bundesland:

Nordrhein-Westfalen

Wettbewerbskategorie:

Innen statt außen


Projektbeschreibung:

Dörfer im Aufwind – so heißt in der Leader-Region Hochsauerland ein Vorrangprojekt des regionalen Entwicklungskonzepts. Die sechs Städte der Leader-Region wollen hiermit den Folgen des demografischen Wandels entgegen wirken, die drohenden innerörtlichen Leerstände aufhalten und die Ortskerne attraktiver gestalten. Wissenschaftliche Unterstützung erhält die Region von der Universität Siegen.

Das Projekt gliedert sich in zwei Teilbereiche. Der erste Bereich ist das Leerstandsmanagement mit der Erhebung der Leerstände für die gesamte Region. Als Grundlage wurde vom Katasteramt des Hochsauerlandkreises für die sechs Kernstädte und 70 Dörfer eine Karte mit den aktuellen Leerständen erstellt. Diese Karten bekamen die Ortsvorsteher zur Kontrolle ausgehändigt. Im zweiten Schritt wurden im Rahmen eines Wettbewerbs sechs Modell-Dörfer (je ein Dorf pro Kommune) ausgewählt. Den Zuschlag erhielten die Gemeinden Brilon-Wald, Hallenberg-Braunhausen, Marsberg-Meerhof, Medebach-Oberscheldorn, Olsberg-Wiemeringhausen und Winterberg-Niedersfeld. Für diese Gemeinden wurde nun auf der Grundlage der Daten des Hochsauerlandkreises und mit Hilfe prognostizierter Altersstrukturen potenzielle Leerstände identifiziert sowie bereits leer stehende Gebäude oder brache Flächen aufgenommen.

Anfang Januar 2011 haben im Rahmen einer großen Zukunftswerkstatt die Vertreter der sechs Modelldörfer, Fachleute aus den Verwaltungen sowie Fachleute der Universität Siegen ein Konzept für ein regionales Leerstands- und Freiflächenmanagement erarbeitet. Daraufhin wurden in Dorfwerkstätten auf der Grundlage der vorher gesammelten und ausgewerteten Daten gemeinsam mit den Bewohnern Dorfentwicklungskonzepte erarbeitet. Hierbei wurden konkrete Handlungsansätze für eine wirtschaftliche, nachhaltige und naturfreundliche innenörtliche Entwicklung erarbeitet.

Ein Ende der "Dörfer im Aufwind" ist noch lange nicht in Sicht. Die Arbeitsgruppen der sechs Modellgemeinden treffen sich regelmäßig, um gemeinsam Projektideen zu entwickeln und Maßnahmen zu planen.

Aktiver Umgang:

Wie werden mit Hilfe des Projekts die Folgen des demografischen Wandels  aktiv angegangen?

Die Folgen des demografischen Wandels werden vor allem dadurch angegangen, dass man die Bevölkerung für das Thema sensibilisiert und gezielt einbezieht. Die Bevölkerung nutzt nun die Möglichkeit, ihr Lebensumfeld aktiv zu gestalten. Vor allem durch die Steigerung der Attraktivität der Ortskerne erhoffen sich die Gemeinden, dass wieder mehr junge Menschen bleiben.

Neue Wege:

Welche neuen Wege wurden für das Projekt  - die Entwicklung oder die Umsetzung - gewählt? Inwieweit geht der Blick auch "über den Tellerrand hinaus"? (z. B. Zusammenarbeit über die Gemeindegrenzen hinweg, Zusammenarbeit verschiedener Akteursgruppen, generationsübergreifende Zusammenarbeit)

Neu an diesem Projekt ist, dass die Karten erstmalig durch Verschneidung der Datenbanken erstellt wurden und nicht wie sonst üblich durch eine Ortsbegehung oder die so genannte "Stromzähler-Methode". Die Region selbst ist außerdem am Forschungsprojekt "Wandel der Wohnungsmärkte – Steuerungsmöglichkeiten der Kommunen" der Universität Siegen beteiligt. Man tauscht sich in diesem Rahmen mit anderen Akteuren und Regionen aus.

Nachhaltiger Charakter:

Ist das Projekt so angelegt, dass es auch langfristig laufen und funktionieren wird?

Die in den Dörfern initiierten Arbeitskreise werden heute von den Mitgliedern selbst geleitet und sind hierdurch von Dauer. Die erarbeiteten Entwicklungskonzepte für die Modelldörfer sind darüber hinaus langfristig angelegt und geben so den Kurs vor. Die Ergebnisse der Modelldörfer können auch auf andere Dörfer der Region übertragen werden.

Einbindung des Projekts in die Arbeit der ILE- oder Leader-Region:

Wie ist das Projekt bzw. sind die Projektträger in die Arbeit der ILE- oder Leader-Region eingebunden? Wie intensiv ist diese Zusammenarbeit?

Das Projekt ist ein Gemeinschaftsprojekt der Leader-Region Hochsauerland. Alle sechs Kommunen sind beteiligt und unterstützen und finanzieren das Projekt nachhaltig. Träger ist der Regionalverein. Die Umsetzung erfolgt mit Bürgern und Fachleuten aus den Verwaltungen und bietet daher eine optimale Schnittstelle für eine erfolgreiche Zusammenarbeit in allen Bereichen.

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