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Bürgerbus SoMit

Hilfe beim Einsteigen; Foto: SoMit e.V.

Name der Leader- oder ILE-Gruppe:

Leader-Region Monheimer Alb - AltmühlJura

Bundesland:

Bayern

Wettbewerbskategorie:

Mobil und versorgt


Projektbeschreibung:

"Bürger fahren für Bürger" – diese Aufgabe stellte sich der Verein für Soziales Miteinander in der Monheimer Alb (SoMit e. V.). Gegründet wurde er im Rahmen der EU-Förderperiode LEADER+ von den neun Kommunen Buchdorf, Daiting, Huisheim, Kaisheim, Monheim, Otting, Rögling, Tagmersheim und Wolferstadt. Leitbild des Vereins ist es, Versorgungslücken bei den vorhandenen Angeboten im sozialen Bereich der Region zu schließen.

Insgesamt verkehren zwar elf Buslinien im öffentlichen Personennahverkehr in der ländlich strukturierten Region am nordöstlichen Rand des Regierungsbezirks Schwaben. Aber diese sind hauptsächlich auf den Schüler- und Pendelverkehr ausgerichtet und deshalb schwerpunktmäßig in den frühen Morgenstunden, der Mittagszeit und am frühen Abend unterwegs. Neben diesen zeitlichen gibt es räumliche Einschränkungen: Oft sind die vorhandenen Haltestellen für ältere Menschen zu weit von der Wohnung entfernt. In Otting beispielsweise ist der Bahnhof von Osten her mit dem ÖPNV erst gar nicht erreichbar.

Mit viel Elan und Engagement ging der SoMit e.V. das Projekt an: Seit September 2009 erfolgte die Planung der Linien und Fahrpläne in Abstimmung mit dem ÖPNV. Außerdem wurden zusätzliche Haltestellen eingerichtet und ein Kleinbus angeschafft. Ca. 30 ehrenamtliche Fahrer wurden ausgebildet, deren Einsatzpläne erstellt, das Tarifsystem ermittelt und vieles mehr. Knapp 100.000 Euro wurden für das Projekt aufgebracht: 55.007 Euro steuerten die SoMit-Gemeinden bei, der Rest konnte durch Leader-Fördermittel abgedeckt werden. Inzwischen fährt der Bus auf drei Linien-Abschnitten im Stadtgebiet von Monheim mit Ortsteilen, um den Fahrgästen dort Einkäufe, Arztbesuche oder andere Erledigungen zu ermöglichen. Auch der Bahnhof Otting ist nun mit dem Bus erreichbar. Die Ausweitung auf neun Buslinien in die weiteren Gemeinden im Gebiet des SoMit e. V. wird im Herbst 2011 umgesetzt.

Aktiver Umgang:

Wie werden mit Hilfe des Projekts die Folgen des demografischen Wandels  aktiv angegangen?

Durch den Bürgerbus wird die Mobilität für immobile Personengruppen (ältere Menschen, Jugendliche, Menschen mit körperlichen Handicaps) verbessert. Der bestehende öffentliche Nahverkehr wird darüber hinaus ergänzt. Dies ist vor allem für kleine Orte ohne oder mit schlechter Anbindung an den ÖPNV wichtig. Außerdem wird das ehrenamtliche Engagement und die soziale Verantwortung durch die Einbeziehung von Senioren gefördert. Dieses zusätzliche Angebot macht die Region auch attraktiver für junge Familien.

Neue Wege:

Welche neuen Wege wurden für das Projekt  - die Entwicklung oder die Umsetzung - gewählt? Inwieweit geht der Blick auch "über den Tellerrand hinaus"? (z. B. Zusammenarbeit über die Gemeindegrenzen hinweg, Zusammenarbeit verschiedener Akteursgruppen, generationsübergreifende Zusammenarbeit)

Das Projekt wurde in Arbeitskreisen mit Teilnehmern aller Altersstufen aus den Mitgliedskommunen des Vereins SoMit e.V. erarbeitet. So konnten die Bedürfnisse der Menschen in den einzelnen Orten berücksichtigt werden; zum Beispiel die Öffnungszeiten der Arztpraxen, der Bankfilialen und der Dorfläden in den Nachbarorten. Der Fahrplan wurde mit den bestehenden ÖPNV-Linien bzw. den regionalen Busunternehmen sowie den zuständigen Fachbehörden und privaten Körperschaften wie Vereinen abgestimmt.

Nachhaltiger Charakter:

Ist das Projekt so angelegt, dass es auch langfristig laufen und funktionieren wird?

Das komplette Projekt wird vom Bürgerbüro des Vereins betreut, auch die Ausweitung auf neun Buslinien im Herbst 2011. Das Büro wurde 2007 eingerichtet, anfangs über LEADER+ gefördert, doch mittlerweile trägt es sich selbst – dank kommunaler Unterstützung. Somit ist sicher, dass die Bürgerbusse auch langristig fahren werden. Besetzt mit einer Teilzeitstelle ist das Büro außerdem die zentrale Koordinationsstelle für ehrenamtlich Engagierte und Hilfesuchende in verschiedenen sozialen Bereichen.

Einbindung des Projekts in die Arbeit der ILE- oder Leader-Region:

Wie ist das Projekt bzw. sind die Projektträger in die Arbeit der ILE- oder Leader-Region eingebunden? Wie intensiv ist diese Zusammenarbeit?

Sowohl die Idee für das Bürgerbus-Projekt als auch das SoMit-Bürgerbüro entstand in Arbeitskreisen der damaligen LEADER+ Region Monheimer Alb. Die Kommunen des Trägervereins SoMit e. V. sind auch an der inzwischen vergrößerten Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Monheimer Alb-AltmühlJura beteiligt. Der Austausch zwischen dem Regionalmanagement der LAG und dem Bürgerbüro trägt zu neuen Projektideen und Fördermöglichkeiten bei.

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