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Gemeindliches Dienstleistungszentrum Ahnsbeck

Besucheransturm im Dienstleistungszentrum: Treffpunkt für Jung und Alt; Foto: Gemeinde Ahnsbeck

Name der Leader- oder ILE-Gruppe:

Leader-Region Lachte-Lutter-Lüß

Bundesland:

Niedersachsen

Wettbewerbskategorie:

Gesund bleiben


Projektbeschreibung:

Kein Arzt in der Nähe? Für viele Kommunen ist das bereits bittere Realität. Das Phänomen Ärztemangel breitet sich in den ländlichen Räumen immer weiter aus. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hat sich die Gemeinde Ahnsbeck in der Leader Region Lachte-Lutter-Lüß entschieden, für ihre 1.750 Einwohner ein modernes Dienstleistungszentrum mit einer Arztpraxis zu bauen. Nach nur zehn Monaten Bauzeit konnte das Zentrum eröffnet werden. Entstanden ist es auf einem unbebauten Grundstück, unter überwiegender Einbindung regionaler Firmen. Möglich wurde der Bau des Dienstleistungszentrums jedoch nur, weil die Gemeinde Ahnsbeck zwei Gemeinschaftspraxen aus den benachbarten Gemeinden Lachendorf und Beedenbostel für diese Idee gewinnen konnte. Beide Praxen haben nun eine Zweigstelle in Ahnsbeck eingerichtet. Seit Anfang 2011 praktizieren die Ärzte abwechselnd tageweise im Dienstleistungszentrum Ahnsbeck.

Ein Ziel war auch, klassische Gesundheitsleistungen mit Präventivangeboten zur Erhaltung der Gesundheit und der Familien- und Erziehungsberatung zu verzahnen. Neben der Gemeinschaftspraxis sind unter diesem Dach deshalb zusätzlich eine Ernährungsberatung, eine Familien- und Erziehungsberatung und eine Naturheilpraxis zu finden. Zusätzlich gibt es einen öffentlichen Bereich, indem sich eine Gemeindebibliothek und ein Seminarraum befinden. Der Seminarraum wird für Bildungsangebote der Volkshochschule, der Kreismusikschule sowie für Ärztekongresse genutzt. Dank dieser neuen v.a. medizinischen Angebote wurde die Attraktivität des Wohnorts für Jung und Alt enorm gesteigert. Durch das neue Dienstleistungszentrum in Ahnsbeck wurden in der Praxis Lachendorf natürlich Raumkapazitäten frei. Diese werden seitdem genutzt, um dort zusätzliche fachärztliche Leistungen anzubieten. Ein Zusatznutzen, der allen umliegenden Gemeinden zu Gute kommt.  Die Gesamtkosten dieses Projekts betrugen circa 600.000 EUR, wobei hiervon rund 300.000 EUR aus Leader-Mitteln finanziert wurden.
 

Aktiver Umgang:

Wie werden mit Hilfe des Projekts die Folgen des demografischen Wandels  aktiv angegangen?

Ahnsbeck ist ein echter Vorreiter: Zwar ist die Bevölkerungsstruktur noch "gesund", doch die Gemeinde geht schon jetzt in die Offensive und greift die Themen demografischer Wandel und ärztliche Versorgung auf. Dank dieser Initiative und den neuen Angeboten wird die Gemeinde attraktiver für Einwohner und ggf. Zuzügler. Gerade im Hinblick auf die Überalterung wird der Bedarf nach wohnortnaher medizinischer Versorgung zunehmen. Mit dem Auf- und Ausbau der Bibliothek wird die Gemeinde zudem künftig ihrer Rolle als Kulturträger und Bildungsförderer gerecht.

Neue Wege:

Welche neuen Wege wurden für das Projekt  - die Entwicklung oder die Umsetzung - gewählt? Inwieweit geht der Blick auch "über den Tellerrand hinaus"? (z. B. Zusammenarbeit über die Gemeindegrenzen hinweg, Zusammenarbeit verschiedener Akteursgruppen, generationsübergreifende Zusammenarbeit)

Durch das Modell der Gemeinschaftspraxis mit verschiedenen Leistungsschwerpunkten in Ahnsbeck und zusätzlichen fachärztlichen Leistungen im Verbund mit der Stammpraxis in der Gemeinde Lachendorf wird nicht nur die ärztliche Grundversorgung in Ahnsbeck gewährleistet, sondern auf Dauer auch sichergestellt. Dabei wird auch die Chance genutzt, die steigende Nachfrage nach Präventionsangeboten zur Erhaltung der Gesundheit mit dem klassischen Gesundheitssektor zu verzahnen.

Nachhaltiger Charakter:

Ist das Projekt so angelegt, dass es auch langfristig laufen und funktionieren wird?

Durch die Kombination der ärztlichen Versorgung mit anderen Einrichtungen wurden neue Versorgungsstrukturen, vor allem für die nicht mobile Bevölkerung und ein attraktiver Begegnungs- und Seminarraum für Jung und Alt geschaffen. Das Projekt wurde unter starker Einbindung der Dienstleister und der Dorfbewohner konzipiert und mit deren Unterstützung umgesetzt. Identifikation und ehrenamtliches Engagement waren und sind hier tragende Säulen.

Einbindung des Projekts in die Arbeit der ILE- oder Leader-Region:

Wie ist das Projekt bzw. sind die Projektträger in die Arbeit der ILE- oder Leader-Region eingebunden? Wie intensiv ist diese Zusammenarbeit?

Der Projektträger und andere interessierte Bürger der Gemeinde wirken in Leader-Arbeitskreisen aktiv mit. Zwischen der Gemeinde Ahnsbeck und dem Regionalmanagement bestand und besteht nach wie vor eine sehr enge Zusammenarbeit. Auch die LAG hat das Projekt intensiv unterstützt. Außerdem steht das Dienstleistungszentrum als Vorzeigeprojekt anderen LAGn oder auch Gemeinden für einen Erfahrungsaustausch zur Verfügung.

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