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9 Kommunen stellen sich dem demografischen Wandel

Interessiert lauschen die beiden Damen dem Vortrag "Humor im Alter" im Rahmen der AOVE-Demenzwochen. Foto: Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen

Name der Leader- oder ILE-Gruppe:

ILE-Region Arbeitsgemeinschaft Obere Vils-Ehenbach (AOVE)

Bundesland:

Bayern

Wettbewerbskategorie:

Alt und Jung


Projektbeschreibung:

Unter dem Motto "Eine Region stellt sich dem demographischen Wandel" setzen in der ILE-Region AOVE kooperierende Kommunen gemeinsam Strategien zur Bewältigung des demographischen Wandels um. Ihr oberstes Ziel ist es, die Teilhabe aller Bevölkerungs- und Altersgruppen am gesellschaftlichen Leben dauerhaft zu ermöglichen. Um dies zu erreichen, muss die bestehende Infrastruktur vor Ort nachhaltig erhalten und weiterentwickelt werden.

"Alt werden zu Hause" ist eines der Teilprojekte. Es richtet sich an Senioren sowie deren Angehörige. Diese können sich zum einen kostenlos beraten lassen. Zum anderen können sie im Rahmen von Betreuungsverträgen Leistungen wie einen wöchentlichen Besuchsdienst, die Vermittlung / Organisation von Dienstleistungen oder eine soziale Beratung in Anspruch nehmen. Auch verschiedene Veranstaltungen sind Teil der Angebotspalette. Eine von den Kommunen getragene Koordinierungsstelle organisiert diese Angebote. Doch ohne die Unterstützung speziell ausgebildeter, ehrenamtlicher Alltagsbegleiter würde das alles nicht funktionieren. Außerdem greift das Projekt auf ein großes Netzwerk regionaler Partner zurück und ist mit den Wohlfahrtsverbänden abgestimmt.

"Eine Region stellt sich dem demographischen Wandel" richtet sich aber nicht nur an Ältere. In einem weiteren Teilprojekt – "Nachhaltige Lebensräume für Kinder und Jugendliche gemeinsam schaffen und gestalten" – gibt ein interkommunaler Jugendpfleger den Kommunen Hilfestellung bei der Einbindung von Jugendlichen. Schwerpunkte sind die Organisation von Jungbürgerversammlungen, eine Taschengeldbörse, Workshops oder Qualifizierungen etc.

Ein drittes Teilprojekt beschäftigt sich mit "Boden- und Flächenmanagement". Hier werden zum einen leerstehende Wohn- und Gewerbeimmobilien sowie unbebaute Grundstücke erfasst, zum anderen interkommunale Konzepte für den Umgang mit Wohnungs-, Gewerbe- und Bauland erarbeitet. Ziel dieser Lösungsvorschläge ist es, auf interkommunaler Ebene die infrastrukturelle Funktionalität der Kommunen sowie ihre Lebensqualität zu sichern und nachhaltig zu erhalten.

Aktiver Umgang:

Wie werden mit Hilfe des Projekts die Folgen des demografischen Wandels  aktiv angegangen?

Ziel des Projekts ist es, bestehende Infrastrukturen in allen Bereichen nachhaltig zu nutzen und aktiv den neuen Erfordernissen anzupassen. In Zusammenarbeit mit Vereinen und Verbänden werden Möglichkeiten ausgearbeitet, um Hilfestellung beispielsweise bei Wohnungssanierungen zu geben. Flankiert werden diese Maßnahmen von kommunalen Anstrengungen, Leerständen in den Orten entgegenzuwirken. Die neuen Herausforderungen werden mit "weichen" Projekten, die auf die verbesserte Integration der unterschiedlichen Altersgruppen abzielen, umgesetzt.

Neue Wege:

Welche neuen Wege wurden für das Projekt  - die Entwicklung oder die Umsetzung - gewählt? Inwieweit geht der Blick auch "über den Tellerrand hinaus"? (z. B. Zusammenarbeit über die Gemeindegrenzen hinweg, Zusammenarbeit verschiedener Akteursgruppen, generationsübergreifende Zusammenarbeit)

Durch einen konsequenten interkommunalen Ansatz und die aktive Vernetzung diverser Projekte und Zielgruppen miteinander können Projekte realisiert werden, die auf kommunaler Ebene aufgrund fehlender kritischer Masse nicht möglich wären. Die Mehrgliedrigkeit des Ansatzes, bestehend aus Leerstandsmanagement, sozialen Angeboten für alle Bevölkerungsgruppen, Integration privater und wohlfahrtsstaatlicher Akteure, stellt sicher, dass ganzheitliche Lösungen entstehen und sektorale Insellösungen vermieden werden.

Nachhaltiger Charakter:

Ist das Projekt so angelegt, dass es auch langfristig laufen und funktionieren wird?

Die aktive Zusammenarbeit der Kommunen mit Wohlfahrtsverbänden, Bildungs- und sozialen Einrichtungen sowie Krankenkassen gewährleistet die nachhaltige Aufrechterhaltung von Angeboten und stellt sicher, dass möglichst viele Zielgruppen erreicht werden. Der Projektträger stellt neue Finanzierungsmöglichkeiten nach Abschluss der Modellprojektphasen sicher und entwickelt die Projekte sukzessive weiter. Auf diese Weise werden Ressourcen geschont und gesellschaftliche Kosten minimiert.

Einbindung des Projekts in die Arbeit der ILE- oder Leader-Region:

Wie ist das Projekt bzw. sind die Projektträger in die Arbeit der ILE- oder Leader-Region eingebunden? Wie intensiv ist diese Zusammenarbeit?

Die Projekte werden von den beteiligten Kommunen mitfinanziert und von der Umsetzungsbegleitung der ILE umgesetzt. Mit Hilfe von Projektgruppen und der aktiven Einbindung von Bevölkerung, Verbänden, Vereinen und Behörden in die Arbeit der ILE wird eine hohe Akzeptanz aller (auch nicht demografischer) Projekte der ILE AOVE erreicht.

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