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Altersgerechtes Wohnen und Wiederbelebung der Ländlichen Bausubstanz

Foto: Stiftung Landleben

Name der Leader- oder ILE-Gruppe:

Leader-Region Unstrut-Hainich / ILE-Region Seltenrain

Bundesland:

Thüringen

Wettbewerbskategorie:

Alt und Jung


Projektbeschreibung:

Resignation war gestern, heute zählt Engagement – nach diesem Prinzip handelt die lokale Aktionsgruppe Unstrut-Hainich in Thüringen. Auf der einen Seite gibt es in der Region nicht ausreichend freie Häuser für junge Familien. Auf der anderen Seite fehlt es an seniorengerechten Angeboten, die ein würdevolles Altern in den eigenen vier Wänden ermöglichen. Die alten, oft pflegebedürftigen Menschen aus dem gewohnten Umfeld zu reißen, sie in einem Heim unterzubringen oder ihnen einen Umzug in die Stadt nahezulegen, dass wollten die Mitglieder der lokalen Aktionsgruppe nicht. Und genau an dieser Stelle setzt das Projekt an: Selbstbestimmtes Wohnen sollte ermöglicht und altersgerechte Wohneinheiten geschaffen werden. Ältere Menschen können auf diese Weise so lange wie möglich selbständig wohnen, eigenständig ihren Haushalt führen, aber auch auf Hilfe zurückgreifen, wenn nötig.

Positiver Nebeneffekt: Vor allem in den Ortskernen wird Bausubstanz frei, Gebäude die zwar saniert, aber dann neuen Anwohnern zur Verfügung stehen. Bezahlbare Wohnungen und Eigenheime für junge Familien! Statt also immer weiter Bauflächen in den Außenbereichen ausweisen zu müssen, können die Ortskerne wiederbelebt und die regionale Identität der Dörfer erhalten werden. Dementsprechend ist auch die Erschließung von Siedlungsflächen durch Revitalisierungsmaßnahmen ungenutzter landwirtschaftlicher / gewerblicher Objekte Teil des Projektes. Doch damit noch nicht genug. Auch das Wohnumfeld soll attraktiver und kind- und jugendgerecht gestaltet werden.

Mit dem Projekt werden nachhaltig die Gemeinsamkeiten der Generationen sowie deren gegenseitiges Verständnis gefördert ganz nach dem Motto "Gemeinsam stark sein". Das Besondere des Projektes liegt in der Kombination der beiden Projektabschnitte und der damit verbundenen regionalen Herangehensweise an die Folgen des demografischen Wandels.

Aktiver Umgang:

Wie werden mit Hilfe des Projekts die Folgen des demografischen Wandels  aktiv angegangen?

Die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen ergibt sich zwangsläufig als Synergieeffekt. Zahlreiche Partner sind am Prozess beteiligt, so dass Auswirkungen im primären und sekundären regionalen Arbeitsmarkt zu erwarten sind. Der regionalen Wirtschaft geht es besser, und dass hat auch Auswirkungen auf die soziale & technische Infrastruktur vor Ort. Beispielsweise ist der Erhalt von Schulen, KITA, Arzt, Apotheke, ÖPNV, Post, Banken etc. gesichert.

Neue Wege:

Welche neuen Wege wurden für das Projekt  - die Entwicklung oder die Umsetzung - gewählt? Inwieweit geht der Blick auch "über den Tellerrand hinaus"? (z. B. Zusammenarbeit über die Gemeindegrenzen hinweg, Zusammenarbeit verschiedener Akteursgruppen, generationsübergreifende Zusammenarbeit)

In Planung nach ortsspezifischen Erfordernissen sind: Arzt- und Schwesternzimmer, Nutzungsmöglichkeiten durch Kirchenkreis, -chor & Vereine sowie Dienstleistungen wie Friseur, Kosmetik & Fußpflege. Kooperationen mit Kinder- und Jugendeinrichtungen, Schule sind in Vorbereitung. Für die Umsetzung wurde die gemeinnützige "Stiftung Landleben" gegründet. Im Kuratorium sind die Gemeinden Sundhausen, Kirchheilingen, Tottleben und Blankenburg (kommunaler Zusammenschluss) vertreten.

Nachhaltiger Charakter:

Ist das Projekt so angelegt, dass es auch langfristig laufen und funktionieren wird?

Die aufkommenden Probleme des demografischen Wandels bringen auch Chancen und Perspektiven. Das Projekt bewirkt die nachhaltige Sicherung der technischen und sozialen Infrastruktur, die Verbesserung des Gemeinschaftslebens in ländlichen Räumen und die Stärkung der Kulturlandschaften und der ländlichen Baukultur.

Einbindung des Projekts in die Arbeit der ILE- oder Leader-Region:

Wie ist das Projekt bzw. sind die Projektträger in die Arbeit der ILE- oder Leader-Region eingebunden? Wie intensiv ist diese Zusammenarbeit?

Das Projekt ist Teil der lokalen Entwicklungsstrategie und wird von den Mitgliedern der LAG unterstützt. Die LAG greift mit dem Projekt die Probleme der demografischen Entwicklung auf. Die Verbindung der beiden Teilprojekte, also die Schaffung von altersgerechten Wohneinheiten und die anschließende Revitalisierung der ungenutzten Gebäude, ist innovativ und kann auch auf andere Regionen übertragen werden. Exkursionen mit anderen Leader-Regionen fanden bereits im Unstrut-Hainich-Kreis statt.

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